Logistik

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 15. März 2016

Logistik

Nordrhein-Westfalen ist seit Jahren Deutschlands führender Logistikstandort und schon allein durch seine Lage auch international anerkannter Logistikstandort. Mit fast 150 Millionen Verbrauchern im Radius von rund 500 Kilometern kann Nordrhein-Westfalen zum Zentrum der deutschen Wirtschaft gezählt werden. Mehr als 18 Millionen Menschen leben zwischen Rhein und Weser. Die Infrastruktur Nordrhein-Westfalens, das dichte Netz an Autobahnen, Eisenbahnlinien und Wasserstraßen ist ein großer Standortvorteil für die Region.

Zwei internationale Großflughäfen – Düsseldorf International und Köln Bonn Air­port – sowie weitere Flughäfen mit europäischer Anbindung in Dortmund, Müns­ter/ Osnabrück, Paderborn/Lippstadt und Weeze/Niederrhein verbinden das Land mit allen wichtigen innerdeutschen Zielen ebenso wie mit den Metropolen und Wirtschaftszentren in aller Welt. Mit seinen Kanälen und schiffbaren Flüssen verfügt das Land über insgesamt 720 Kilometer Wasserstraßeninfrastruktur. In rund 120 Häfen werden jährlich rund 125 Millionen Tonnen Güter per Schiff umgeschlagen. Mit dem Duisburger Hafen ist der weltgrößte Binnenhafen in  NRW beheimatet.

Um erfolgreich logistische Dienstleistungen anbieten zu können, bedarf es nicht alleine einer gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur. Von immenser Bedeutung ist hier auch das breite Spektrum an innovativen Angeboten unserer Unternehmen der Logistikwirtschaft.

Zweitgrößte Branche im Land

Die Logistikbranche ist eine der führenden Wachstumsbranchen in Nordrhein-Westfalen. Die insgesamt 27.800 Unternehmen der Kernbranche Logistik erwirtschaften jährlich einen Umsatz von rund 70 Milliarden Euro. Von den TOP10-Unternehmen der Logistik (Studie TOP 100 der Logistik 2016/2017) haben drei ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen [Deutsche Post DHL, Rhenus, UPS], bis zur TOP 25 kommen sechs weitere hinzu [Hellmann, Arvato, Nagel, Imperial, TNT Express, Metro Logistics].
 
Die Kernbranche Logistik bietet Arbeitsplätze für 314.000 Beschäftigte, zählt man Beschäftigte mit logistischen Tätigkeiten in Industrie- und Handelsunternehmen hinzu, kommt man auf rund 645.000 Arbeitsplätze in der erweiterten Logistikbranche (Daten der Bundesagentur für Arbeit; Stichtag 30.06.2014). Die Logistik ist damit die zweitgrößte Branche im Land nach der Gesundheitswirtschaft.
 
Die Logistikbranche trägt nicht nur selbst einen großen Teil zu Wertschöpfung und Wohlstand des Landes bei, sondern befördert auch die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie- und Handelsunternehmen.

Logistikcluster NRW

Zur Unterstützung der Branche fördert die Landesregierung das Logistikcluster NRW. Kernziel der Clusteraktivitäten ist es, alle Kräfte in der Logistikwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zu bündeln und das Land zum Logistikstandort Nr.1 in Europa weiter zu entwickeln. Dazu zählen die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Logistikbranche, der Aufbau beziehungsweise die Pflege einer Logistik-Community in NRW, eine zielgerichtete Standortvermarktung des Landes und eine umfassende Flächenpolitik sowie die Generierung technologischer und wirtschaftlicher Zukunftsfelder. So richtet das Logistikcluster seine Aktivitäten in der laufenden Förderphase schwerpunktmäßig auf den Megatrend Digitalisierung aus und unterstützt gezielt Innovationen in diesem Bereich.
 
Elf Branchenarbeitskreise beschäftigen sich mit aktuellen Themen und Fragestellungen der Logistik. Die Branchenkreise sind die Arbeitsebene des Clusters. Hier werden konkrete Ergebnisse für die Logistik in NRW erarbeitet. Die Palette der Arbeitsschwerpunkte ist umfangreich: Sie reicht von der Chemielogistik über Handelslogistik, Personal in der Logistik, Schifffahrt und Häfen, bis hin zu Logistikimmobilien.
 
So erarbeitet der Branchenkreis LogistikImmobilien und -Flächen regelmäßig  das Ansiedlungshandbuch Logistik.NRW. Dieses informiert Planer, Wirtschaftsförderer, Politik und Fachöffentlichkeit über die Anforderungen, aber auch Möglichkeiten von Logistikansiedlungen. Es bietet einen Informations- und Argumentationsbaukasten zur Objektivierung von Meinungen zum Thema Logistik.

Innovationen und Leitmärkte

Für die Zukunft gilt es, den wachsenden Herausforderungen zu begegnen: Klimawandel, Ressourcenknappheit, demografischer Wandel und Fachkräftemangel, veränderte Konsummuster, Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft und wachsender Internethandel oder die zunehmende Globalisierung und Internationalisierung von Wertschöpfungsketten erfordern innovative Logistiksysteme.
 
Nordrhein-Westfalen ist Standort zahlreicher bedeutender Forschungseinrichtungen und Lehrstühle, die sich mit dem Thema Logistik beschäftigen, so zum Beispiel das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund, die RWTH Aachen, die Universität Duisburg-Essen, oder die Universität zu Köln.
 
Die Landesregierung konzentriert sich in ihrer Wirtschaftspolitik auf die Leitmärkte, in denen Nordrhein-Westfalen besondere Stärken und Spezialisierungsvorteile hat und die dem Ziel des ökologischen Umbaus zuzurechnen sind. Der Leitmarkt Mobilität und Logistik gehört dazu. Seit April 2015 läuft der Leitmarkt-Wettbewerb Mobilität und Logistik. Gefördert werden innovative Projekte aus den Themenbereichen „Innovative Mobilitätskonzepte/Logistikleistungen“ und „technologische Innovationen/Digitalisierung“. Im Frühjahr 2017 ist ein zweiter Wettbewerbsaufruf gestartet. Die erste Einrichungsfrist für Projektskizzen ist Ende November 2017 abgelaufen. Innovative Projektideen können allerdings noch in einer zweiten Einreichungsrunde bis zum 5. Oktober 2018 eingereicht werden.

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