Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ)

Nordrhein-Westfalen engagiert sich seit den 1990er Jahren aktiv an der Gestaltung und Umsetzung der ehemaligen „Gemeinschaftsinitiative INTERREG“ der Europäischen Gemeinschaft und heutigen Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ).

Zunächst ergänzten die INTERREG-Förderprogramme die Interventionen der Strukturfonds der Europäischen Union für bestimmte Problembereiche, daher wurden sie anfangs nur in der grenzüberschreitenden Ausrichtung, später in allen drei Strängen der grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen Zusammenarbeit von der Europäischen Kommission konzipiert. Bis heute werden sie auf nationaler und/oder regionaler Ebene im Rahmen der geteilten Mittelverwaltung umgesetzt.

In der Förderphase 2014-2020 erhielt die ETZ erstmals eine eigene Verordnung. Die Programme der ETZ bilden damit keine Ergänzung mehr zu den Interventionen der Strukturfonds, sondern sind als „Ziel 2“ Teil der Europäischen Strukturfonds geworden.

Durch die ETZ-Programme werden auch in der Förderphase 2021-2027 Kooperationsmöglichkeiten über Staatsgrenzen hinweg zu vielfältigen Themen geboten. Wechselseitig relevante Themen, gemeinsame Herausforderungen oder die internationale Partizipation an innovativen Prozessen können im Rahmen der ETZ adressiert werden. Inhaltliche Anknüpfungspunkte können zum Beispiel Projekte in den Themenfeldern Digitalisierung, Innovation, Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft oder die Unterstützung der (Weiter-)Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sein.

Interreg A

An den Grenzregionen zu den Niederlanden und Belgien werden in den sogenannten Interreg-A Programmen „Deutschland-Nederland“ und „Belgien-Niederlande-Deutschland“, grenzüberschreitende Projekte von Institutionen, Hochschulen, KMU´s, und öffentlichen Einrichtungen gefördert, damit die Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Ökonomie im Grenzraum bestehen bleibt.

  • Europaweit gibt es über 50 verschiedene Interreg A Programme
  • Deutschland ist an 13 Interreg A Programmen beteiligt (teils federführend)
  • NRW ist an den beiden grenzüberschreitenden Programmen „Deutschland-Nederland“ und „Maas-Rhein“ beteiligt.

Weitere Informationen zu Interreg A

Interreg B

Der Fokus liegt nicht nur auf den Grenzregionen in Europa, sondern auch darüber hinaus. Nordrhein-Westfalen ist im Interreg-B Programm Nordwesteuropa (NWE) involviert und unterstützt die wirtschaftliche, ökologische, soziale und territoriale Entwicklung der Staaten von der Schweiz bis zur Nordsee.

  • Transnationale Zusammenarbeit von Städten, Regionen und Institutionen
  • 13 Kooperationsräume verteilt in Europa
  • Deutschland ist in sechs dieser transnationalen Kooperationsräume vertreten
  • NRW partizipiert am transnationalen Programm Nordwesteuropa und kann im Einzelfall unter Nutzung des Instruments der „funktionalen Räume“ z.B. auch im Nordseeraum oder Mitteleuropa Kooperationen gestalten.

Weitere Informationen zu Interreg B
Auch von Bundesseite wird regelmäßig über die transnationalen Kooperationsprogramme und den dortigen Beteiligungsmöglichkeiten informiert.

Interreg Europe

Europaweit unterstützt Interreg Europe den Wissenstransfer zwischen den Entscheidungsträgern in ganz Europa. Hier werden Strategien und Maßnahmen zwischen Behörden und Landesregierungen ausgetauscht.

  • Erfahrungsaustauch zwischen Behörden
  • Effektivere Nutzung und Verbesserung von Instrumenten und Maßnahmen

Weitere Informationen zu Interreg Europe