Zwischenlagerung

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Zwischenlagerung

Vor ihrer Endlagerung in tiefen geologischen Formationen müssen abgebrannte/bestrahlte Brennelemente einige Jahre zwischengelagert werden, damit die Nachzerfallswärme ausreichend abklingen kann. Zwischenläger für Kernbrennstoffe bedürfen einer Genehmigung nach Atomgesetz, welche durch das dafür zuständige Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit erteilt werden. In NRW gibt es zwei Zwischenläger für Kernbrennstoffe. Zum einen das AVR-Behälterlager am Standort des Forschungszentrums Jülich und das Transportbehälterlager in Ahaus. Das Wirtschaftsministerium ist zuständig für die atomrechtliche Aufsicht über die beiden Zwischenlager.

AVR-Behälterlager Jülich:

Im AVR-Behälterlager am Standort des Forschungszentrums Jülich (FZJ) werden die abgebrannten Brennelemente aus dem Betrieb des stillgelegten Jülicher Atomversuchsreaktors AVR in 152 Brennelementbehältern der Bauart CASTOR® THTR/AVR zwischengelagert.

Die Aufbewahrungsgenehmigung nach § 6 Atomgesetz für diese Lagerung endete am 30.06.2013. Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) – seinerzeit die Forschungszentrum Jülich GmbH – hat eine Verlängerung dieser Aufbewahrungsgenehmigung beim zuständigen Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) beantragt. Das Genehmigungsverfahren konnte bisher nicht beendet werden.

Zwischenzeitlich wurde der JEN durch die Anordnung des MWEIMH vom 02.07.2014 auferlegt, die Kernbrennstoffe aus dem AVR-Behälterlager zu entfernen und einem zum Besitz berechtigten zuzuführen. Die Anordnung wurde erforderlich, da in dem oben zitierten Verfahren beim BfE die Erdbebensicherheit bisher nicht nachgewiesen werden konnte.

Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung vom 02. Juli 2014.

Transportbehälterlager Ahaus:

Das zentrale Zwischenlager Ahaus (TBL-A) wurde Anfang der 90er Jahre in Betrieb genommen; zwischenzeitlich wurden 329 Brennelementbehälter der Bauart CASTOR® mit Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken und dem Rossendorfer Forschungsreaktor eingelagert. Darüber hinaus werden in einem bisher ungenutzten Bereich des Transportbehälterlagers für einen auf 10 Jahre begrenzten Zeitraum sonstige radioaktive Abfälle aus Betrieb und Rückbau kerntechnischer Anlagen aufbewahrt.
Das TBL-A soll in Zukunft vorzugsweise Abfälle aus der Wiederaufarbeitung aufnehmen.

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