Wasserstoff

Bild des Benutzers Mareike Sassenscheidt
Gespeichert von Mareike Sassens... am 30. November 2020

Wasserstoff

Mit dem Pariser Abkommen hat sich die Weltgemeinschaft im Jahr 2015 darauf verständigt, die globale Erderwärmung verglichen zu vorindustriellem Niveau auf unter 2 °C zu begrenzen, besser noch auf 1,5 °C. Konsequenz aus den Klimaschutzzielen von Paris war daher ein neues Ziel: Treibhausgas-Neutralität. Um das Ziel der Treibhausgas-Neutralität zu erreichen sind große Energieeinsparungen und der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien ganz entscheidend.

In vielen Fällen können CO2-Emissionen durch die direkte Nutzung erneuerbaren Stroms sinnvoll eingespart werden, zum Beispiel durch batterieelektrische Autos oder Wärmepumpen. CO2-Einsparungen sind durch den direkten Einsatz von erneuerbarem Strom aber nicht in allen Fällen technisch möglich bzw. wirtschaftlich sinnvoll. Genau an dieser Stelle kommen Wasserstoff und synthetische Gase oder Flüssigkraftstoffe ins Spiel. Insbesondere in der Industrie werden in Zukunft große Mengen an Wasserstoff benötigt, sowohl als Energieträger für Hochtemperaturprozesse als auch als Rohstoff z.B. für die Stahl- und Chemieindustrie. Und auch andere Sektoren wie die Mobilität oder der Energie- und Wärmesektor werden auf wasserstoffbasierte Anwendungen umsteigen.
 
Wir sind davon überzeugt, dass das Erreichen der Pariser Klimaschutzziele und die Stärkung des Wirtschafts- und Industriestandortes Hand in Hand gehen können. Ein Viertel der aktuellen CO2-Emissionen in Nordrhein-Westfalen kann allein durch Wasserstoff eingespart werden. Zahlreiche Studien belegen, dass in einem volkswirtschaftlich kosteneffizienten und klimaneutralen Energiesystem Wasserstoff eine tragende Rolle spielt. Die Bandbreiten reichen dabei je nach Szenario von 250 bis 800 Terrawattstunden (TWh) Wasserstoffbedarf pro Jahr in Deutschland. Insbesondere für eine im internationalen Wettbewerb stehende energieintensive Industrie bedarf es dabei großer Mengen Wasserstoff, die verlässlich und zu global wettbewerbsfähigen Preisen bereitgestellt werden müssen, um den Industrie- und Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig auszurichten.
 
Wir wollen aber mit Wasserstoff nicht nur CO2-Emissionen reduzieren, sondern auch die mit Wasserstoff verbundenen wirtschaftlichen Chancen nutzen, um zukunftsfähige Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen zu erhalten und auszubauen. Die Chancen ergeben sich aus der Vielfalt der mit Wasserstoff verbundenen Technologien, die entwickelt und produziert werden müssen. Dabei geht es nicht nur um Elektrolyseure und Brennstoffzellen, sondern auch um wasserstoffkompatible Drucktanks, Kompressoren, Gasturbinen, Pipelines, Ventile, Sensoren, usw. Hieraus können sich neue Märkte und Exportchancen für Nordrhein-Westfalen entwickeln. Aber auch die Sicherung der energieintensiven Industrie wird von der Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft abhängen.
 
Wasserstoff bietet riesige Chancen für Nordrhein-Westfalen: Richtig und konsequent eingesetzt, wird daraus eine Win-Win Situation für Klimaschutz und Wirtschaftswachstum in Nordrhein-Westfalen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie Wasserstoff selbst und genau deshalb legen wir jetzt richtig los. Aufbauend auf schon gestartete Wasserstoff-Pilotvorhaben wollen wir in den nächsten zehn Jahren die ersten Großanlagen in der Industrie in Betrieb nehmen. Wir wollen Elektrolyseure im Gigawattmaßstab aufbauen und auch die ersten großen Fahrzeugflotten auf Wasserstoff umstellen. Mehr dazu erfahren Sie in unserer aktuellen Wasserstoff Roadmap Nordrhein-Westfalen, welche hier zum Download angeboten wird.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen