Energiesystem der Zukunft

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 8. Januar 2018

Energiesystem der Zukunft

Die Klimaschutzziele von Paris geben es vor: Bis zur zweiten Hälfte des Jahrhunderts muss auch Nordrhein-Westfalen weitgehend treibhausgasneutral wirtschaften. Um dies zu erreichen gilt es, die Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme/Kälte sowie im Bereich Mobilität und der Industrie Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umzustellen.

Die Herausforderung dabei: Das Energiesystem der Zukunft muss genauso stabil sein und eine hohe Versorgungsicherheit gewährleisten, so wie es auch heute der Fall ist – auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Das Thema Flexibilisierung des Energiesystems gewinnt daher an Bedeutung, um Stromerzeugung und -verbrauch jederzeit im Gleichgewicht zu halten. Zudem gilt es, die verschiedenen Sektoren stärker miteinander zu verknüpfen, um den erneuerbar erzeugten Strom auch für die Wärmeversorgung, die Mobilität sowie den Industriesektor zu nutzen. Dem bedarfsgerechten Um- und Ausbau der Energieinfrastrukturen (Netze und Speicher) kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Ein wichtiger Treiber ist hierbei auch die Digitalisierung.

Wasserstoff als Energieträger der Zukunft

In einem künftigen treibhausgasneutralen Energiesystem werden für die Energie- und Rohstoffversorgung Strom aus Erneuerbaren Energien und Wasserstoff sowie synthetische Gase und Kraftstoffe in großen Mengen benötigt. Wasserstoff als ein wichtiger Energieträger aber auch als Speichermedium kann z.B. durch Elektrolyse aus erneuerbarem Strom gewonnen und im Verkehrs-, Wärme- und Industriesektor genutzt werden sowie als Langzeitspeicher für eine anschließende Rückverstromung dienen. Zudem ist er Ausgangsstoff für synthetische Gase und Kraftstoffe, wie Methan oder Methanol.

Innovative Ansätze sind notwendig

Diese Veränderungen beinhalten große Herausforderungen sowohl für die Wirtschaft als auch für die Verbraucher und die Gesellschaft, denn das Energiesystem der Zukunft muss sicher, wirtschaftlich sowie klima- und umweltverträglich sein. Damit dies gelingt, sind Innovationen und technische Neuerungen unverzichtbar. Wirtschaft und Gesellschaft müssen zusammen mit Wissenschaft und Forschung neue innovative Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln, die den Ansprüchen an ein treibhausgasneutrales Energiesystem gerecht werden.

Aktive Rolle der Landesregierung im europäischen Verbund

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen bekennt sich zum Abkommen von Paris und wird den eingeschlagenen Transformationsprozess hin zu einem klimaverträglichen Energiesystem der Zukunft aktiv mitgestalten. Diese Transformationsprozesse sind jedoch nicht auf Nordrhein-Westfalen und Deutschland beschränkt. Nur gemeinsam im europäischen Verbund können die Herausforderungen sinnvoll und effizient angegangen werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien kommt weltweit schnell voran und neben den EU-Staaten stellen sich auch viele andere Länder wie China und Indien der globalen Herausforderung, die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen und ein treibhausgasneutrales Energiesystem zu schaffen.

Weitere Informationen:

  • Um die klimarelevanten und ökonomischen Potenziale von Wasserstoff in einem zukünftigen Energiesystem zu untersuchen, hat das MWIDE eine „Wasserstoffstudie NRW“ beauftragt: Wasserstoffstudie Nordrhein-Westfalen (pdf, 6,47 MB)
  • Im Rahmen des Projekts Designetz wird ein sicheres, flexibles und effizientes Energiesystem der Zukunft über Bundesländergrenzen hinweg erprobt: SINTEG-Projekt Designetz

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