Regionale Vielfalt

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 12. Februar 2016

Regionale Vielfalt – regionale Disparitäten

So vielfältig wie das Land Nordrhein-Westfalen mit 17,5 Millionen Einwohnern ist, so unterschiedlich sind auch seine Regionen. Die Spannweite reicht von prosperierenden Regionen mit nahezu Vollbeschäftigung bis zu Regionen, die die volle Wucht des Strukturwandels zu spüren bekamen und zum Teil heute noch die Auswirkungen zu tragen haben. Sie reicht von ländlichen, über industriell geprägte Regionen bis hin zu Dienstleistungsmetropolen an Rhein und Ruhr.

Vergleichbare Entwicklungschancen der Regionen schaffen

Für die Landesregierung ist der grundgesetzliche Auftrag einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse handlungsleitend. Dies gelingt am besten, indem vergleichbare Entwicklungschancen der Regionen geschaffen werden.
Eine moderne regionale Strukturpolitik reagiert aber nicht allein auf Entwicklungsengpässe und akute Bedürftigkeit, sie will auch Wachstumschancen unterstützen. Sie steht damit im Einklang mit der „Europa 2020-Strategie“ der Europäischen Union.

Mit den drei Schwerpunkten der Strategie Europa 2020 (intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum) rücken Innovationen ins Zentrum der europäischen Regionalpolitik. Auf NRW bezogen bedeutet dies, dass eine Region, die z.B. im Leitmarkt Medien und Kreativwirtschaft bereits besonders stark ist, mit einer Förderung im Kreativwirtschaftsbereich wahrscheinlich eine höhere Wertschöpfung generieren kann als mit einer Förderung in einem Engpass oder dort weniger verankerten Leitmarkt. Unter dem wachstumsbezogenem Motto „Stärken stärken“, erscheint daher die intelligente Spezialisierung von Teilregionen auf ihre endogenen Potenziale sinnvoller als eine Breitenförderung.

Da alle, auch wenig prosperierende Regionen spezifische endogene Potenziale aufweisen, schließen sich Wachstums- und Ausgleichszielsetzungen in diesem Fall nicht aus. Daher kann sich die Strategie des mit 17,5 Mio. Einwohnern größten Bundeslandes nicht allein auf die Landesebene beschränken. Sie muss auch teilräumliche Spezifika berücksichtigen. Sowohl strukturschwächere als auch stärkere Regionen profitieren daher auf ihre eigene Weise von der Regionalpolitik der Landesregierung.
 

Die Abbildung zeigt GRW-Fördergebiete in NRW 2014-2020. Auswahlentscheidung auf der Grundlage sozioökonomischer Kennziffern zugunsten von Regionen in schwierigen ökonomischen Lagen. Die Festlegung der Fördergebiete erfolgt bundesweit in Abhängigkeit von der Struktur- und Wirtschaftsschwäche der einzelnen Regionen. Sie wirkt sich auf die mögliche Höhe der Fördersätze für Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft aus.

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