Daten und Fakten - Wirtschaft in NRW

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 23. März 2016

Daten und Fakten zur Wirtschaft in NRW

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Flächenland Deutschlands. Auf einer Fläche von 34.112 Quadratkilometern leben 17,9 Millionen Menschen - das sind 525 Personen pro Quadratkilometer.

Grunddaten NRW
Grunddaten NRW    
Fläche und Bevölkerung (Stand: 2018) Einheit  
Fläche km2 34.112
Anteil Deutschland % 9,5
Einwohner (31. Dezember 2018) Anzahl 17.932.651
Anteil Deutschland % 21,6
weiblich % 50,9
männlich % 49,1
unter 20 Jahre % 18,8
über 20 Jahre bis unter 65 Jahre % 60,2
über 65 Jahre % 21,0
Ausländer % 13,3
Bevölkerungsdichte Einwohner/km2 526
Wirtschaftskraft (2019, Datenstand April 2020)    
Bruttoinlandsprodukt (BIP) Mrd. Euro 711,4
Anteil Deutschland % 20,7
je Einwohner Euro 39.678
je Erwerbstätigen Euro 73.832
Anteil an der Bruttowertschöpfung (2019, Datenstand April 2020)    
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei % 0,6
Produzierendes Gewerbe % 27,1
Verarbeitendes Gewerbe
% 19,1
Baugewerbe
% 4,7
Dienstleistungsbereiche % 72,3
Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation
% 22,5
Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen
% 25,9
Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, Private Haushalte
% 23,9
Erwerbstätige (2019, Datenstand April 2020)    
Insgesamt Tsd. 9.636
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei % 0,8
Produzierendes Gewerbe % 22,3
Dienstleistungsbereiche % 76,9

Quelle: IT.NRW

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Nordrein-Westfalen

Nach Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011 hatte Nordrhein-Westfalen zum Stichtag 31. Dezember 2017 17.912.134 Einwohner.
Nach der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung setzt sich der Trend eines kontinuierlichen Bevölkerungsanstieges bis 2032 fort. Die Einwohnerzahl steigt bis dahin um etwa 1,3 Prozent auf rund 18,1 Millionen.Für den Zeitraum nach 2032 geht die Bevölkerungsvorausberechnung von einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung aus.
Bis 2060 wird demnach ein Bevölkerungsrückgang um etwa zwei Prozent auf rund 17,5 Millionen Einwohner prognostiziert.
    

 

 
Wirtschaftliche Situation

Bruttoinlandsprodukt nach Bundesländern

In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2019 Waren und Dienstleistungen mit einem Wert von etwa 711 Milliarden Euro hergestellt. Damit ist Nordrhein-Westfalen das wirtschaftsstärkste Bundesland, vor Bayern und Baden-Württemberg. Der Anteil Nordrhein-Westfalens an der gesamten Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik lag 2019 bei rund 21 Prozent.

Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts nach Bundesländern

Nach einer ersten amtlichen Schätzung des „Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (VGRdL) ist die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent gewachsen. Im Jahr 2018 hat die Wirtschaftskraft noch um 1,6 Prozent zugelegt und ist damit erstmals seit zehn Jahren stärker gewachsen als in der gesamten Bundesrepublik. Im Bundesdurchschnitt ist die wirtschaftliche Leistung in 2019 um 0,6 Prozent gestiegen nach zuvor 1,5 Prozent im Vorjahr. Im Ländervergleich liegt Nordrhein-Westfalen damit auf Platz elf.

Gewerbliche Wirtschaft in NRW (Ifo-Geschäftsklima)

Das ifo-Geschäftsklima ist ein anerkannter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung und wird monatlich veröffentlicht. Er basiert auf monatlichen Befragungen von Unternehmen zu deren aktuellen Geschäftslage und Erwartungen für die kommenden Monate. Das Geschäftsklima ist der Mittelwert aus den Ergebnissen der Befragungen zur Geschäftslage und Erwartungen. Das ifo Institut ermittelt den Geschäftsklimaindex für Deutschland. Auf dieser Basis veröffentlicht die NRW.BANK das Geschäftsklima für die nordrhein-westfälische Wirtschaft als Saldo der positiven und negativen Einschätzungen.
Mehr Informationen zum NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima
Arbeitsmarkt

Beschäftigungsentwicklung in NRW

Die positive Beschäftigungsentwicklung hat sich 2019 fortgesetzt. Insgesamt sind allein 2019 rund 126.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze hinzugekommen.
Die Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen lag im Jahr 2019 durchschnittlich bei 6,5 Prozent und in der gesamten Bundesrepublik bei 5,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Arbeitslosenquote in NRW um 0,3 Prozentpunkte verringert und im Bund um 0,2 Prozentpunkte.
Die Zahl der im Jahresdurchschnitt registrierten Arbeitslosen ist in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2019 nunmehr bereits im fünften Jahr in Folge gesunken. Gleichzeitig hat die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahresmittel mit mehr als sieben Millionen einen neuen Höchststand erreicht.
Strukturelle Entwicklung

Entwicklung der Wirtschaftsbereiche in NRW

Seit Beginn der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts schreitet der Prozess der „Tertiarisierung“ der Wirtschaft voran. Der Anteil der Dienstleistungen an der gesamtwirtschaftlichen Produktion ist inzwischen auf etwa 72,3 Prozent gestiegen, der Anteil der Industrie liegt heute bei rund 27,1 Prozent, die Landwirtschaft spielt bei dieser Betrachtung fast keine Rolle mehr. Die Grafik bildet die Verlagerung der Gewichte während der letzten 49 Jahre ab.

Erwerbstätige im Produktions- und Dienstleistungssektor NRW

Der Prozess der Tertiarisierung führt nicht nur im Hinblick auf die Bruttowertschöpfung zu einer Verschiebung zwischen den Sektoren, er ist auch auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Seit den 1970er Jahren ist der überwiegende Teil der Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich beschäftigt. In der Industrie arbeitet seit 2005 weniger als ein Viertel der Erwerbstätigen. Zugleich ist die Zahl aller Erwerbstätigen auf über 9,5 Millionen gestiegen.
Verflechtungen mit dem Ausland

Außenhandel Nordrhein-Westfalens

Nordrhein-Westfalens Wirtschaft ist in hohem Maße international verflochten.
Im Jahr 2018 gingen über 60 Prozent aller Exporte Nordrhein-Westfalens in EU-Länder. Die bedeutendsten Exportländer – gemessen am Außenhandelsvolumen – sind die Niederlande, Frankreich, die Vereinigten Staaten sowie (trotz deutlicher Rückgänge seit 2016) das Vereinigte Königreich. Die wichtigsten Exportgüter sind Chemische Erzeugnisse, Maschinen, Metalle sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile.
In Bezug auf die Importe sind die Niederlande, die Volksrepublik China, Frankreich und Belgien die bedeutendsten Handelspartner Nordrhein-Westfalens. Die wichtigsten Importgüter sind Kraftwagen und Kraftwagenteile, Metalle, Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse, Metalle sowie Chemische Erzeugnisse.
Inflation

Verbraucherpreisindex für NRW und Deutschland

Der Verbrauchpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr im Jahresdurchschnitt um 1,5 Prozent gestiegen. Die Jahresteuerungsrate lag damit niedriger als im Vorjahr (2018: + 1,7 Prozent). Im Großen und Ganzen entspricht die Preisveränderung der Entwicklung im Bund.

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