Dritte Digitalkonferenz der Landesregierung – Nordrhein-Westfalen baut Digitalisierung des Landes weiter aus

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20. November 2020

Dritte Digitalkonferenz der Landesregierung – Nordrhein-Westfalen baut Digitalisierung des Landes weiter aus

Minister Pinkwart: Digitalstrategie des Landes soll 2021 fortgeschrieben werden – Wir erreichen eine neue Qualität der Digitalisierung

Nordrhein-Westfalen baut seine Digitalisierung in allen Lebensbereichen weiter aus und erzielt wichtige Fortschritte bei der Umsetzung seiner ehrgeizigen Digitalstrategie. Über die bereits erzielten Erfolge und wichtige Zukunftsthemen diskutierte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bei der dritten Digitalkonferenz mit Experten sowie interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Livestream. Das Motto der Veranstaltung, die Corona-bedingt in digitaler Form stattfand, lautete „Digitalstrategie.DISRUPTED“.

 

Minister Pinkwart: „Wir sind bei der Umsetzung der Digitalstrategie in Nordrhein-Westfalen deutlich vorangekommen – etwa bei der Beschleunigung des Ausbaus gigabitfähiger Netze und bei der Bündelung wichtiger digitaler Verwaltungsleistungen im Wirtschaftsserviceportal. Wir beschränken uns nicht nur auf den Netzausbau, sondern wollen Nordrhein-Westfalen bei zentralen Zukunftsthemen wie Intelligente Mobilität, digitale Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Cyber-Sicherheit weiter voranbringen. Wir stehen jetzt vor einer neuen Stufe der Digitalisierung: In Dortmund beispielsweise entsteht das Europäische Blockchain-Institut, das die praxisnahe Anwendung in der Logistik erforscht und vielfältige Anwendungsbeispiele über eine Open-Source-Plattform zugänglich machen wird. Damit werden wir einer digitalen Plattformökonomie in Deutschland und Europa zum Durchbruch verhelfen.“
 
Mit einer Keynote zum Thema „What comes next? NRW 2030 - Welche digitalen Trends verändern die Welt?“ eröffnete Claudia Nemat, Vorstandsmitglied für Technologie und Innovation der Deutschen Telekom AG, das zweite Panel der Konferenz. „5G wird in den nächsten Jahren zu einer weiteren Verschmelzung von physikalischer und digitaler Wirklichkeit führen und völlig neue Formate für das Arbeiten, Lernen und auch die Unterhaltung ermöglichen“, prognostizierte Claudia Nemat.
 
In einem interaktiven Teil konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ideen und Anregungen für die Fortschreibung der Digitalstrategie einbringen. Die Ergebnisse werden allen Ressorts der Landesregierung zur Verfügung gestellt und sollen mit den Anregungen aus den noch folgenden Beteiligungsformaten in die Fortschreibung der Digitalstrategie 2021 einfließen.
 
Die Landesregierung hat ihre Digitalstrategie im April 2019 vorgestellt und darin 44 konkrete Ziele und Themenschwerpunkte beschrieben. Bei der Umsetzung ist Nordrhein-Westfalen ein gutes Stück vorangekommen. Einige Erfolgsbeispiele und Meilensteine im Überblick:

  • ÖPNV: Seit Dezember 2019 können erstmalig alle Nahverkehrstarife in NRW aus einer Hand digital gebucht werden. Möglich macht das die mobil.nrw-App. 
  • Das Virtuelle Krankenhaus macht medizinische Fachexpertise aus den Spitzenzentren über eine digitale Plattform landesweit verfügbar und ist in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie früher als ursprünglich geplant gestartet. 
  • Das Telematik-Netz des Gesundheitswesens wird immer engmaschiger: Diese Datenautobahn ermöglicht eine sichere elektronische Kommunikation zwischen allen stationären und ambulanten Einrichtungen und verbindet mittlerweile mehr als 40.000 Arzt- und Zahnarztpraxen und 4.400 Apotheken sowie weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Die mehr als 350 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sollen bis Ende des Jahres 2020 folgen. Im nächsten Schritt können auch die Pflegeheime eingebunden werden. 
  • Digitalisierung der Verwaltung: Nordrhein-Westfalen macht Tempo bei der Digitalisierung der Verwaltung und bietet Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen schnelleren Service. Die Novellierung des E-Government-Gesetzes NRW, die der Landtag im Sommer beschlossen hat, erweitert dessen Geltungsbereich auf Schulen, Hochschulen und nahezu alle Landesbehörden, sodass mehr Behördengänge noch bequemer von zuhause aus erledigt werden können. 
    Das Land stellt dafür in den kommenden Jahren Investitionsmittel in Höhe von einer Milliarde Euro bereit – zusätzlich zu den bereits geplanten 400 Millionen weitere 600 Millionen Euro. Den Investitionen stehen geplante Einsparungen durch die Digitalisierung bis zum Jahr 2030 in etwa gleicher Höhe gegenüber. Bis 2025 sind bereits die nun zusätzlich aufgebrachten 600 Millionen Euro durch Effizienzgewinne eingespart.
  • Die digitalen Modellregionen um Aachen, Gelsenkirchen, Paderborn, Soest und Wuppertal gehen voran: Sie digitalisieren ihre Verwaltungen schneller, um Bürgern und Unternehmen attraktive Angebote zu bieten und mit der Wirtschaft innovative Projekte zur Stadtentwicklung umzusetzen. Als digitale Pioniere erschließen sie Lösungen für alle Kommunen im Land. Bisher konnten fünf Projektbüros und 65 Projekte bereits mit der Umsetzung beginnen. Mit 73 Millionen Euro Landesfördermitteln und dem Eigenanteil der Zuwendungsempfänger werden insgesamt über 100 Millionen Euro an förderfähigen Gesamtinvestitionen bereitgestellt. Die Dienste reichen vom Bürgerservice Kinder, Jugend und Familie in Wuppertal, der Beantragung des Personalausweises über Smartphone BürgerID in Gelsenkirchen und der regionalen Gesundheitsplattform in Paderborn bis hin zum digitalen Umzugsservice in Soest und zur Ehrenamts-Plattform in Aachen. 
  • Der Gigabit-Ausbau kommt stark voran: Nordrhein-Westfalen liegt bei den Flächenländern mit an der Spitze der Versorgung. Rund 66 Prozent der Haushalte in Nordrhein-Westfalen können bereits auf gigabitfähige Netze zugreifen. Mehr als die Hälfte der nordrhein-westfälischen Schulen können das superschnelle Netz nutzen, für weitere 45 Prozent laufen die Arbeiten. 89 Prozent der 3.900 Gewerbegebiete in NRW sind mit Glasfaser versorgt oder der Anschluss ist in Arbeit. Seit dem ersten GigabitGipfel.NRW vor zwei Jahren haben die führenden Netzbetreiber über 3,2 Milliarden Euro in das digitale Festnetz von Nordrhein-Westfalen investiert. Bund und Land haben mit 1,1 Milliarden Euro den Ausbau dort möglich gemacht, wo er nicht wirtschaftlich ist.

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