Dienstleistungswirtschaft

Dienstleistungswirtschaft

Starke Industrie bietet gutes Umfeld für Dienstleister

Im traditionellen Industrieland Nordrhein-Westfalen gewinnt nach dem Bedeutungsverlust von Bergbau und Schwerindustrie der Dienstleistungssektor mit seinem steigenden Anteil an Sozialprodukt und Beschäftigung mehr und mehr an Gewicht.

Die Bedeutung des Dienstleistungsbereiches ist in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zehn Jahren in einem ähnlichen Maße gewachsen wie in Deutschland und Europa insgesamt. Die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich stieg in Nordrhein-Westfalen zwischen Juni 2008 und Juni 2018 um mehr als eine Million. Somit gehen fast 96 Prozent des gesamten Beschäftigungszuwachses zwischen Rhein und Ruhr auf das Konto des Dienstleistungssektors. Mit 72,5 Prozent arbeiten heute beinahe drei von vier Beschäftigten im Dienstleistungsbereich.

Aus der Vielfalt und dem breiten Spektrum der Dienstleistungswirtschaft sind insbesondere technologische, kreative und soziale Innovationen gefragt, die zu neuen Dienstleistungen für neue Märkte führen und sich durch gesellschaftlichen Nutzen auszeichnen. Viele Unternehmen erkennen dabei die Notwendigkeit, durch innovative Dienstleistungen sowohl bestehende Kunden enger an das Unternehmen zu binden, als auch gänzlich neue Kundengruppen und Märkte zu erschließen. 

Digitalisierung im Dienstleistungssektor

Auch der Dienstleistungssektor wird sich durch die Möglichkeiten der Digitalisierung grundlegend und nachhaltig verändern. Je nachdem, ob es sich um produkt-begleitende, personenbezogene oder wissensbasierte Dienstleistungen handelt, haben digitale Technologien unterschiedlichen Einfluss auf Geschäftsmodelle, Vertriebsstrategien oder Dienstleistungsprozesse. Die besonderen aktuellen Entwicklungen beispielsweise in der Wohnungswirtschaft (Flüchtlinge, Ver-städterung, Mietpreisbremse) sowie IKT (Sicherheit) bieten Dienstleistungs-unternehmen Chancen und stellen diese vor große Herausforderungen. Smart Services mit daten- und dienstebasierten Leistungsangeboten, wie beispielsweise mobile Anwendungen, Online-Portalen oder Sharing-Dienstleistungen, gewinnen ebenfalls zunehmend an Bedeutung.

Grenzüberschreitende Dienstleistungen

Der Anteil des Dienstleistungsexports am Gesamtexport steigt ebenfalls stetig. Durch die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie, die aktive Mitarbeit bei der Vereinheitlichung des EU-Binnenmarktes sowie die Aktivitäten und Maßnahmen der Außenwirtschaftsförderung durch die NRW.International GmbH und NRW.INVEST GmbH sollen der grenzüberschreitende Dienstleistungsexport weiterhin gefördert und verstärkt werden.

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