Handwerkspolitik

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Handwerkspolitik

Das Handwerk in Nordrhein-Westfalen umfasst rund 188.000 Handwerksbetriebe (2016) und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 119,1 Milliarden Euro. Damit zählt etwa jedes vierte Unternehmen zum Handwerk. Dort sind über 1,1 Millionen Mitarbeiter beschäftigt. Das Handwerk bietet mehr als 100 handwerkliche und über 200 sonstige Ausbildungsberufe an. Die rund 81.000 Auszubildenden des Handwerks repräsentieren insgesamt fast ein Drittel aller Auszubildenden in Nordrhein-Westfalen. Das Handwerk ist überproportional stark in der Berufsausbildung engagiert und daher ein wichtiger Partner der Landesregierung im dualen System.

Ebenso ist das Handwerk ein bedeutender Motor der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamik in Nordrhein-Westfalen. Die Energiewende ist ohne das Handwerk schwer denkbar: die Handwerksbetriebe informieren und beraten Unternehmen und Privathaushalte über energiesparende Neuerungen sowie installieren, warten und reparieren diese.

Mindestens 30 Gewerke sind mit der Gewinnung, der effizienten Nutzung und der Einsparung von Energie befasst. Das Spektrum reicht von B wie Brunnenbauer bis Z wie Zimmerer. Bei den A- und B1-Berufen des Handwerks (Vollhandwerk und zulassungsfreies Handwerk) sind das mehr als 85.000 Betriebe – fast jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW.

Handwerksinitiative festigt Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und Handwerksorganisationen

Handwerksförderung ist eine zentrale Aufgabe der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik in Nordrhein-Westfalen. Die Handwerksunternehmen leisten zum Beispiel einen stetigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur flächendeckenden Umsetzung der Energiewende. Die seit Jahren bewährte Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und den Handwerksorganisationen wurde mit der Handwerksinitiative weiter ausgebaut und verfestigt.

Die Handwerksinitiative startete 2011 mit der „Handwerksinitiative 1.0“, die einen 9-Punkte-Plan u.a. zur Durchführung von Maßnahmen zur Gründung und zur Professionalisierung der Handwerksunternehmen umfasste. Es wurde die Verabredung getroffen, zukünftig bestehende Handlungsansätze gemeinsam fortzuentwickeln und durch erforderliche neue zu ergänzen.

Ab 2012 griff die Landesregierung die Verabredungen mit dem Handwerk auf und setzte sie unter dem Dach der „Handwerksinitiative 2.0“ fort. Dabei wurden u.a. auch die Themen Stärkung der Fachkräfteperspektive (Fortführung der Meistergründungprämie, Einführung des Meistertags), Aufwertung des Ehrenamtes (Einführung Treffpunkte Ehrenamt) sowie Stärkung der Designkompetenz im Handwerk (Neuausrichtung Staatspreis manu factum) aufgegriffen. Mit dem „Handwerksbericht der Landesregierung Nordrhein-Westfalen“ wurden in 2016 erstmals sämtliche Förderungen und Unterstützungsleistungen des Landes für das Handwerk systematisch erfasst und der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bericht soll jährlich fortgeschrieben werden.

"Zukunft von Handwerk und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen gestalten“

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat im März 2017 den Bericht der Enquete-Kommission „Zukunft von Handwerk und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen gestalten“ einstimmig beschlossen. Der „Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen 2017-2022“ greift die Handlungsempfehlungen des Enquete-Berichts auf und macht sie zur Grundlage für die künftige Handwerkspolitik der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen.
 

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