Strukturwandel Rheinisches Revier

Bild des Benutzers Mareike Sassenscheidt
Gespeichert von Mareike Sassens... am 2. Januar 2020

Strukturwandel im Rheinischen Revier

Das Rheinische Zukunftsrevier zur Jahrhundertchance machen

Die am 6. Juni 2018 durch die Bundesregierung eingesetzte Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ hat sich auf eine schrittweise Beendigung der Kohleverstromung in Deutschland bis spätestens 2038 verständigt. Um den damit verbundenen Strukturwandel in den Kohleregionen langfristig zu gestalten und die notwendigen Strukturhilfen bereitzustellen, hat das Bundeskabinett am 22. Mai 2019 Eckpunkte zu einem Strukturstärkungsgesetz beschlossen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung setzt sich für eine Eins-zu-Eins-Umsetzung der Empfehlungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung ein.

Für das Rheinische Braunkohlerevier ist der beschleunigte Kohleausstieg eine enorme strukturpolitische Herausforderung. Zugleich bietet sich für das Rheinische Revier die Jahrhundertchance, zur europäischen Modellregion für Energieversorgungs- und Ressourcensicherheit zu werden. Das Ziel ist es, für die sinkende bzw. wegfallende Wertschöpfung aus der Kohle adäquaten Ersatz bei Wertschöpfung und Beschäftigung zu schaffen. Mit der Zukunftsagentur Rheinisches Revier existiert in der Region ein zentraler Knotenpunkt zur Steuerung und Koordinierung des Strukturwandels. 

Das Rheinische Revier hat sich mit vielfältigen Aktivitäten bereits auf den Weg gemacht. Es begegnet den Herausforderungen des Strukturwandels mit einer stärkenorientierten Wirtschaftsförderungsstrategie und setzt auf Leitbilder, die die Kompetenzen des Reviers nutzen. Aus der Region sind folgende Zukunftsfelder für die Arbeit der kommenden Jahre identifiziert worden:

  • Energie und Industrie: Das Rheinische Revier soll sich als Energierevier der Zukunft positionieren und ein Modellstandort im künftigen Energiesystem werden.
  • Innovation und Bildung: Das Revier soll eine wegweisende Kultur für Gründung und Wachstum durch systematischen Wissens- und Technologietransfer entwickeln („Innovation Valley Rheinland“).
  • Ressourcen und Agrobusiness: Die Region entwickelt sich zu einer Modellregion für geschlossene Stoffkreisläufe und Kreislaufwirtschaft, die neue Wertschöpfungen im Bereich der Bioökonomie etabliert.
  • Raum und Infrastruktur: Eine Neuordnung und -gestaltung des Raums und die Weiterentwicklung der Siedlungen als ORTE DER ZUKUNFT in einem MOBILITÄTSREVIER DER ZUKUNFT soll mit dem Anspruch verknüpft werden, wegweisende Schritte in eine innovative und klimafreundliche Zukunft mit hoher Lebensqualität zu gehen. 

Eine Internationale Bau- und Technologieausstellung Rheinisches Zukunftsrevier soll als Klammer und Schaufenster die Maßnahmen in den Zukunftsfeldern präsentieren.
Das Land Nordrhein-Westfalen wird die Region weiterhin intensiv begleiten und mit zahlreichen Maßnahmen unterstützen. Denn sicher ist: Damit aus den Herausforderungen des Kohleausstiegs eine Jahrhundertchance für das Rheinische Revier wird, bedarf es eines intensiven Engagements aller beteiligten Akteure.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen