Handwerkspolitik

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 1. Februar 2016

Handwerkspolitik

Handwerkspolitik ist mehr als Handwerkförderung

Das Handwerk in Nordrhein-Westfalen umfasst rund 188.000 Handwerksbetriebe (2016) und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 119,1 Milliarden Euro. Damit zählt etwa jedes vierte Unternehmen zum Handwerk. Dort sind über 1,1 Millionen Mitarbeiter beschäftigt. Das Handwerk bietet mehr als 100 handwerkliche und über 200 sonstige Ausbildungsberufe an. Die rund 81.000 Auszubildenden des Handwerks repräsentieren insgesamt fast ein Drittel aller Auszubildenden in Nordrhein-Westfalen. Das Handwerk ist überproportional stark in der Berufsausbildung engagiert und daher ein wichtiger Partner der Landesregierung im dualen System.

Ebenso ist das Handwerk ein bedeutender Motor der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamik in Nordrhein-Westfalen. Als traditionell innovative, kreative und kundennahe Branche nimmt das vielfältig ausprägte Handwerk im Digitalisierungsprozess des Mittelstandes eine Schrittmacherfunktion ein. Auch die Die Energiewende ist ohne das Handwerk schwer denkbar. Mit seinem Engagement und der Bereitschaft zur Ausbildung und Qualifizierung junger Flüchtlinge und von Menschen mit Einwanderungsgeschichte ist das Handwerk ein wichtiger Partner für eine gelingende Integrationspolitik.

Aufgabe der Handwerkspolitik ist es, zukunftsweisende Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die bestehenden handwerklichen Strukturen mit ihrer Kultur und Tradition des Familienunternehmens, des Ehrenamtes, dem außerordentlichen Einsatz für die Ausbildung und der praktischen Umsetzung der Energiewende in Haushalten und Unternehmen erhalten bleiben und gleichzeitig der Übergang in das digitale Zeitalter gelingen kann.

Die Landesregierung hat daher die Handlungsempfehlungen des Enquete-Berichts „Zukunft von Handwerk und Mittelstand“ aus dem Jahr 2017 aufgegriffen und zur Grundlage ihrer künftige Handwerkspolitik gemacht. Dies gilt insbesondere für die Förderung von Innovationen und der Digitalisierung im Handwerk, die Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit von Berufsausbildung und Studium sowie die Stärkung der Fachkräftesicherung und der Qualifizierung.

Für die Begleitung der Umsetzung der Handlungsempfehlungen haben die Handwerksorganisationen und die Landesregierung die Einrichtung des Dialogs „Spitzengespräch Handwerk NRW“ verabredet, dem auch die Berichterstattung gegenüber Öffentlichkeit und Parlament obliegt.

 

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