Europäische Territoriale Zusammenarbeit - INTERREG

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Europäische Territoriale Zusammenarbeit – INTERREG

Im Rahmen des Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ (ETZ) fördert die Europäische Union die länderübergreifende Zusammenarbeit von Regionen. Um diese Bestrebungen vor Ort umzusetzen, sind gemeinsam mit den Mitgliedstaaten die sogenannten INTERREG-Programme eingeführt worden.

INTERREG I bis INTERREG IV

Die ehemalige "Gemeinschaftsinitiative INTERREG" der Europäischen Gemeinschaft (Förderprogramme, die zur Ergänzung der Interventionen der Strukturfonds der Europäischen Union für bestimmte Problembereiche bestimmt waren) wurden 1990 zuerst nur in der grenzüberschreitenden Ausrichtung, später in allen drei Strängen der grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen Zusammenarbeit von der Europäischen Kommission konzipiert, wobei sie auf nationaler und/oder regionaler Ebene umgesetzt wurden. Die "Europäische Territoriale Zusammenarbeit" ist eines der zentralen Instrumente in der europäischen Kohäsionspolitik bzw. Regionalpolitik. Ziel ist es, Entwicklungsdifferenzen zwischen den europäischen Regionen zu mindern und den ökonomischen Zusammenhalt zu stärken.

Zu Beginn der Förderphase 2007-2013 erfolgte der Übergang von einem Programm der Gemeinschaftsinitiative hin zu dem eigenständigem "Ziel 3" bei gleichzeitiger Konzentration der Inhalte auf die Strategien der Lissabon und Götheborg Agenden. Ab der Förderphase 2014-2020 erhielt die ETZ erstmals eine eigene Verordnung verbunden mit der thematischen Fokussierung auf die Themen der Europa 2020 Strategie. Die Programme der ETZ bilden damit keine Ergänzung mehr zu den Interventionen der Strukturfonds, sondern sind Teil der Europäischen Strukturfonds insgesamt geworden. Die EU-Kommission strebt darüber hinaus, eine bessere Koordination zwischen den Fonds an. NRW beteiligt sich nach den EU-Vorgaben (teils federführend) an folgenden ETZ-Programmen:

INTERREG A – Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Gefördert wird die grenzübergreifende Zusammenarbeit von Regionen, die eine gemeinsame direkte Landes- und/oder Seegrenzen innehaben. Europaweit gibt es insgesamt über 50 unterschiedliche INTERREG A Programmräume, Deutschland ist an 14 dieser Programmräume beteiligt. Mit Hilfe von Projekten soll dabei in den Grenzgebieten die Entwicklung einer integrierten europäischen Region und deren Wettbewerbsfähigkeit unterstützt werden.
Weiterführende Informationen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, an der auch das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt ist, finden Sie hier:
INTERREG A Deutschland-Nederland
INTERREG A Maas-Rhein

INTERREG B – Transnationale Zusammenarbeit

Unterstützt wird die transnationale Zusammenarbeit von Städten, Regionen und Institutionen. Im Rahmen des Programmes entwickeln und implementieren diese Ideen sowie Strategien und Lösungsansätze, um sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen. Ziel ist es, eine integrierte territoriale Entwicklung zu gewährleisten. Gesamteuropäisch existieren 18 geografisch zusammenhängende Programmräume. Deutschland ist in den folgenden sechs vertreten: Alpenraum, Donauraum, Mitteleuropa, Nordwesteuropa, Nordseeraum und Ostseeraum.
Weiterführende Informationen zu INTERREG B NWE, dem Programm mit NRW-Beteiligung, finden Sie hier.

INTERREG Europe – Interregionale Zusammenarbeit

Begünstigt wird der europaweite Aufbau von Kooperationsnetzen sowie die interregionale Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch innerhalb der Europäischen Union. Vor allem regionale Maßnahmen und Instrumente sollen in ihrer Effektivität gestärkt und verbessert werden, indem der Wissensaustausch zwischen Regionen unterstützt wird. Die Konzentration auf die Bereiche Innovation und Wissen sowie Umwelt und Risikoprävention soll zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsleistung in Europa beitragen - Hierunter fallen auch die Netzwerkprogramme ESPON (Raumbeobachtung, BMVI, Berichterstattung im Europaausschuss der MKRO), URBACT (Stadtentwicklung, MBWSV) sowie INTERACT (Unterstützung der INTERREG-Programmumsetzung, MWEIMH).

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