Urbane Energielösungen

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 7. Juni 2019

Urbane Energielösungen - Initiative Smarte.Quartiere.NRW

In Nordrhein-Westfalen lebt knapp die Hälfte der Bevölkerung auf nur etwa 14 Prozent der Landesfläche. In Städten konzentrieren sich damit die Herausforderungen der Energiewende auf engstem Raum. Weltweit sind sie für rund 70 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Eine nachhaltige Energieversorgung und wirtschaftliche Erreichung der Klimaschutzziele in Städten erfordert deshalb urbane Energielösungen im Quartier, die lokale Energiequellen und erneuerbare Energien nutzen, Effizienzpotenziale und Flexibilisierungsoptionen ausschöpfen und damit den Ausbau zusätzlicher Erzeugungs- und Netzinfrastrukturen vermindern.

Urbane Energielösungen zeichnen sich durch ein integriertes wie intelligentes Zusammenspiel der Sektoren Strom, Wärme, Kälte und Mobilität sowie durch Technologieoffenheit und Transparenz für Energieerzeuger und -verbraucher aus. Die ganzheitliche Optimierung auf Ebene des Quartiers ermöglicht die emissionsarme, bezahlbare und lebenswerte Stadt der Zukunft. Das Energieland Nordrhein-Westfalen kann zum Vorreiter bei der Entwicklung innovativer urbaner Energielösungen werden und Chancen für neue Geschäftsmodelle hierzulande und weltweit nutzen.

Was unternimmt die Landesregierung?

Dialog mit Stakeholdern weiterentwickeln

Die Landesregierung etabliert einen kontinuierlichen Austausch mit Stakeholdern zu urbanen Energielösungen, etwa im Rahmen der Ruhr-Konferenz. Hier werden Handlungsmöglichkeiten und -erfordernisse identifiziert sowie die Umsetzung konkreter Projekte vorangetrieben.

Planungsinstrumente für Urbane Energielösungen schaffen

Die Umsetzung urbaner Energielösungen erfordert Informationen zu lokal vorhandenen erneuerbaren und energieeffizienten Energiequellen, Erzeugungsmöglichkeiten und den Energiebedarfen. Das LANUV stellt u.a. mit dem Solarkataster und dem Wärmekataster im Energieatlas NRW geeignete Planungsinstrumente zur Nutzung der vorhandenen Potenziale zur Verfügung und entwickelt diese bedarfsgerecht weiter.

Förder- und Finanzierungsinstrumente bereitstellen und weiterentwickeln

Um die Umsetzung konkreter Projekte und Demonstrationsvorhaben von urbanen Energielösungen zu beschleunigen, stellt die Landesregierung Fördermittel bereit, z.B. im Rahmen von progres.nrw und EnergieSystemWandel.NRW.

Beratungs- und Netzwerkstrukturen unterstützen

Information, Beratung, Beteiligung und Motivation von Nutzern, Anwendern und Unternehmen sind die Grundlagen für umfassende Veränderungen im Energiesystem und erhöhen deren Akzeptanz. Die Landesregierung unterstützt Beratungs- und Netzwerkstrukturen z.B. durch die Entwicklung eines Sanierungsfahrplan.Quartier.NRW sowie Angebote der EnergieAgentur.NRW und der Verbraucherzentrale NRW.

Lokale Schlüsselakteure durch den Aufbau von Kompetenzen und Kapazitäten stärken

Für die Umsetzung urbaner Energielösungen braucht es Akteure, Netzwerke und Kapazitäten vor Ort. Daher wird die Landesregierung prüfen, wie vor allem Kommunen und kommunale Unternehmen bei der integrierten Projektentwicklung und -umsetzung von konkreten urbanen Energielösungen effizient unterstützt werden können.

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