Nordrhein-Westfalen als Vorreiter und Leitanbieter für Elektromobilität

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8. Mai 2019

Nordrhein-Westfalen als Vorreiter und Leitanbieter für Elektromobilität

Pinkwart: Nordrhein-Westfalen hat die Chance, zum Automotive-Land Nummer Eins aufzusteigen

Die Landesregierung stellt die Weichen für die Zukunft der Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen, um das Land zum Leitanbieter und Leitmarkt im Bereich der Elektromobilität zu entwickeln. Ein Baustein dafür ist die von der Landesregierung beschlossene Bewerbung Nordrhein-Westfalens für die „Forschungsfertigung Batteriezelle“. Zudem stellt das Land Fördermittel für Projekte, Unternehmen, Kommunen oder Privatpersonen von 40 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Diese Pläne stellten Ministerpräsident Armin Laschet, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, und Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft, am Mittwoch, 8. Mai 2019, bei einer Pressekonferenz vor.
 
„Die Elektromobilität wird eine tragende Säule einer nachhaltigen und innovativen Mobilität der Zukunft sein. Nordrhein-Westfalen ist bereits heute ein starker Standort in diesem Bereich, dieses Potenzial wollen wir weiter ausbauen. Die Landesregierung hat das klare Ziel, Nordrhein-Westfalen zum Vorreiter, Antreiber und Impulsgeber der Elektromobilität weiterzuentwickeln“, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet. „Mit der Förderung der Elektromobilität tragen wir ökologischen Fragen des Klimaschutzes gleichsam wie der wirtschaftlichen Zukunft unseres Industriestandortes Rechnung. Dazu verbinden wir unsere traditionellen Kompetenzen in der Produktion mit neuem Wissen und neuen Entwicklungen, die in der Hochschul- und Forschungslandschaft entstehen.“
 
Bei der Kabinettssitzung am 7. Mai 2019 hat das Kabinett beschlossen, die Bewerbung Nordrhein-Westfalens mit dem Standort Münster unter Federführung des international renommierten Batterieforschungsinstituts MEET zu unterstützen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert rund 400 Millionen Euro in den Aufbau einer Forschungsfabrik zur Entwicklung von Zellfertigungskonzepten. „Dank der exzellenten Forschung und Vernetzung bieten Münster und Nordrhein-Westfalen ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung der richtungsweisenden Forschungsfabrik, die künftig deutschlandweit Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung stehen soll“, betonte Ministerpräsident Laschet.
 
Ministerin Pfeiffer-Poensgen: „Die Forschungsfertigung Batteriezelle wird es ermöglichen, eine wichtige Lücke in der Wertschöpfungskette der Elektromobilität in Deutschland zu schließen. Münster ist der ideale Standort. Nordrhein-Westfalen hat das größte Potential, Kräfte bundesweit zu einen. Die wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen sind exzellent und gründen auf einer breiten Basis.“
 
„Bereits bestehende Leuchtturmprojekte und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen wie Daimler in Düsseldorf und Ford in Köln bis zu der e.Go Mobile AG und StreetScooter GmbH zeigen mit ihren Produkten eindrucksvoll, wie Elekromobilität ‚made in Nordrhein-Westfalen‘ Fahrt aufnimmt“, sagte Ministerpräsident Laschet weiter. „Sie und die Branche leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zu mehr Klima- und Umweltschutz, sie schaffen auch neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung in unserem Land.“ Am Donnerstag (9. Mai 2019) beginnt die e.Go Mobile AG mit der Auslieferung der ersten vollelektrisch angetriebenen Fahrzeuge e.Go Life am Produktionsstandort Aachen. Ministerpräsident Laschet wird das erste Serienfahrzeug symbolisch in Empfang nehmen.
 
Um die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität zu unterstützen, stellt das Land Nordrhein-Westfalen eine umfassende Förderung bereit. Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart betonte: „Nordrhein-Westfalen hat die große Chance, zum Automotive-Land Nummer eins im beginnenden Zeitalter der Elektromobilität aufzusteigen – in der Produktion wie in der Anwendung. Deshalb bieten wir ein Förderpaket zum Einstieg, das von der Beratung über die Anschaffung und Finanzierung von Fahrzeugen bis hin zum Aufbau der Ladeinfrastruktur reicht. Dafür haben wir das Fördervolumen für Emissionsarme Mobilität auf 40 Millionen Euro im Jahr 2019 verdoppelt. Ganz gleich ob kleiner Handwerksbetrieb, großer Flottenbetreiber, Kommune oder Privatperson: Alle können das neue Angebot nutzen und unser Land zum Vorreiter einer emissionsarmen und innovativen Mobilität machen.“
 
Begleitet wird der Prozess durch einen Expertenrat Elektromobilität, der die Expertise und das vorhandene Know-How von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden vernetzt und strategische Impulse setzt. Der Expertenrat wurde im Oktober 2017 ins Leben gerufen. Dieser gehören namenhafte Vertreter von Wirtschaft und Forschungseinrichtungen an, die auf dem Gebiet der Batteriezellfertigung besonders ausgewiesen sind. 

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