Textil- und Bekleidungsindustrie

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 12. Juni 2019

Textil- und Bekleidungsindustrie

Nordrhein-Westfalen ist in Deutschland und in Europa ein führender Standort der globalisierten Textil- und Bekleidungsindustrie. 252 Textil-(199) und Bekleidungsunternehmen (53) erwirtschaften in Nordrhein-Westfalen mit 25.251 Beschäftigten, davon 5.750 Beschäftigte in der Bekleidungsbranche, einen Gesamtumsatz von über fünf Milliarden Euro, davon über zwei Milliarden Euro Auslandsumsatz und einer Exportquote von über 40 Prozent (IT-NRW für 2017). Hinzu kommt der Handel mit Bekleidung und Textilien. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind mit Abstand die wichtigsten Handelspartner für die Textil- und Bekleidungsindustrie.

Die Textilindustrie in Nordrhein-Westfalen hat sich zu einer interdisziplinären High-Tech-Branche mit vielen Hidden Champions entwickelt. Technische Textilien aus NRW sind weltweit gefragt. Sie sind Schlüsseltechnologien mit großem wirtschaftlichem Potenzial, die globale Megatrends der Zukunft: Mobilität, Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Gesundheit adressieren, z.B.:

  • Intelligente, textile Faserverbünde für Leichtbaukonzepte in der Automobilindustrie und der Bauindustrie (Textilbeton, Textilfassaden),
  • textile Systeme für den Straßenbau und Windkraftanlagen, textile Filter für Industrieanlagen,
  • High-Tech-Bekleidung und textile Body-Monitoring-Systeme,
  • Biotechnologisch erzeugte Textilfasern (künstliche Spinnenseidenproteine).

Textilien werden als passiv wahrgenommen, sie lassen sich jedoch als Hochleistungsfasern bioaktiv funktionalisieren für einen weltweit wachsenden Gesundheitsmarkt, z.B.:

  • Depot-Fasern als Medikamentenspeicher, Textilien als Implantate und Stents,
  • künstliche Gelenke, Blutgefäße und textile Herzklappen.

Viele Bekleidungsunternehmen sind vertikal aufgestellt, das heißt sie kontrollieren von der Produktion bis zum Handel die komplexen globalisierten Wertschöpfungs- und Lieferketten. Die Bekleidungsindustrie und ihre Unternehmen befinden sich im Strukturwandel je nach Wettbewerbssituation (Marktpositionierung, Zielgruppen, Vertriebsstruktur) durch Fast Fashion-Konzerne, Digitalisierung, Omni-Channel-Strategien, Plattformökonomie und weitere.

Corporate Social Resposibility (CSR) ist ein Standortfaktor und Wettbewerbsvorteil für die nordrhein-westfälische Textil- und Bekleidungsindustrie. Der CSR-Dialog NRW mit Bekleidungsunternehmen zeigt, dass die Balance zwischen Kosten und Verantwortung gelingen muss und kann.

Die Innovationskraft und die Kooperation mit den Textilforschungsinstituten bilden die Grundlage für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Textil- und Bekleidungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Zu den Vorteilen des Standorts gehört auch, dass branchenbezogene Technologieentwickler, Maschinen- und Anlagenbauer in internationaler Spitzenstellung mit der Textilbranche einen Cluster bilden.

Die Brancheninitiative der Textil- und Bekleidungsindustrie „ZiTex. Textil & Mode NRW“ ist ein Spiegelbild der vernetzten Branchenakteure und setzt sich zusammen aus Vertretern von Unternehmen, Verbänden der Landes- und Bundesebene, der Gewerkschaft, der Wissenschaft und der Wirtschaftsministerien der Landes- und Bundesebene.

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