Emissionshandel

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 22. Dezember 2017

Emissionshandel

Der 2005 eingeführte europäische Emissionshandel (kurz: ETS) soll auf ökonomisch effiziente und marktwirtschaftliche Weise die Emissionen der großen europäischen CO2-Emittenten aus Energieerzeugung und Industrie systematisch reduzieren und zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele beitragen.

Für den Ausstoß von CO2 muss jeder Emittent, der unter den ETS fällt, Zertifikate erwerben. Die Zahl der Zertifikate sinkt kontinuierlich. Für die nächste Handelsperiode von 2021 bis 2030 ist eine Reduzierung um jährlich 2,2 Prozent vorgesehen. Im Emissionshandel sind europaweit (EU plus Norwegen, Island und Liechtenstein) etwa 12.000 Energie- und Industrieanlagen mit rund 45 Prozent der europäischen CO2-Emissionen erfasst. Nach Festlegung der Regeln für die neue Handelsperiode Anfang 2018 hat sich der Zertifikatepreis mehr als verdoppelt.

Auf Deutschland und Nordrhein-Westfalen bezogen sind es zirka 1900 beziehungsweise 500 Anlagen, die etwa 50 Prozent beziehungsweise 70 Prozent der jeweiligen CO2-Emissionen ausstoßen, worin sich die große Bedeutung des Emissionshandels für Nordrhein-Westfalen als industriellem Schwerpunkt der Bundesrepublik zeigt. Da viele industrielle Branchen auf dem Weltmarkt mit Unternehmen konkurrieren, die keine entsprechenden preislichen Belastungen aus dem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß haben, erhalten diese zum Schutz vor Kostenbenachteiligungen – bei effizienter Produktion – Zertifikate kostenlos zugeteilt.

Die Landesregierung setzt sich für weiterhin faire internationale Wettbewerbsbedingungen für diese Branchen und eine entsprechende Ausgestaltung der einschlägigen Regeln des Emissionshandels ein.

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