Endlagerung radioaktiver Abfälle

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 25. Juni 2020

Endlagerung radioaktiver Abfälle

Die Endlagerung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle ist ein hochsensibles Thema, welches noch viele künftige Generationen beschäftigen wird. Nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik kann nur die Endlagerung in tiefen geologischen Formationen dem Ziel dienen, diese Abfälle langfristig und sicher aus unserem Lebensraum zu entfernen.

Übergeordnete Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle

Mit der Europäischen Richtlinie 2011/70/Euratom des Rates der Europäischen Union wurde ein Gemeinschaftsrahmen für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle geschaffen, um zu vermeiden, dass künftigen Generationen unangemessene Lasten aufgebürdet werden. Diese Europäische Richtlinie sieht vor, dass die in einem Mitgliedstaat anfallenden abgebrannten Brennelemente und radioaktiven Abfälle auch auf dessen Hoheitsgebiet sicher und umweltgerecht zu entsorgen sind.
 
Mit dem Gesetz zur Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle (Standortauswahlgesetz) verpflichtet sich die Bundesrepublik Deutschland, den Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für den dauerhaften Schutz von Mensch und Umwelt vor ionisierender Strahlung und sonstigen schädlichen Wirkungen dieser Abfälle für einen Zeitraum von einer Million Jahren zu suchen. Der Standort für das Endlager für abgebrannte Brennelemente und hochradioaktive Abfälle soll gemäß dem Standortauswahlgesetz bis zum Jahr 2031 festgelegt werden. Das Endlager soll um das Jahr 2050 in Betrieb gehen.

Mitarbeit am nationalen Entsorgungsprogramm

Das Bundesumweltministerium hat gemäß der Europäischen Richtlinie 2011/70/Euratom mit dem Nationalen Entsorgungsprogramm die deutsche Strategie für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle dargelegt. Im Rahmen der Strategische Umweltprüfung wurden sowohl Behörden als auch die Bevölkerung umfassend beteiligt, bevor das Bundeskabinett das Nationale Entsorgungsprogramm am 12. August 2015 beschlossen hat. Das Entsorgungsprogramm steht unter dem Vorbehalt der Revision, da sich mit Blick auf den Stand von Wissenschaft und Technik stets wesentliche Änderungen ergeben können.
 
Weitere Informationen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zum Nationalen unter https://www.bmu.de/download/nationales-entsorgungsprogramm/

Strategische Umweltprüfung (SUP) über eine Endbestimmung für hochradioaktive und/oder langlebige Abfälle in Belgien

Zuletzt sind die Bestrebungen der belgischen Nationalen Einrichtung für radioaktive Abfälle und angereicherte Spaltmaterialien (NERAS) in den Blickwinkel der deutschen Öffentlichkeit gerückt – im Rahmen einer SUP wurde der belgischen Öffentlichkeit ein Planungsentwurf zur Endlagerung zur Konsultation vorgelegt. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen ist der Ansicht, dass auch die deutsche Öffentlichkeit gemäß der ESPOO-Konvention an der Konsultation hätte beteiligt werden müssen. Die Landesregierung hat sich daher in einer Stellungnahme an die NERAS gewandt, um eine Beteiligung der deutschen Bevölkerung in den zu Belgien angrenzenden Regionen einzufordern.

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