Daten und Fakten - Wirtschaft in NRW

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Daten und Fakten zur Wirtschaft in NRW

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Flächenland Deutschlands. Auf einer Fläche von 34.112 Quadratkilometern leben 17,9 Millionen Menschen - das sind 526 Personen pro Quadratkilometer.

Grunddaten NRW
Grunddaten NRW    
Fläche und Bevölkerung (2019) Einheit  
Fläche km2 34.112
Anteil Deutschland % 9,5
Einwohner (31. Dezember 2019) Anzahl 17.947.221
Anteil Deutschland % 21,6
weiblich % 50,9
männlich % 49,1
unter 20 Jahre % 18,8
über 20 Jahre bis unter 65 Jahre % 60,0
über 65 Jahre % 21,2
Ausländer % 13,6
Bevölkerungsdichte Einwohner/km2 526
Wirtschaftskraft (2020, Datenstand April 2021)    
Bruttoinlandsprodukt (BIP) Mrd. Euro 697,1
Anteil Deutschland % 20,9
je Einwohner Euro 38.876
je Erwerbstätigen Euro 72.996
Anteil an der Bruttowertschöpfung (2019, Datenstand April 2020)    
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei % 0,5
Produzierendes Gewerbe % 26,1
Verarbeitendes Gewerbe
% 16,1
Baugewerbe
% 5,2
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Energieversorgung, Wasserversorgung; Entsorgung u.Ä.
% 4,0
Dienstleistungsbereiche % 73,4
Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation
% 22,6
Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen
% 26,4
Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, Private Haushalte
% 24,4
Erwerbstätige (2019, Datenstand April 2020)    
Insgesamt Tsd. 9.550
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei % 0,8
Produzierendes Gewerbe % 22,3
Verarbeitendes Gewerbe
% 15,6
Baugewerbe
% 5,0
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Energieversorgung, Wasserversorgung; Entsorgung u.Ä.
% 1,6
Dienstleistungsbereiche % 77,0
Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation
% 25,7
Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen
% 17,8
Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, Private Haushalte
% 33,4

Quelle: IT.NRW

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Nordrein-Westfalen

Nach Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011 lag die Einwohnerzahl in Nordrhein-Westfalen zum Stichtag 31. Dezember 2019 bei 17.947.221.
Nach der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung setzt sich der Trend eines kontinuierlichen Bevölkerungsanstieges bis 2032 fort. Die Einwohnerzahl steigt bis dahin um etwa 1,1 Prozent auf rund 18,1 Millionen.Für den Zeitraum nach 2032 geht die Bevölkerungsvorausberechnung von einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung aus.
Bis 2060 wird demnach ein Bevölkerungsrückgang um etwa zwei Prozent auf rund 17,5 Millionen Einwohner prognostiziert.

 

 
Wirtschaftliche Situation

Bruttoinlandsprodukt nach Bundesländern

In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2020 Waren und Dienstleistungen mit einem Wert von etwa 697 Milliarden Euro hergestellt. Damit ist Nordrhein-Westfalen das wirtschaftsstärkste Bundesland, vor Bayern und Baden-Württemberg. Der Anteil Nordrhein-Westfalens an der gesamten Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik lag 2020 bei rund 21 Prozent.

Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts nach Bundesländern

Nach einer ersten amtlichen Schätzung des „Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (VGRdL) ist die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens im Jahr 2020 pandemiebedingt gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent gesunken. Im Bundesdurchschnitt ist die wirtschaftliche Leistung in 2020 um 4,9 Prozent zurückgegangen. Insgesamt entwickelt sich die Wirtschaft im Land seit 2017 etwas besser als im Bundesdurchschnitt. Von 2011 bis 2016 hatte Nordrhein-Westfallen noch eine Wachstumslücke von jährlich 0,6 Prozent gegenüber dem Bund, diese Lücke ist mittlerweile geschlossen. Im Ländervergleich liegt Nordrhein-Westfalen damit auf Platz sechs.

Gewerbliche Wirtschaft in NRW (Ifo-Geschäftsklima)

Das ifo-Geschäftsklima ist ein anerkannter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung und wird monatlich veröffentlicht. Er basiert auf monatlichen Befragungen von Unternehmen zu deren aktuellen Geschäftslage und Erwartungen für die kommenden Monate. Das Geschäftsklima ist der Mittelwert aus den Ergebnissen der Befragungen zur Geschäftslage und Erwartungen. Das ifo Institut ermittelt den Geschäftsklimaindex für Deutschland. Auf dieser Basis veröffentlicht die NRW.BANK das Geschäftsklima für die nordrhein-westfälische Wirtschaft als Saldo der positiven und negativen Einschätzungen.
Mehr Informationen zum NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima
Arbeitsmarkt

Beschäftigungsentwicklung in NRW

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat sich zumindest bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung 2020 trotz Corona-Krise fortgesetzt. Insgesamt sind 2020 rund 24.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze hinzugekommen. Damit hat die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahresmittel mit 7,04 Millionen einen neuen Höchststand erreicht.
Die Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen lag im Jahr 2020 jedoch durchschnittlich bei 7,5 Prozent und in der gesamten Bundesrepublik bei 5,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Arbeitslosenquoten in NRW und im Bund vergleichbar entwickelt. In NRW stieg die Arbeitslosenquote um einen Prozentpunkt und im Bund um 0,9 Prozentpunkte.
Die Zahl der im Jahresdurchschnitt registrierten Arbeitslosen ist in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 bedingt durch die Corona-Pandemie erstmals seit 2014 gestiegen. Vor allem geringfügig Beschäftigte und Selbstständige können ihren vorherigen Tätigkeiten nicht mehr nachgehen. 
Strukturelle Entwicklung

Entwicklung der Wirtschaftsbereiche in NRW

Seit Beginn der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts schreitet der Prozess der „Tertiarisierung“ der Wirtschaft voran. Der Anteil der Dienstleistungen an der gesamtwirtschaftlichen Produktion ist inzwischen auf etwa 73,4 Prozent gestiegen, der Anteil der Industrie liegt heute bei rund 26,1 Prozent, die Landwirtschaft spielt bei dieser Betrachtung fast keine Rolle mehr. Die Grafiken bilden die Verlagerung der Gewichte während der letzten 50 Jahre ab.

Erwerbstätige im Produktions- und Dienstleistungssektor NRW

Der Prozess der Tertiarisierung führt nicht nur im Hinblick auf die Bruttowertschöpfung zu einer Verschiebung zwischen den Sektoren, er ist auch auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Seit den 1970er Jahren ist der überwiegende Teil der Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich beschäftigt. In der Industrie arbeitet seit 2005 weniger als ein Viertel der Erwerbstätigen. Zugleich ist die Zahl aller Erwerbstätigen auf über 9,5 Millionen gestiegen.
Verflechtungen mit dem Ausland

Außenhandel Nordrhein-Westfalens

Im Jahr 2019 gingen über 60 Prozent aller Exporte Nordrhein-Westfalens in EU-Länder. Die bedeutendsten Exportländer – gemessen am Außenhandelsvolumen – sind die Niederlande, Frankreich, die Vereinigten Staaten sowie die Volksrepublik China. Die wichtigsten Exportgüter sind Chemische Erzeugnisse, Maschinen, Metalle sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile.
In Bezug auf die Importe sind die Niederlande, die Volksrepublik China, Frankreich und Belgien die bedeutendsten Handelspartner Nordrhein-Westfalens. Die wichtigsten Importgüter sind Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse, Kraftwagen und Kraftwagenteile, Erdöl und Erdgas, Chemische Erzeugnisse und Metalle.
Inflation

Verbraucherpreisindex für NRW und Deutschland

Der Verbrauchpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr im Jahresdurchschnitt um 0,5 Prozent gestiegen. Die Jahresteuerungsrate lag damit niedriger als im Vorjahr (2019: + 1,5 Prozent). Im Großen und Ganzen entspricht die Preisveränderung der Entwicklung im Bund.

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