Chancen der Digitalisierung im Tourismus nutzen

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Gespeichert von Moritz Mais am 24. Januar 2019

Themenforum - Die Chancen der Digitalisierung im Tourismus nutzen

Die Entwicklung des Ruhrgebiets zur erfolgreichen Metropolregion im digitalen Zeitalter ist eng mit dem Tourismus verknüpft. Die Gastromonie und Hotellerie gewinnen für die Wirtschaft des Landes immer mehr an Bedeutung. Mehr als 500.000 Beschäftigte und über 25 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung sind der Branche in Nordrhein-Westfalen zuzuschreiben. Die Digitalisierung bietet viele Chancen, dieses Potenzial noch weiter zu steigern und das Ruhrgebiet als Reise-, Kultur- und Übernachtungsziel attraktiv zu gestalten. Wie das gelingen kann, diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Themenforum "Die Chancen der Digitalisierung im Tourismus nutzen" unter Moderation von Staatssekretär Christoph Dammermann und dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Zollverein, Prof. Dr. Hans-Peter Noll.

 

Ziel des Themenforums

Das Ruhrgebiet ist schon heute mit vielen Millionen Übernachtungen im Jahr ein beliebtes Reiseziel aus dem In- und Ausland. Das Themenforum verfolgt das Ziel diese positiven Zahlen noch zu verbessern und die touristische Wettbewerbsfähigkeit des Landes und der Regionen weiter auszubauen. Dafür sollen digitale Potenziale ermittelt und auf die touristische Wertschöpfungskette übertragen werden. Der Ballungsraum Ruhrgebiet soll in Zukunft seine enorme touristische Vielfalt durch digitale Angebote noch besser zum Ausdruck bringen und von den Möglichkeiten im digitalen Zeitalter profitieren.

Aufbau des Themenforums

Das Themenforum verfolgt die zentrale Frage: "Wie nutzen wir die Digitalisierung für den Tourismus?". Es gilt, touristische Attraktionen des Ruhrgebiets mit dem Einsatz digitaler Technologien zeitgemäß erlebbar zu machen und dauerhaft attraktiv zu halten. Hier stellen sich bei den Tourismuszielen in der Region ähnliche Herausforderungen, die am besten gemeinsam bearbeitet werden können. Darüber hinaus soll die Frage beantwortet werden, wie touristische Inhalte, gewonnen, digitalisiert und von den einzelnen touristischen Akteuren genutzt und verbreitet werden können. Dies wird auch die Entwicklung der Gästezahlen in der Metropolregion Ruhr positiv beeinflussen.

Bei der Auftaktveranstaltung am 8. Februar 2019 diskutierten rund 70 Hoteliers, Gastronomen, Vertreter der touristischen Institutionen und Attraktionen des Ruhrgebiets über digitale Potenziale für die touristische Wertschöpfung in der Region. Dabei konstituierten sich drei Arbeitsgruppen, die in Workshop-Sessions und Diskussionsrunden konkrete Ergebnisse zur digitalen touristischen Entwicklung des Ruhrgebiets erarbeitet haben. Ergebnis dieser Arbeit sind ein Projektantrag und zwei qualifizierte Projektskizzen, die derzeit unter den Beteiligten der Auftaktveranstaltungen und weiteren Tourismus-Akteuren in Nordrhein-Westfalen unter anderem mit Hilfe einer Online-Beteiligungsplattform abgestimmt werden. Die hier gesammelten Ideen sollen in die Projektskizzen einfließen, die auf einer Abschlussveranstaltung am 5. Juni beschlossen werden.

Projektideen im Detail

Projektvorschlag 1 - Metropole Ruhr: Digitale Modelldestination NRW

Die Herausforderungen der Digitalisierung auf das Destinationsmanagement der Metropole Ruhr werden mit diesem Projekt konkret behandelt, um die Chancen der neuen digitalen Technologien wie z.B. Sprachausgabe, KI oder Internet of Things (IoT) zu nutzen. Das Vorhaben ist eng verzahnt mit der der derzeit in der Entwicklung befindlichen neuen Landestourismusstrategie (LTS). Ziel ist unter anderem, die modellhafte Entwicklung und Optimierung der Instrumente des regionalen Destinationsmanagements Metropole Ruhr mit eindeutiger Ausrichtung auf den Megatrend Digitalisierung. Zudem soll die Sichtbarkeit des Tourismusangebots der Metropole Ruhr auf der digitalen Landkarte für Nutzer- und Zielgruppen erhöht werden, um zum Beispiel durch authentische Inhalte, die Reisemotivationen auszulösen und mit positiven Bildern zum Imagetransfer und damit zum Standortmarketing Metropole Ruhr beizutragen. Das Projekt steht bereits im Antragsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf und wir durchgeführt von Tourismus NRW e.V. und der Ruhr-Tourismus GmbH.

Projektvorschlag 2 - RUHR.FUSSBALL – innovative, digitale Inwertsetzung des touristischen Potenzials von Fußballveranstaltungen und artverwandten Events und Angeboten

Durch die herausragende regionaltypische und authentische Bedeutung des Fußballs besteht die Chance für die Metropole Ruhr mit innovativen digitalen Vermarktungsstrategien hier eine Vorreiterrolle einzunehmen und bis zur EM 2024 das Topreiseziel zum Thema Fußball in Deutschland werden. Gemeinsam mit den Vereinen der 1. bis 4. Liga, den lokalen Tourismus- und Stadtmarketinggesellschaften, dem Deutschen Fußball Bund, dem ADAC Westfalen und dem Westdeutschen Fußballbund hat die Ruhr Tourismus GmbH in zwei Expertenrunden konkrete Projektziele und Maßnahmen erarbeitet. Das Projekt umfasst die Konzeption und Bündelung von touristischen Inhalten (wie z.B. redaktionelle Stories oder Testimonials von bekannten Spielern) und Angeboten (z.B. Stadionführungen, Events wie die DFB-Pokalauslosung, vereinsübergreifende Touren) zum Thema Fußball im Ruhrgebiet. Diese Inhalte werden eng verzahnt mit den Maßnahmen des Projektes „Metropole Ruhr- digitale Modelldestination NRW“.

Projektvorschlag 3 - RUHR.DIGITAL – innovative digitale Services und Erlebnisse vor Ort

Mit dem Projekt sollen digitale Services und Erlebnisse geschaffen werden, die den Besuchern von Attraktionen einen konkreten Mehrwert bieten. Zum Beispiel: Orientierung und Informationen für Besucher durch Virtual Reality Formate oder digitale Führungen. Das Projekt steht bereits im Antragsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf und wir durchgeführt von Tourismus NRW e.V. und der Ruhr-Tourismus GmbH.

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Video: Drei Fragen zur Ruhr-Konferenz an Christoph Dammermann
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Die Digitalisierung bietet viele Chancen, dieses Potenzial noch weiter zu steigern und das Ruhrgebiet als Reise-, Kultur- und Übernachtungsziel attraktiv zu gestalten. Wie das gelingen kann, diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Themenforum "Die Chancen der Digitalisierung im Tourismus nutzen" unter Moderation von Staatssekretär Christoph Dammermann und dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Zollverein, Prof. Dr. Hans-Peter Noll.

 

Moderation der Veranstaltung


Staatssekretär Christoph Dammermann: „Die fortschreitende Digitalisierung verändert alle Prozesse im Tourismus. Das betrifft die Erwartungen der Gäste im Bereich der gesamten touristischen Wertschöpfungskette ebenso wie die touristischen Angebote im Ruhrgebiet. Im Themenforum Tourismus werden Chancen aufgezeigt, Ziele gesetzt und Wege vereinbart, wie die Tourismusregion Ruhrgebiet am besten von digitalen Lösungen profitieren kann. Die Leitung dieser spannenden Aufgabe übernehme ich sehr gerne im engen Schulterschluss mit dem Chef der Stiftung Zollverein, Prof. Dr. Hans-Peter Noll.“
   
Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender Stiftung Zollverein: „Als Kind des Ruhrgebiets und neuer Generalmanager des Welterbes Zollverein freue ich mich, dieses Themenforum zu begleiten. Ziel sollte es sein, neue Aufgaben auf Destinations- und Landesebene zu definieren und abgestimmte Vorgehens-weisen zu erarbeiten, um die touristischen Attraktionen des Ruhrgebiets mit dem Einsatz digitaler Technologien erlebbar und dauerhaft attraktiv machen. Die Digitalisierung im Tourismus birgt zudem eine Fülle an ganz konkreten Chancen und Möglichkeiten, um Potentiale zu heben: angefangen von der Vermarktung über die Markenführung, Ticketing, Gästeservice, über die Optimierung der Orientierung vor Ort und nicht zuletzt um Gästezahlen steigern.“

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