Wirtschaft in NRW

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 18. November 2016

Wirtschaft in NRW

Qualifizierte Arbeitskräfte, leistungsfähige Infrastruktur, hochwertige Gewerbeflächen: Nordrhein-Westfalen bietet bedeutende Standortvorteile

Nordrhein-Westfalen ist das wirtschaftlich stärkste Land der Bundesrepublik: Im Jahr 2018 hat NRW ein Bruttoinlandsprodukt von rund 705 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im internationalen Vergleich wird die Bedeutung Nordrhein-Westfalens als Wirtschaftsstandort besonders deutlich. Gemessen an der Wirtschaftsleistung liegt NRW vor der Schweiz, Schweden, Polen und Belgien.

Ein maßgeblicher Faktor für die wirtschaftliche Stärke und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Nordrhein-Westfalen ist die geografisch günstige Lage. Hier kreuzen sich die beiden großen europäischen Verkehrsrouten: die Nord-Süd-Achse zwischen Südwestengland und Norditalien sowie die West-Ost-Achse zwischen Rotterdam und den dynamischen Ländern Osteuropas. Im Umkreis von 500 Kilometern um die Landeshauptstadt Düsseldorf leben rund 160 Millionen Menschen – das entspricht  mehr als 30 Prozent der Gesamtbevölkerung der Europäischen Union. Darüber hinaus bietet NRW weitere entscheidende Standortvorteile. Neben einer hervorragenden Infrastruktur verfügt Nordrhein-Westwalen über zahlreiche freie und hochwertige Gewerbeflächen und -immobilien, hoch qualifizierte Akademiker und Fachkräfte sowie eine innovative Unternehmenslandschaft.

Wachsende Dienstleistungsbranche

Nordrhein-Westfalen hat seine starke wirtschaftliche Position über viele Jahrzehnte ausgebaut. Das ist nicht selbstverständlich, denn seit Beginn der 1960er-Jahre befindet sich das Land in einem Strukturwandel. Von einer traditionell von Bergbau und Industrie geprägten Region entwickelt sich Nordrhein-Westfalen zu einem modernen Dienstleistungsstandort. Im Jahr 2018 waren über sieben Millionen Erwerbstätige im Dienstleistungssektor beschäftigt. Im Vergleich zu 1970 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen damit mehr als verdoppelt.  Zugleich hat sich die Zahl der Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe nahezu halbiert. Im Jahr 2018 waren noch rund zwei Millionen Erwerbstätige in diesem Wirtschaftsbereich beschäftigt.

Doch nicht nur die Größenverhältnisse der Sektoren haben sich verändert. Vielmehr haben sich auch die Verflechtungs- und Austauschbeziehungen zwischen der Industrie und dem Dienstleistungssektor intensiviert. Beispielsweise haben sich hier zahlreiche unternehmensnahe und industrieorientierte Dienstleistungsanbieter angesiedelt. Dazu gehören Arbeitsbereiche wie Design, Logistik, Forschung und Entwicklung, Wartung und Entsorgung. Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung ist dabei eine wichtige Voraussetzung für die Innovationskraft des Standortes. Ein dicht geknüpftes Netz von exzellenten Forschungseinrichtungen aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Technologiezentren bietet dabei die besten Voraussetzungen.

Wissensfabrik NRW

Für neues Know-how sorgen in diesem Land zahlreiche Forschungsstätten. In keiner anderen Region Europas gibt es so viele wissenschaftliche Einrichtungen auf so engem Raum. Dazu zählen unter anderem 70 Universitäten und Fachhochschulen, 14 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, 12 Max-Planck-Institute und mehr als 50 an den Hochschulen angesiedelte Forschungseinrichtungen. Die Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen bilden derzeit 760.000 Studierende aus und zählen mit rund 147.000 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern des Landes.

Grunddaten zu Konjunktur, Außenwirtschaft, Arbeitsmarktentwicklung und anderen Themen finden Sie unter Daten und Fakten.

Unterstützung für Unternehmen

Das Land NRW bietet zahlreiche Förderangebote für Unternehmen - ob bei der Gründungsphase, bei der Markteinführung von Produkten, für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), bei der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, für Energieeffizienz oder Elektromobilität und vieles mehr. Das breit gefächerte Angebot der landeseigenen NRW.BANK finden Sie in der "Produktsuche". 

Wirtschaftsspionage und Plagiate

Immer öfter stehen Unternehmen vor der Situation, dass Fälschungen ihrer Produkte in Umlauf gebracht werden. Waren in der Vergangenheit vor allem Luxusgüter Ziel der Produktpiraten, so sind zunehmend auch Investitionsgüter, gerade von deutschen Unternehmen hergestellte Technologiegüter wie Motorsägen, Autoersatzteile, komplette Maschinen oder sogar ganze Industrieanlagen betroffen. Um diese Entwicklung effektiv zu bekämpfen und den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen zu stärken, hat die Landesregierung eine "Vereinbarung über die Sicherheitspartnerschaft Nordrhein-Westfalen gegen Wirtschaftsspionage und Wirtschaftskriminalität" geschlossen.

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