Energieversorgungs-Strategie NRW

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 10. Juli 2019

Energieversorgungsstrategie Nordrhein-Westfalen

Zentrales Anliegen der Energieversorgungsstrategie Nordrhein-Westfalen ist es, unser Land als einen modernen und umweltfreundlichen Energie- und Wirtschaftsstandort zu stärken. Eine sichere Energieversorgung ist hierfür unersetzlich. Neben der netzseitigen Versorgungssicherheit werden in Nordrhein-Westfalen hierfür moderne und hocheffiziente gasgefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen ein zentraler Baustein sein. Das gleiche gilt für den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie von Speichern, die unverzichtbare Systemdienstleitungen zur Sicherstellung der Energieversorgung bereitstellen.

Die Energieversorgungsstrategie setzt energiepolitische Schwerpunkte und identifiziert wesentliche strategische Handlungsfelder, aus denen sich konkrete Maßnahmen und Forderungen ergeben. Das Ziel der Landesregierung ist es, auch unter veränderten nationalen sowie internationalen Rahmenbedingungen und Herausforderungen die Balance aus sicherer, wirtschaftlicher sowie klima- und umweltverträglicher Versorgung mit Energie zu gewährleisten. Hierzu sollen vorhandene Stärken und Standortvorteile bestmöglich genutzt werden, um Nordrhein-Westfalen als Energie- und Wirtschaftsstandort zu stärken.

Zentrale Zielsetzungen der Strategie:

  • Bis 2030 strebt die Landesregierung ein starkes Wachstum bei Erneuerbaren Energien an: So soll die vorhandene installierte Leistung auf 10,5 Gigawatt Wind und 11,5 Gigawatt Photovoltaik verdoppelt werden. Bis 2050 soll die Energieversorgung vorrangig über Wind, Photovoltaik, Gaskraftwerke in Kraft-Wärme-Kopplung, Geothermie und grünen Wasserstoff gesichert werden.
  • Zusätzlich bedarf es weiterer Anstrengungen beim Netzausbau sowieeiner Umstellung der Sektoren Mobilität und Wärme auf weitgehende Klimaneutralität. Hierfür müssen die Bedingungen für die Sektorenkopplung verbessert werden, zum Beispiel durch die Einführung einer aufwandsneutralen CO2-Bepreisung.
  • Strom muss bezahlbar bleiben: Um die hohen Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher zu reduzieren, setzt sich die Landesregierung für eine deutliche Senkung der Stromsteuer ein. Zur Entlastung der produzierenden energieintensiven Industrie setzt sich die Landesregierung außerdem auf EU-Ebene für eine umfassende Strompreiskompensation ein.

Die Energieversorgungsstrategie ist die Richtschnur Nordrhein-Westfalens zur Gestaltung einer nachhaltigen Energieversorgung, insbesondere in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität. Nordrhein-Westfalen leistet hiermit auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele von Paris.

Landesregierung veröffentlicht Video zur Digitalisierung des Energiesystems am Beispiel Smart Metering und E-Mobility

Akzeptanzprobleme gehören zu den zentralen Herausforderungen der Energiewende. Um mehr Transparenz und Verständnis in den Prozess der Digitalisierung der Energiewende zu bringen und den Verbraucherinnen und Verbrauchern den Mehrwert digitaler Technologien zu verdeutlichen, hat die Landesregierung ein Video veröffentlicht, das die bevorstehende bzw. schon begonnene Digitalisierung der Energiewelt erklärt. Ziel ist es, dass alle Bürgerinnen und Bürger animiert werden, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Das Video finden Sie hier auf dem Youtube-Kanal von ElektroMobilität NRW.

Sonnenenergie für die Autobahnpolizeiwache in Mönchengladbach

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) hat im Rahmen des geplanten Photovoltaik-Ausbaus die erste Anlage auf der Autobahnpolizeiwache in Mönchengladbach errichtet. Die 48 Module der 185 m² großen Photovoltaik-Anlage erzeugen rund 15.000 kWh Strom pro Jahr. Die Autobahnpolizei erzeugt somit ein Fünftel ihres jährlichen Strombedarfs aus selbst produziertem, umweltfreundlichen Strom. Mittelfristig sollen 1 Million Kilowattstunden jährlich vom BLB NRW zugebaut werden. Weitere Infos zum aktuellen Projekt finden Sie hier: https://www.blb.nrw.de/presse/pressemeldungen/pressedetails/sonnenenergie-fuer-die-autobahnpolizeiwache-in-moenchengladbach

NRW macht sich im Bundesratsverfahren für Anpassungen beim Kohleausstiegsgesetz stark

Am 11. März 2020 wurde der Gesetzentwurf zum Kohleausstieg im Bundesratsplenum behandelt. Nordrhein-Westfalen hat sich im Zuge der Befassung erfolgreich dafür eingesetzt, Nachbesserungen bei den Regelungen zur Stilllegung von Steinkohlekraftwerken, verbindliche Entlastungen beim Strompreis, wirksamere Anreize für Investitionen in die Umrüstung der KWK-Anlagen, eine Weiterentwicklung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes und die Aufhebung des 52 GW-Förderdeckels für Photovoltaikanlagen einzufordern. Ausdrücklich betont der Bundesrat in seiner Stellungnahme die Notwendigkeit der Sozialverträglichkeit der Stilllegung der Kohlekraftwerke. Weitere Informationen zum Inhalt der Beschlüsse im Bundesrat erhalten Sie hier.

Landesregierung setzt den Dialog im Rahmen der Energieversorgungsstrategie NRW zum Ausbau der erneuerbaren Energien fort

Der technologieoffene, effiziente und systemintegrative Ausbau der erneuerbaren Energien ist das Kernelement der Energiepolitik der Landesregierung. Bereits heute belegt Nordrhein-Westfalen im Bundesländervergleich den dritten bzw. vierten Platz bei der installierten Anlagenleistung von Photovoltaik bzw. Windenergie in Deutschland. Bis 2030 wird ein starkes Wachstum der installierten Leistung auf 10,5 GW Windenergie und 11,5 GW Photovoltaik angestrebt. „Im bevölkerungsreichsten Bundesland ist der Erhalt der Akzeptanz für diese Ausbaudynamik eine große Herausforderung, an der wir gemeinsam arbeiten müssen,“ so Minister Pinkwart.

Einen Grundstein zur strategischen Ausrichtung einer klimaverträglichen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung hat die Landesregierung im letzten Sommer mit der Energieversorgungsstrategie NRW gelegt. Seitdem ist viel passiert – auch beim verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen. Den Dialog mit der Branche, der schon während der Erarbeitung der Gesamtstrategie angestoßen wurde, hat Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart im Rahmen der Gesprächsrunde „Erneuerbare Energien“ am 28. Februar 2020 wie angekündigt weiter vertieft. Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden und Initiativen wurden bisher angestoßene Aktivitäten und Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien vorgestellt und Schwerpunkte der weiteren zukünftigen Ausrichtung diskutiert.

Minister Pinkwart: „Für eine klimaverträgliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung müssen wir die Potenziale der erneuerbaren Energien weiter ausschöpfen. Hierzu haben wir in unserer Energieversorgungsstrategie die Kernelemente in einem breit getragenen Prozess erarbeitet. Dieses setzen wir nun konsequent in konkrete Maßnahmen um. Dazu gehört auch, dass wir uns mit allen Stakeholdern in Nordrhein-Westfalen zusammenschließen, um den EE-Ausbau zu stärken. Hierzu werden wir auch alle verstärkt zusammenarbeiten, was ich sehr begrüße.“

Solar-Offensive bei landeseigenen Gebäuden

Nordrhein-Westfalen geht mit Vorbildwirkung an den Ausbau der Erneuerbaren. Nach dem Beschluss des Landeskabinetts zum Ausbau der Photovoltaik wurden laut Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) NRW, bislang 80 Pilotgebäude wie Gerichte, Finanzämter und Polizeiwachen für die Startphase ausgewählt. Die ersten Anlagen sollen bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres realisiert werden. Durch die Inbetriebnahme der 80 Anlagen wird die Stromproduktion im ersten Schritt um rund eine Million Kilowattstunden steigen. In den kommenden Jahren sollen die vorhandenen Potenziale sukzessive weiter ausgebaut werden.

Bundesrat beschließt auf Antrag von Nordrhein-Westfalen bessere Rahmenbedingungen für die Windenergie

Auf Antrag von Nordrhein-Westfalen hat der Bundesrat einstimmig Veränderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefordert, um den Windkraftausbau zu beschleunigen. Ziel des Gesetzentwurfs ist, massive finanzielle Unsicherheiten für Projektierer von Windenergieanlagen zu beseitigen. Die stark gestiegene Anzahl von Klagen sind ein Hemmnis für die Teilnahme am EEG-Ausschreibungsverfahren, da Projektentwicklern bei Verzögerungen Strafzahlungen und Einschnitte bei der Vergütung drohen. Die Pressemitteilung dazu finden Sie hier.

Energiedaten für NRW neu aufbereitet und dargestellt

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV) hat im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW alle verfügbaren Energiedaten in einem neuen Online-System zusammengefasst. Auf der Internetseite www.energiedaten.nrw.de sind mehr als 80 Diagramme und Tabellen dargestellt, die die Entwicklungen von der Energiebereitstellung bis zum Energieverbrauch in NRW aufzeigen und so den Stand der Energiewende in NRW dokumentieren. Für die Bereiche Strom, Wärme, Verkehr, Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Treibhausgasemissionen liegen Zeitreihen in der Regel ab 1990 vor. Rahmendaten zur Bevölkerungsentwicklung, Erwerbstätigkeit oder Fahrzeugbeständen helfen, die Entwicklung der Energiewende in NRW in einen Kontext einzuordnen. Weitere Infos und Links finden Sie hier.

Das Entfesselungspaket V erleichtert den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen

Mit dem fünften Entfesselungspaket hat die Landesregierung NRW am 17. Dezember 2019 Maßnahmen zur Beschleunigung und Vereinfachung von Verfahren beim Ausbau der Erneuerbaren Energien auf den Weg gebracht. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Potenzialstudie zur Nutzung industrieller Abwärme

Der Wärmesektor ist ein wichtiger Schlüssel zum Erreichen der Energie- und Klimaschutzziele. Abwärmenutzung kann dabei einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Nah- und Fernwärmeversorgung leisten. Am 23. September 2019 wurde dazu die Potenzialstudie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) zur Nutzung von industrieller Abwärme veröffentlicht. Weitere Information zur Studie und die Dokumente zum Download finden Sie hier.

Wirtschaftsministerium beteiligt sich an Konsultation zum Nationalen Energie- und Klimaplan

Bis zum 2. August 2019 wurde der Entwurf des Nationalen Energie- und Klimaplans für Deutschland durch das Bundeswirtschaftsministerium konsultiert. Dieser wurde auf Grundlage der EU-Governance-Verordnung erstellt, die die Mitgliedstaaten bis Ende 2019 zur Erstellung der Pläne verpflichtet. Auch das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat sich an der Konsultation beteiligt. Der nordrhein-westfälische Beitrag sowie alle weiteren Eingaben sind hier online abrufbar.

Studie des EWI Köln zu Industriestrompreisen wird veröffentlicht

Am 27. August 2019 wurde ein im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen erstellte Gutachten des Energiewirtschaftlichen Instituts Köln veröffentlicht. Das EWI untersuchte darin die Auswirkungen eines Kohleausstiegs bis 2038. Hierfür wurden die Entwicklungen eines Referenzszenarios mit denen des Kohleausstiegsszenarios verglichen. Aufbauend auf dieser Analyse und weiterführenden Recherchen erfolgte ein internationaler Vergleich der Strompreise für ausgewählte stromintensive Industrien. Die Studie ist hier abrufbar. Die zugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

NRW-Botschafter bringen die E-Mobilität voran

Vom Forscher bis zum Gründer und Vordenker: Viele spannende Akteure aus der E-Branche zeigen „Flagge“ für die E-Mobilität in NRW. Sie sind genauso von der Elektromobilität überzeugt wie wir? Oder haben gerade ein spannendes E-Start Up gegründet? Dann unterstützen Sie unsere Kampagne und werden NRW-Botschafter für die Elektromobilität. Weitere Infos finden Sie hier.

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