Steinkohlenbergbau in NRW

Bild des Benutzers Mareike Sassenscheidt
Gespeichert von Mareike Sassens... am 1. Februar 2016

Steinkohlenbergbau in NRW

In der Bundesrepublik Deutschland wird nur noch in Nordrhein-Westfalen Steinkohle gewonnen. Gemäß der zwischen Bund, NRW, Saarland und RAG geschlossenen Rahmenvereinbarung vom 14. August 2007 wird der subventionierte Steinkohlenbergbau Ende 2018 auslaufen. Ende 2012 wurde das Bergwerk West stillgelegt und Ende 2015 das Bergwerk Auguste-Victoria in Marl. Die derzeit betriebenen Steinkohlenbergwerke verfügen über planfestgestellte Rahmenbetriebsplanzulassungen, die mindestens bis zur beschlossenen bzw. geplanten Stilllegung des jeweiligen Bergwerks reichen.

Zurzeit werden in NRW von der RAG AG noch zwei Steinkohlenbergwerke auf der Grundlage bergrechtlich zugelassener Betriebspläne betrieben:

  • Prosper-Haniel (Bottrop)
  • Ibbenbüren (Ibbenbüren)

Im Jahr 2015 haben die drei Bergwerke in NRW 6,2 Millionen Tonnen Steinkohle gefördert. In Deutschland lag der Anteil der heimischen Steinkohle an der Primärenergiegewinnung im Jahr 2015 bei 4,6 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Steinkohlenbergbau NRW lag Ende 2015 bei 10.000 (davon 464 Auszubildende).

Im Zuge der Stilllegung des Steinkohlenbergbaus sind durch die Bergbehörde vermehrt Abschlussbetriebsplanverfahren durchzuführen, um eine zügige Wiedernutzbarmachung der bergbaulich in Anspruch genommenen Flächen sicherzustellen und Folgenutzungen wie u. a. Windkraftanlagen auf Halden, Wärmegewinnung aus Grubenwasser oder Gewerbeansiedlungen zu ermöglichen.

Prüfung möglicher Umweltauswirkungen durch den Einsatz von Abfall- und Reststoffen zur Bruch-Hohlraumverfüllung und durch den PCB-Einsatz in Steinkohlenbergwerken

Im Zusammenhang mit der Modifikation der Grubenwasserhaltung im Steinkohlenrevier des Ruhrgebiets nach Ende des aktiven Bergbaus 2018 gilt es den über einige Jahre praktizierten Untertageversatz mit bergbaufremden Reststoffen und den ebenfalls länger zurückliegenden Einsatz PCB-haltiger Hydraulikflüssigkeiten untertage zu bewerten. Das Wirtschaftsministerium und das Umweltministerium haben daher gemeinsam ein Gutachten zur Prüfung möglicher Umweltauswirkungen durch den Einsatz von Abfall- und Reststoffen zur Bruch-Hohlraumverfüllung und durch den PCB-Einsatz in Steinkohlenbergwerken in Nordrhein-Westfalen beauftragt. Neben der Untersuchung möglicher Umweltauswirkungen soll der gegebenenfalls bestehende Handlungsbedarf aufgezeigt werden. Dabei sollen insbesondere mit Blick auf die Planungen zur Grubenwasserhaltung Empfehlungen für ein Monitoring der Belastung von Gruben- und Oberflächengewässern erarbeitet werden.

Der Stand der Untersuchungen und vorliegende Ergebnisse, Protokolle und Dokumente der Sitzungen des die Gutachtenerstellung begleitenden Arbeitskreises und Unterlagen, die Grundlage für die Gutachtenerarbeitung sind, können auf der Projekt-Homepage zur Gutachtenerarbeitung eingesehen werden: www.umweltauswirkungen-utv.de

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen