Regionalpolitik

Regionalpolitik

Regionale Kooperation stärken

Die 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind die Grundpfeiler des Verwaltungsaufbaus in unserem Land. Sie bilden das Gefüge der öffentlichen Daseinsfürsorge und sind die ersten Ansprechpartner für die Bürger und Unternehmen.

Um sich den regionalen Herausforderungen erfolgreich zu stellen, formieren sich in Nordrhein-Westfalen die Kommunen zunehmend in regionalen Zusammenhängen. Sie bilden Kooperationen, um wirtschaftliche, arbeitsmarktpolitische, planerische, gesundheits- oder kulturpolitische Ziele zu erreichen. Viele fachliche Aufgaben sind heute auf der Ebene der einzelnen Kommunen kaum noch lösbar: Flächen können durch kommunale Kooperation effizienter entwickelt und vermarktet werden. Auch die Lösung demografischer Herausforderungen ist eher in regionalen Handlungsansätzen möglich. Schließlich kann der Einsatz öffentlicher Mittel zielgerichteter und effektiver erfolgen.

Deswegen stärkt die Landesregierung die Regionen, um ihre Präsenz im internationalen Standortwettbewerb auszubauen und sie als feste Partner der Wirtschaftspolitik des Landes zu etablieren. Heute haben sich neun Wirtschaftsregionen in Nordrhein-Westfalen gebildet, deren räumliche Abgrenzung entlang historisch, kulturell und ökonomisch gewachsener Handlungsräume und der gelebten Zusammenarbeit im Rahmen von Regionalmanagements erfolgt.

Mit ihrer Strukturpolitik verfolgt die Landesregierung sowohl einen auf Ausgleich regionaler Disparitäten ausgerichteten Ansatz als auch einen wachstumsorientierten Ansatz. Während das Ziel zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland ein im Grundgesetz verankerter Auftrag ist, folgt der wachstumsorientierte Ansatz der Strategie Europa 2020, die auf Wachstum und Beschäftigung ausgerichtet ist und den Rahmen für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum schaffen soll.

Die Notwendigkeit der aktiven Beteiligung von Regionen an einer erfolgreichen und akzeptierten Wirtschafts- und Strukturpolitik des Landes ist unumstritten und seit vielen Jahren erprobt und erfolgreich. Denn so können die regionale Heterogenität, die jeweiligen sozio-ökonomischen Strukturen sowie die Branchenstrukturen in den einzelnen Regionen am ehesten berücksichtigt werden.

Voraussetzung für eine effiziente und moderne Regionalentwicklung ist zunächst die Analyse der regionalen Stärken und Herausforderungen sowie das Festlegen von daraus abzuleitenden Zielen und Maßnahmen im Rahmen einer Entwicklungsstrategie. Die NRW.BANK – Förderbank des Landes – beobachtet die sozio-ökonomischen Entwicklungen in den Regionen des Landes. Mit ihren regionalwirtschaftlichen Profilen wird eine systematische Beschreibung aktueller Strukturen in den Regionen sowie deren Entwicklung in den zurückliegenden Jahren möglich. Damit wird auch die Grundlage geschaffen, die Wirksamkeit und Notwendigkeit strukturpolitischer Maßnahmen ableiten zu können. Zu Beginn des Jahres 2016 wurden die regionalwirtschaftlichen Profile der NRW.BANK erstmals veröffentlicht und sollen nun jährlich fortgeschrieben werden.

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