Handwerkspolitik

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 1. Februar 2016

Handwerkspolitik

Das Handwerk in Nordrhein-Westfalen umfasst rund 189.000 Handwerksbetriebe (2015) und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 116,4 Milliarden Euro. Damit zählt etwa jedes vierte Unternehmen zum Handwerk. Dort sind über 1,1 Millionen Mitarbeiter beschäftigt.

Das Handwerk bietet mehr als 100 handwerkliche und über 200 sonstige Ausbildungsberufe an. Die rund 81.000 Auszubildenden des Handwerks repräsentieren insgesamt fast ein Drittel aller Auszubildenden in Nordrhein-Westfalen. Das Handwerk ist überproportional stark in der Berufsausbildung engagiert und daher ein wichtiger Partner der Landesregierung im dualen System.

Ebenso ist das Handwerk ein bedeutender Motor der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamik in Nordrhein-Westfalen. Die Energiewende ist ohne das Handwerk schwer denkbar: die Handwerksbetriebe informieren und beraten Unternehmen und Privathaushalte über energiesparende Neuerungen sowie installieren, warten und reparieren diese.
Mindestens 30 Gewerke sind mit der Gewinnung, der effizienten Nutzung und der Einsparung von Energie befasst. Das Spektrum reicht von B wie Brunnenbauer bis Z wie Zimmerer. Bei den A- und B1-Berufen des Handwerks sind das mehr als 85.000 Betriebe – fast jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW.

Handwerksinitiative

Handwerksförderung ist eine zentrale Aufgabe der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik in Nordrhein-Westfalen. Die Handwerksunternehmen leisten zum Beispiel einen stetigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur flächendeckenden Umsetzung der Energiewende. Die seit Jahren bewährte Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und den Handwerksorganisationen wurde mit der Handwerksinitiative weiter ausgebaut und verfestigt.

Die Handwerksinitiative startete 2011 mit der „Handwerksinitiative 1.0“, die einen 9-Punkte-Plan u.a. zur Durchführung von Maßnahmen zur Gründung und zur Professionalisierung der Handwerksunternehmen umfasste. Es wurde die Verabredung getroffen, zukünftig bestehende Handlungsansätze gemeinsam fortzuentwickeln und durch erforderliche neue zu ergänzen.

Mit dem Koalitionsvertrag 2012-2017 greift die Landesregierung die Verabredungen mit dem Handwerk auf und setzt sie unter dem Dach der „Handwerksinitiative 2.0“ fort. Dabei wurden u.a. auch die Themen Stärkung der Fachkräfteperspektive (Fortführung der Meistergründungprämie, Einführung des Meistertags), Aufwertung des Ehrenamtes (Einführung Treffpunkte Ehrenamt) sowie Stärkung der Designkompetenz im Handwerk (Neuausrichtung Staatspreis manu factum) aufgegriffen.

Der Wirtschafts- und Handwerksminister in Nordrhein-Westfalen steht zudem im kontinuierlichen Dialog mit allen Handwerkskammern sowie vielen Organisationen und Unternehmen des Handwerks. Dadurch sind die Belange des Handwerks innerhalb der Politik der Landesregierung präsenter als je zuvor. Ebenso wurde die handwerksorientierte Kommunikation mit den anderen Landesressorts verstärkt, um innerhalb der Landesregierung und in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die handwerksrelevante Politik zu intensivieren. Ein Ergebnis dieser Bestrebungen ist der Handwerksbericht, den die Landesregierung erstmalig in 2016 vorlegt.

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