NeueWerkstoffe.NRW

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Gespeichert von Kim-Anh Nguyen am 30. April 2019
30. April 2019

Nordrhein-Westfalen und EU fördern Forschungsprojekte mit rund 22 Millionen Euro

Minister Pinkwart: Die geförderten Projekte im Leitmarktwettbewerb NeueWerkstoffe.NRW sind ein wichtiger Beitrag, um die Innovationskraft des Standorts weiter zu stärken

Neuartige Fasern, die menschliches Gewebe ersetzen können, Leichtbaumaterialien für die Automobilindustrie, Filtersysteme für Kläranlagen: In Nordrhein-Westfalen forschen Industrie und Wissenschaft derzeit nach vielen neuen Materialien. 14 innovative Projekte fördern Land und EU nun in der zweiten Runde des Leitmarktwettbewerbs NeueWerkstoffe.NRW mit insgesamt 22 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln.

 

Das wesentliche Ziel des Leitmarktwettbewerbs ist der Transfer wissenschaftlichen Know-Hows in die wirtschaftliche Nutzung.
 
Minister Pinkwart: „Die geförderten Projekte sind hochinnovativ und haben das Potenzial, bestehende Lücken in Industrie und Forschung zu schließen. Sie beschäftigen sich mit hochaktuellen Themen, die eine zentrale Rolle für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung unseres Landes spielen und sind ein wichtiger Beitrag, um die Innovationskraft des Standortes Nordrhein-Westfalen weiter zu stärken.“
 
Folgende Projekte werden vom Land Nordrhein-Westfalen und von der EU gefördert:

  • Akustik-STRUKT: Entwicklung und Optimierung faserverstärkter Leichtbaustoffe, um gute akustische Bauteileeigenschaften zu erzielen. (Lüdenscheid/Iserlohn)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Integrative Auslegung von Leichtbauteilen mit Hilfe der Strukturintensitätsanalyse zur Erzielung guter akustischer Eigenschaften unter Berücksichtigung des Einsatzes, Optimierung und Entwicklung faserverstärkter Kunststoffe." 
     
  • ALKATAT: Dieses Projekt arbeitet daran, ein neuartiges Stent-Implantationssystem zur Patientenversorgung zu entwickeln. (Bochum/Köln)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Innovative Werkstoffverbindungen zur alternativen Implantateinbringung – katheterfreies Implantat"
     
  • AlPhaMat: Ziel des Projekts ist die Vermeidung von Abfall, Aufwand und Kosten beim Drucken von Kunststoffformteilen, die durch Stützstrukturen in lithographischen 3D-Druckverfahren verursacht werden. (Aachen/Unna) 
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Lichthärtende Phasenübergangsmaterialien für die Additive Produktion von Polymerbauteilen."
     
  • Bio-FML: Entwicklung und Herstellung nachhaltiger Faser-Metall-Laminate auf Basis natürlicher und recycelbarer Ausgangsmaterialien (Aachen/Stolberg/Bielefeld)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Entwicklung und Herstellung nachhaltiger Faser-Metall-Laminate auf Basis natürlicher und recycelbarer Ausgangsmaterialien."
     
  • FiberRadar: Ziel ist die Entwicklung eines Verfahrens, um den Fertigungsprozess hochfester Faserverbundwerkstoffe zu kontrollieren. (Wachtberg/Aachen/Bochum/Würselen)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Millimeterwellen-Scansystem zum Monitoring von Glasfaserlagen bei der Faserverbundstoffherstellung"
     
  • FibroGraft: Kann ein neuer Werkstoff aus dem Kokon des Seidenspinners bei der Patientenversorgung menschliches Gewebe ersetzen? In einem Aachener Projekt wird das Potenzial so genannter Fibroin-Verbundsysteme ausgewertet. (Aachen)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Evaluierung des Nutzungspotenzials von Fibroinverbundsystemen aus natürlicher Seide für die Geweberegeneration"
     
  • Form-LIGHT: Entwicklung einer Prozesskette zur Herstellung eines vollflächigen Kunststoff-Leichtmetall-Verbunds (Lippstadt/Paderborn/Wuppertal/Aachen)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Entwicklung eines mikroformschlüssigen Kunststoff/Leichtmetall-Hybridwerkstoffverbunds mit Class-A-Oberfläche"
     
  • HyOpt: Optimierungsbasierte Entwicklung von Hybridwerkstoffen für Leichtbau in der Automobilindustrie (Paderborn/Borgentreich) 
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Optimierungsbasierte Entwicklung von Hybridwerkstoffen"
     
  • HyperSol: Dieses Projekt erforscht Methoden, wie Methanol und Methan effizienter generiert werden können. Diese Brennstoffe sind besonders wichtig als Treibstoff für Mobilität und um Energie zu speichern. (Aachen/Duisburg/Dortmund/Bonn)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Hybrider plasmonisch verstärkter Photokatalysator zur Erzeugung Solarer Brennstoffe"
     
  • LightMatBatteryHousing: Entwicklung eines gewichtsoptimierten Kunststoffmaterials für Batteriegehäuse in E-Autos. (Bonn/Aachen/Bergisch-Gladbach/Lotte/Sontra)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Entwicklung funktionalisierter, unidirektional faserverstärkter Halbzeuge zur großserientauglichen Herstellung neuartiger, hochbelasteter Kunststoffbatteriegehäuse für Elektrofahrzeuge"
     
  • LIKELY: Dieses Projekt arbeitet daran, neue Werkstoffe für die PEM-Wasserstoffelektrolyse zu entwickeln und zu untersuchen. Die Elektrolyse ermöglicht die Energiespeicherung beispielsweise von regenerativen Energien. (Wenden/Gelsenkirchen/Essen/Duisburg)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Entwicklung eines neuartigen Katalysators mittels Laserablation zur Generierung von Iridium-Nanopartikeln auf oberflächenmodifizierten Keramikträgern für den effizienten Einsatz in PEM-Elektrolysezellen"
     
  • MAT-LAAM Technologie: Untersuchung und Entwicklung von Materialien zur industriellen Herstellbarkeit individueller Kunststoffgroßformteile durch 3D-Druck (Velen/Aachen)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Untersuchungen und Entwicklung von Materialien zur industriellen Herstellbarkeit individueller Kunststoffgroßformteile durch Large Area Additive Manufacturing"
     
  • PerovsKET: Verbesserung der Struktur und damit der Materialeigenschaften und Stabilität von Perowskiten (Mineralien) für den Bereich der Nano-Lichttechnologie. (Aachen/Bonn/Wuppertal)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Verbesserung der Mikrostruktur von Perowskiten mittels thermischem Nanoimprint als Schlüsseltechnologie für großflächige Perowskit-Optoelektronik"
     
  • texSorb: Entwicklung eines Filtersystems, um noch mehr Mikroschadstoffe aus Kläranlagen nach biologischer Aufbereitung zu entfernen. (Duisburg/Krefeld/Essen)
    Offizieller Langtitel des Projekts: "Entwicklung von textilen Adsorbern zur Adsorption von Spurenstoffen aus kommunalen Abwässern nach biologischer Aufbereitung"

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