Zwischenlagerung

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 22. Januar 2016

Zwischenlagerung

Bis zur Fertigstellung eines Endlager werden abgebrannte/bestrahlte Brennelemente zwischengelagert. Zwischenlager für Kernbrennstoffe bedürfen einer Genehmigung nach §6 Atomgesetz, welche durch das dafür zuständige Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit erteilt wird. In Nordrhein-Westfalen gibt es zwei Zwischenlager für Kernbrennstoffe. Zum einen das AVR Behälterlager der JEN in Jülich (AVR-BL) und das Transportbehälterlager in Ahaus (TBL-A). Das Wirtschaftsministerium ist zuständig für die atomrechtliche Aufsicht über die beiden Zwischenlager.

AVR-Behälterlager Jülich:

Im AVR-Behälterlager am Standort des Forschungszentrums Jülich (FZJ) werden die abgebrannten Brennelemente aus dem Betrieb des stillgelegten Jülicher Atomversuchsreaktors AVR in 152 Transport- und Lagerbehältern der Bauart CASTOR® THTR/AVR zwischengelagert.

Die vom damaligen Bundesamt für Strahlenschutz erteilte Aufbewahrungsgenehmigung nach § 6 Atomgesetz für diese Lagerung endete am 30. Juni 2013. Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) – seinerzeit die Forschungszentrum Jülich GmbH – hat eine weitere Aufbewahrungsgenehmigung beim zuständigen Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) beantragt. Das Genehmigungsverfahren konnte bisher nicht abgeschlossen werden.

Zwischenzeitlich wurde der JEN durch die Anordnung des Wirtschaftsministeriums vom 02. Juli 2014 auferlegt, die Kernbrennstoffe aus dem AVR-Behälterlager zu entfernen und einem zum Besitz Berechtigten zuzuführen. 

Transportbehälterlager Ahaus:

Das zentrale Zwischenlager Ahaus (TBL-A) wurde Anfang der 90er Jahre in Betrieb genommen; zwischenzeitlich wurden 329 Brennelementbehälter der Bauart CASTOR® mit Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken und dem Rossendorfer Forschungsreaktor eingelagert. Darüber hinaus werden in einem vormals ungenutzten Bereich des Transportbehälterlagers sonstige radioaktive Abfälle aus Betrieb und Rückbau kerntechnischer Anlagen aufbewahrt (Zuständige Aufsichtsbehörde ist die Bezirksregierung Münster). Das TBL-A soll in Zukunft vorzugsweise Abfälle aus der Wiederaufarbeitung aufnehmen.

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