​Übung macht den Pitch-Meister

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Gespeichert von Volker Stößel am 14. Juni 2018
14. Juni 2018

​Übung macht den Pitch-Meister

Erfolgreich bei Gründerwettbewerben: Bielefelder Start-up Zahnarzt-Helden gibt Tipps.

 

Erst Ende Dezember 2017 wurde das Start-up Zahnarzt-Helden gründet. Es unterstützt Zahnärzte mit digitalen Lösungen beim Einkauf medizinischer Geräte und der Ausstattung ihrer Praxis. Der Arzt klickt sich auf der Website des Bielefelder Unternehmens durch einen Fragebogen, der alle Details beinhaltet, die sonst vor Ort mit einem Fachberater besprochen werden müssen. Auf Basis einer Vergleichsdatenbank vermitteln die Zahnarzt-Helden an die Fachhändler und der Arzt erhält nach wenigen Tagen Angebote.

Von sich Reden gemacht hat das Bielefelder Jungunternehmen durch Siege beim NRW-Hub-Battle und bei der Startup Night_OWL. Im Kurz-Interview mit #GründerzeitNRW geben die drei Gründer Philip Pieper, Martin Wertgen und Carsten Janetzky Tipps für die Teilnahme an Start-up-Wettbewerben.

Als Sieger des NRW Hub-Battles Mitte April in Düsseldorf gelten Sie als das laut Veranstalter ‘spannendste digitale Start-up in Nordrhein-Westfalen‘. Wie haben Sie persönlich auf den Gewinn reagiert?

Philip Pieper: Der Sieg beim NRW Hub-Battle war für uns eine Riesenüberraschung. Hoch motiviert, aber völlig erwartungslos sind wir mit einer Vielzahl an Begleitern nach Düsseldorf gefahren. Innerhalb des großen Teilnehmerfelds von vierzehn Start-ups wollten wir uns in erster Linie einfach nur gut präsentieren. Dass uns sowohl Publikum als auch Jury einstimmig auf Platz eins gewählt haben, hat uns begeistert und in unserer Geschäftsidee bestärkt. Auf der Rückfahrt nach Bielefeld wurde der Siegerpokal dann gebührend mit Sekt eingeweiht.

Wie profitieren Start-ups von der Teilnahme an Gründerwettbewerben?

Martin Wertgen: Wir haben kürzlich erfahren, dass der Sieg bei einem Gründerwettbewerb ein unglaubliches Medienecho nach sich ziehen kann. Nach unserem Gewinn des NRW Hub-Battle im April sind die Klickzahlen auf unserer Webseite um das Vierfache in die Höhe gegangen, wir hatten ein Radiointerview mit 1LIVE und konnten Artikel in einigen Gründermagazinen platzieren. Derartige Veranstaltungen bieten darüber hinaus natürlich immer auch wertvolle Netzwerkmöglichkeiten und ein gutes Training, das eigene Geschäftsmodell vor einem Publikum zu pitchen und kritisch hinterfragen zu lassen. Ja, und ich würde lügen, wenn ich nicht auch sagen würde, dass das Preisgeld ein sehr angenehmes i-Tüpfelchen eines Gründerwettbewerbs ist.

Wie bereitet man sich am besten auf Pitch-Wettbewerbe vor?

Carsten Janetzky: Wenn ich pitche, übe ich den Text für die angegebene Zeit – in Düsseldorf waren es drei Minuten – ungefähr 50 Mal alleine und dann vor dem Team. Bei unserer sehr emotionalen, pointierten Art zu präsentieren achten wir darauf, dass jedes einzelne Wort sitzt und die verschiedenen Spannungshöhen funktionieren. Wir verzichten dabei bewusst auf Folien voller trockener Bullet-Points und arbeiten mit sehr vielen großflächigen Bildern, die das emotional unterstreichen, was wir auf der Tonspur geben. Der Rest ist schlichtweg, authentisch zu sein und mit der Situation und der eigenen Nervosität ein bisschen zu spielen.

Black-out während des Pitches: Was raten Sie bei unvorhergesehenen Pannen?

Carsten Janetzky: Wenn man sich selber nicht zu ernst nimmt, Pannen verbalisieren kann und einfach mal tief durchatmet, dann wirken kleine Aussetzer durchaus sympathisch. So etwas ist schließlich absolut menschlich. Ansonsten rate ich allen angehenden Gründerinnen und Gründern, so häufig wie möglich zu pitchen. Mit jedem Mal gewinnt man an Routine, sodass mit der Zeit ein immer selbstsicheres Auftreten vor Publikum möglich ist.

Abschließend: Was macht ein Start-up wie die Zahnarzt-Helden mit den Geldpreisen aus siegreichen Gründerwettbewerben?

Philip Pieper: Bislang liegt die Prämie aus dem NRW Hub-Buttle noch vorbildlich auf unserem Konto. Im Herbst planen wir allerdings mit dem gesamten Team eine einwöchige Workation, also der Verbindung zwischen Arbeit und Urlaub. Hierfür findet das Geld beste Verwendung. Solche Teamevents bringen meiner Meinung nach zwei Vorteile mit sich: Zum einen erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit aktuellen Prozessen und Herausforderungen. Zum anderen stärkt so ein Kurztrip das Gemeinschaftsgefühl und schweißt zusammen. Motivierte Mitarbeiter und eine harmonische Arbeitsumgebung sind das wichtigste für eine erfolgreiche Unternehmensgründung. Und weil man sich Gewinne in der Regel hart erarbeitet, dürfen zwischendurch natürlich auch einfach mal die Füße hochgelegt werden.

Über die Serie #GründerzeitNRW

In der Serie #GründerzeitNRW kommen Gründerinnen und Gründer zu Wort, die mit ihren individuellen Lebenswegen und Geschäftsideen die Vielfalt der Start-up-Szene in Nordrhein-Westfalen widerspiegeln und Mut zur Selbstständigkeit machen sollen. Ausgewählt wurden junge Unternehmen, die von STARTERCENTERN oder anderen Einrichtungen beraten oder für Auszeichnungen, wie den GRÜNDERPREIS NRW oder DWNRW-Award, nominiert wurden.

 

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