Dienstleistungswirtschaft

Dienstleistungswirtschaft

Starke Industrie bietet gutes Umfeld für Dienstleister

Der Dienstleistungssektor gewinnt mehr und mehr an Gewicht und steht für einen steigenden Anteil an Sozialprodukt und Beschäftigung. Nordrhein-Westfalen ist als traditionelles Industrieland eine der stärksten Industrieregionen Europas. Hier haben große Industrieunternehmen von Weltrang ebenso ihren Standort wie viele mittelständische Betriebe. Nach dem Bedeutungsverlust von Bergbau und Schwerindustrie in den 1970er Jahren durchläuft das Land jedoch einen ausgeprägten Strukturwandel.

1970 wurden noch 55,7 Prozent der Bruttowertschöpfung des Landes in der Industrie erarbeitet und nur 42,3 Prozent mit Dienstleistungen. Dieses Verhältnis hat sich bis 2015 mehr als umgekehrt:

  • Die Dienstleistungen dominieren beim Anteil an der Bruttowertschöpfung mittlerweile mit 72,1 Prozent im Vergleich zu 27,6 Prozent der Industrie
  • Rund 7 Millionen Menschen arbeiten in NRW in Dienstleistungsunternehmen
  • Das sind über drei Viertel der Arbeitsplätze. Seit 1970 ist die Zahl um mehr als eine Million gestiegen
  • In den vergangenen 25 Jahren sind im Dienstleistungssektor über 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze entstanden
  • Eine besondere Rolle spielen dabei die unternehmensnahen Dienstleister

Digitalisierung im Dienstleistungssektor

Auch der Dienstleistungssektor wird sich durch die Möglichkeiten der Digitalisierung grundlegend und nachhaltig verändern. Je nachdem, ob es sich um produktbegleitende, personenbezogene oder wissensbasierte Dienstleistungen handelt, haben digitale Technologien unterschiedlichen Einfluss auf Geschäftsmodelle, Vertriebsstrategien oder Dienstleistungsprozesse. Die besonderen aktuellen Entwicklungen beispielsweise in der Wohnungswirtschaft (Flüchtlinge, Verstädterung, Mietpreisbremse) sowie IKT (Sicherheit) bieten Dienstleistungsunternehmen Chancen und stellen diese vor große Herausforderungen. Smart Services mit daten- und dienstebasierten Leistungsangeboten, wie beispielsweise mobile Anwendungen, Online-Portalen oder Sharing-Dienstleistungen, gewinnen ebenfalls zunehmend an Bedeutung.

Grenzüberschreitende Dienstleistungen

Der Anteil des Dienstleistungsexports am Gesamtexport steigt ebenfalls stetig. Durch die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie und aktive Mitarbeit bei der Vereinheitlichung des EU-Binnenmarktes sowie die Aktivitäten und Maßnahmen der Außenwirtschaftsförderung durch die NRW.International GmbH sowie die NRW.INVEST GmbH sollen insbesondere auch der grenzüberschreitende Dienstleistungsexport weiterhin gefördert und verstärkt werden.

In diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen einen Blick in das Portal 21 empfehlen. Hier finden Sie die Rahmenbedingungen der grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung, Informationen unter anderem über Vertrags-, Gewährleistungs- und Insolvenzrecht in den EU-/EWR-Staaten. Ebenso können Sie sich über nationale Besonderheiten des ausländischen Dienstleistungsrechts informieren und erhalten Einblick in die jeweiligen Registrierungserfordernisse
und Versicherungspflichten.

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