​Selbst und ständig

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Gespeichert von Volker Stößel am 1. Juni 2018
1. Juni 2018

​Selbst und ständig

Agnes Pohl bietet in ihrem Bonner Café WONNETÖRTCHEN nicht nur Cupcakes an.

 

Selbstständig und nicht angestellt sein: Diesen Wunsch hatte Agnes Pohl als Texterin in einer großen Werbeagentur. Die Idee zur Gründung des Cafés WONNETÖRTCHEN ist der 35-Jährigen dann während eines Aufenthalts in New York gekommen. „Cupcakes zählen in den USA zu den favorisierten Backwaren. Die Idee, dass sich jeder ein eigenes Törtchen nach seinem Geschmack aussuchen kann, fand ich großartig.“
 
Im Frühjahr 2017 hat Agnes Pohl ihr Café in Bonn eröffnet und bietet mehr als 100 unterschiedliche Sorten Cupcakes an. Für die Toppings der süßen aber auch herzhaften handgemachten Gebäckstücke kommen färbende Lebensmittel, also Extrakte aus Gemüse und Obst, zum Einsatz.
 
Das Geschäftsmodell des Start-ups basiert auf dem Café-Geschäft, Caterings für Hochzeiten und Business-Events sowie Cupcake-Kursen. Zusätzlich bietet Agnes Pohl Abendveranstaltungen wie Lesungen, Bingo oder Cupcake-Tastings an.
 
Die Eröffnung des Cafés erfolgte nicht von heute auf morgen. Die Vorbereitungen haben ein Jahr gedauert. „Alle Rezepte wurden von mir entwickelt und mit einer Gruppe getestet. Für das Ladenlokal musste ich eine Nutzungsänderung bei der Stadt Bonn beantragen. Auch der Umbau in eine Backstube sowie Büro und Lager nahm Zeit in Anspruch“, so die Gründerin.

Hochschulabsolventin wechselt ins Handwerk

Gerüstet für ihr Vorhaben war Medienwissenschaftlerin Agnes Pohl dank einer Fortbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich. Dies allein reichte jedoch nicht: Für den Außerhaus-Verkauf der Cupcakes musste sie noch eine Konditorenprüfung ablegen. „Durch Recherchen fand ich heraus, dass ich bei der Handwerksammer eine Ausnahmebewilligung beantragen und zeitverkürzt eine kleine Prüfung ablegen konnte.“

Hilfe durch das STARTERCENTER Bonn/Rhein-Sieg

Unterstützung während der Gründungsphase und Kontakte ins Konditor-Handwerk hinein erhielt Agnes Pohl vom STARTERCENTER Bonn/Rhein-Sieg. Das zahlt sich aus. Seit der Eröffnung hat sich das Unternehmen gut entwickelt und kann laut eigenen Angaben einen wachsenden Kundenstamm aufweisen. Einige Kooperationen wie mit einer Hochzeits-Location oder auch den Skandinavischen Filmtagen Bonn haben sich ergeben.
 
Agnes Pohl resümiert: „Mit dem Café habe ich mir einen Traum erfüllt. Wir sind zu einem Ort geworden, an dem Menschen zusammenkommen, um eine schöne Zeit zu verbringen. Das positive Feedback der Kunden ist wunderbar. Ich habe die Gründung keinen Tag bereut, auch wenn es sehr viel Arbeit ist und sich die Aussage ‘selbst und ständig‘ sicherlich bestätigt hat.“

Über die Serie #GründerzeitNRW

In der Serie #GründerzeitNRW kommen Gründerinnen und Gründer zu Wort, die mit ihren individuellen Lebenswegen und Geschäftsideen die Vielfalt der Start-up-Szene in Nordrhein-Westfalen widerspiegeln und Mut zur Selbstständigkeit machen sollen. Ausgewählt wurden junge Unternehmen, die von STARTERCENTERN oder anderen Einrichtungen beraten oder für Auszeichnungen, wie den GRÜNDERPREIS NRW oder DWNRW-Award, nominiert wurden.

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