Handwerkspolitik

Die große wirtschaftliche Bedeutung von Mittelstand und Handwerk erfordert Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der vornehmlich kleineren Handwerksbetriebe stärkt.

Aufgabe der Handwerkspolitik ist es daher, die die bestehenden handwerklichen Strukturen und den außerordentlichen Einsatz für die Ausbildung zu stärken, sowie den Übergang in das digitale Zeitalter zu unterstützen.

Aufgrund seiner Innovationskraft, seinem hohen Engagement im Bereich Ausbildung und Qualifizierung sowie seiner regionalen Verankerung, trägt das nordrhein-westfälische Handwerk mit seinen über 190.000 zumeist inhabergeführten Betrieben entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg und einem gesellschaftlichen Miteinander unseres Landes bei.

Mit einer zukunftsgewandten und wirkungsstarken Wirtschafts- und Handwerksförderung ist die Landesregierung Partner eines starken Handwerks. Das hauptsächliche Augenmerk liegt dabei auf der Stärkung und Unterstützung von Digitalisierung, beruflicher Bildung, Gründungskultur und Fachkräftesicherung.

Durch die konsequente Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission „Zukunft von Handwerk und Mittelstand“ hat sich die Handwerkspolitik zu einer Querschnittsaufgabe entwickelt, zu deren Gelingen die gesamte Landesregierung beiträgt.

Handlungsempfehlungen Enquete-Kommission „Zukunft von Handwerk und Mittelstand“

Von 2015 bis 2017 hat sich der Landtag Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Enquetekommission mit der Zukunft von Handwerk und Mittelstand beschäftigt.

Der Abschlussbericht mit insgesamt 171 Empfehlungen wurde einstimmig verabschiedet. Die aktuelle Landesregierung hat die Handlungsempfehlungen aufgegriffen und zur Grundlage ihrer Handwerkspolitik gemacht. Von den 171 Empfehlungen der Enquetekommission „Zukunft von Handwerk und Mittelstand in NRW“, sind 90 Prozent ganz oder teilweise umgesetzt worden.

Für die Begleitung der Umsetzung der Handlungsempfehlungen haben die Handwerksorganisationen und die Landesregierung ein regelmäßiges „Spitzengespräch Handwerk NRW“ verabredet, das gemeinsam gegenüber der Öffentlichkeit und dem Parlament berichtet. Gemeinsam verantworten sie die Berichte zum Stand der Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Enquetekommission. Der erste Sachstandsbericht wurde im März 2018 vorgelegt (Landtags-Drucksache 17/745), der zweite Bericht folgte im März 2019 (Landtags-Drucksache 17/1950), der dritte im März 2020 (Landtags-Drucksache 17/3237).

Der Abschlussbericht erschien am 18. November 2021. Der gemeinsame Bericht von Landesregierung und Handwerksorganisationen zieht ausführlich Bilanz und stellt sich den Perspektiven für eine Handwerkspolitik der Zukunft.

Hier finden Sie den Bericht als lesefreundliches E-Paper oder zum Download: 
Perspektiven für das Handwerk in Nordrhein-Westfalen