Von der Idee zum Produkt: Wie gelingt der Transfer aus der Forschung in Start-ups?

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Gespeichert von Moritz Mais am 24. Januar 2019
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Themenforum – Von der Idee zum Produkt: Wie gelingt der Transfer aus der Forschung in Start-ups?

Seit einiger Zeit geht vor allem die Zahl der Hightech-Gründungen in Deutschland und auch in Nordrhein-Westfalen zurück. Wissensintensive Gründungen sind aber für eine nachhaltig innovative und wachsende Wirtschaft im internationalen Wettbewerb ganz besonders wichtig. Das Ruhrgebiet verfügt über eine Reihe exzellenter Forschungseinrichtungen, Exzellenzcluster, Sonderforschungsbereiche an den Hochschulen und außeruniversitären Instituten. Die Digitalisierung und die durch sie ausgelösten Disruptionen geben den Transfer- und Start-up-Themen neue Qualität und zusätzliche Aktualität. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Co-Moderatorin Prof. Dr. Martina Havenith-Newen diskutieren im Themenforum "Von der Idee zum Produkt – Wie gelingt der Transfer aus der Forschung in Start-ups?" wie man das große Transferpotenzial im Ruhrgebiet ausschöpfen kann.

 

Ziel des Themenforums

Das Themenforum hat das Ziel, das Bewusstsein für die ausgeprägte Forschungsexzellenz im Ruhrgebiet, auch durch bundesweite und internationale Aufmerksamkeit, zu stärken und gleichermaßen für das große Transfer- und Ausgründungspotenzial bei Wissenschaft, Wirtschaft, Kapitalgebern und Politik zu sensibilisieren. Durch best-practice Beispiele aus fachspezifischen Transfer- und Ausgründungsaktivitäten im Ruhrgebiet sowie aus ausgewählten Hochschulen im Ausland sollen Erfolgsbedingungen für Hightech-Start-ups herausgearbeitet und auf das Ruhrgebiet übertragen werden. 

Mit dem Themenforum werden die zentralen Akteure aus Wissenschaft, Venture Capital-Fonds, Kommunalpolitik, Kammern und Verbänden vernetzt. Durch Kooperationen werden transferfähige Projekte erarbeitet, die in Zusammenarbeit mit der Landesregierung umgesetzt werden.

Aufbau und Ergebnisse der Veranstaltungen

Wie kann das beträchtliche Transfer- und Ausgründungspotenzial der Metropolregion Ruhr noch besser für Start-ups genutzt werden? Welche Möglichkeiten und Anknüpfungspunkte bietet die Forschungsexzellenz in der Region bei der Umsetzung konkreter Projekte und Geschäftsideen? Diese und weitere Fragen diskutierte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bei der Auftaktveranstaltung des Themenforums am 6. März 2019 auf dem G-Data Campus in Bochum. Gemeinsam mit Co-Moderatorin Prof. Dr. Martina Havenith-Newen, Professorin für Physikalische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum und Sprecherin des Exzellenzclusters RESOLV, und rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging es auch um die Frage, wie sich das Umfeld für wissens- und technologieintensive Gründungen weiter verbessern lässt. In Vorträgen und Diskussionen wurden Erfolgsbedingungen von Ausgründungen herausgestellt und erste Ideen entwickelt, die Ausgründungen aus der Forschung und den Wissenstransfer in die Wirtschaftspraxis beflügeln. Dabei lag der Fokus auf Technologiebereichen, die aufgrund ihrer infrastrukturellen Voraussetzungen einer spezifischen Unterstützung bedürfen, wie etwa in Chemie, IT-Security, Logistik und Maschinenbau.

Positive Rollenbilder im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich können zu Gründungen aus Hochschulen motivieren. In vielen Fachbereichen der Hochschulen ist der Status „GründerIn“ bisher jedoch noch wenig etabliert und noch nicht ausreichend wertgeschätzt. Die Gründungskultur an Universitäten und Fachhochschulen könnte durch positive Rollenvorbilder umfassend belebt werden.

Orte, die entweder eine intensive Unterstützung im Gründungsprozess anbieten oder einen niederschwelligen Austausch zur regionalen Wirtschaft und zu Finanzierungsgebern ermöglichen, sind ein wichtiger Baustein, den Transfer aus der Forschung in die wirtschaftliche Praxis zu stärken. In der Metropolregion Ruhr gibt es bereits viele gute Ansätze (Acceleratoren, Inkubatoren, Technologie- und Gründerzentren, Ruhr Hub, Gründerfonds, Initiativkreis Ruhr etc.) getragen vom Staat, der Wirtschaft und den Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Wichtig ist es deshalb, die Kooperation über Stadtgrenzen hinweg zu befördern und ein Lernen von den Besten innerhalb wie außerhalb des Ruhrgebiets zu organisieren.

Forschungsintensive Gründungen (z.B. aus der Chemie) stellen spezifische Anforderungen an fachspezifische Infrastruktur. Gründenden im Ruhrgebiet leichtere Zugänge dazu verschaffen hat sich die Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der Chemieindustrie und anderen Hochschulen der Metropole Ruhr in einem Projekt vorgenommen. Zudem stellt die Patentverwertung bei Ausgründungen aus Hochschulen einen weiteren potenziellen Engpass dar, weil es häufig zu Uneinigkeiten zwischen Hochschulen und Gründenden kommt.

Die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung und die bis zum Sommer entwickelten Projekte und Leitprojekte bilden die Grundlage für die zweite Veranstaltung: Am 06. September 2019 findet eine internationale Konferenz im Museum Küppersmühle und dem Startport im Duisburger Innenhafen statt. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart und Prof. Havenith-Newen werden hierzu neben ausgewiesenen Experten aus den USA, Israel und dem europäischen Ausland weitere Vertreter aus Wirtschaft, Venture Capital-Fonds, Hochschulen, Kommunalpolitik und ausgewählten Medien empfangen. 

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Minister Pinkwart über die Ruhrkonferenz
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Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart spricht im Vorfeld des Themenforums „Von der Idee zum Produkt – Wie gelingt der Transfer von der Forschung in Start-ups?“ über die Ruhr-Konferenz

Moderation der Veranstaltungen

Wirtschafts- und Digitalminsiter Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Die Zukunft der Ruhrregion wird noch stärker als bisher davon abhängen, die exzellente Grundlagenforschung schneller in konkrete Produkte zu überführen und diese weltweit zu vertreiben. Hierfür brauchen wir mehr Unternehmertum, wie es am Spitzencluster RESOLV der Ruhr-Universität unter Leitung der international renommierten Wissenschaftlerin Professorin Martina Havenith vorgemacht wird. Im engen Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft ebnet sie ihren Schülerinnen und Schülern den Weg, aus spannenden Ideen attraktive Produkte zu machen. Dieses Wissen möchten wir gerne mit anderen in der Region teilen.“
   
Prof. Dr. Martina Havenith-Newen, Ruhr-Universität Bochum, Sprecherin des Exzellenzclusters RESOLV: „Wir haben in den letzten zehn Jahren in zahlreichen Wettbewerben bewiesen, dass die chemische Forschung im Ruhrgebiet im nationalen und internationalen Vergleich eine Spitzenstellung einnimmt. Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt: Wir möchten den Transfer von Innovationen aus der Grundlagenforschung in die Anwendung ausbauen. Unser Ziel ist es, Studierenden und DoktorandInnen mit Gründergeist bereits im Studium ein optimales Umfeld für die Verwirklichung ihrer Idee bis hin zum Produkt zu bieten. Von der Ruhr-Konferenz verspreche ich mir einen wesentlichen Input für die bestmögliche Umsetzung einer solchen Idee im Rahmen eines Startercenters Chemie 4.0 in Bochum.“

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