Modellregion Wasserstoffmobilität NRW „Düssel.Rhein.Wupper“

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Gespeichert von Frederic Paul am 12. November 2020
12. November 2020

Modellregion Wasserstoffmobilität NRW „Düssel.Rhein.Wupper“

Minister Pinkwart: Erster Praxistest eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-LKW findet in Nordrhein-Westfalen statt

„Die innovative Modellregion Wasserstoffmobilität NRW Düssel.Rhein.Wupper nimmt Fahrt auf“, sagte Wirtschafts- und Klimaschutzminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bei der Vorstellung eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-LKW in Düsseldorf. Die Siegerregion des Wettbewerbs Modellregion Wasserstoffmobilität NRW wird das Fahrzeug im innerstädtischen Lieferverkehr einsetzen.

 

Der Praxistest gehört zum grenzüberschreitenden Projekt „H2-Share“, das in sechs nordwesteuropäischen Regionen emissionsfreie Wasserstoff-Brennstoffzellen-LKW im schweren Güterver­kehr erprobt. Düsseldorf ist die einzige Testregion in Deutschland.

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Wasserstoff ist für das Gelingen der Energiewende und zur Er­reichung der Klimaschutzziele essenziell. Durch die konsequente Nutzung im Verkehrsbereich und in der Industrie ließen sich ein Viertel der heute anfallenden Emissionen vermeiden. Nordrhein-Westfalen hat sich mit seiner Wasserstoff-Roadmap ehrgeizige Ziele gesetzt und wird den Aufbau einer zukunftsweisenden Wasserstoffwirtschaft in den nächsten Jahren deutlich beschleunigen. Wir freuen uns, dass es mit Hilfe der EnergieAgentur.NRW gelungen ist, den einzigen deutschen Praxistest eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-LKW in die Modellregion Wasserstoffmobilität NRW zu holen. Wir unterstützen die Region nach Kräften und werden alle Fördermöglichkeiten nutzen, die ambitionierten Ziele unserer Wasserstoff-Roadmap Nordrhein-Westfalen zu erreichen: Im Jahr 2025 möchten wir 400 Brennstoffzellen-LKW in Nordrhein-Westfalen auf der Straße sehen.“
 
Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf: „Wir wollen unsere Vorreiterrolle bei der Umsetzung und Anwendung von Was­serstoff- und Brennstoffzellentechnologien in Nordrhein-Westfalen weiter ausbauen, nachdem wir bereits den Lan­deswettbewerb Modellregion Wasserstoffmobilität NRW gewonnen haben. Umso mehr freue ich mich, dass der erste Brennstoffzellen-LKW jetzt auf Düsseldorfs Straßen rollt. In den nächsten zehn Jahren sollen in der Region Düssel.Rhein.Wupper 200 Brennstoffzel­len-Lkw 140 Brennstoffzellen-Busse und sowie mehrere Sonderfahrzeuge mit grünem Wasserstoff unterwegs sein.“
 
Holger te Heesen, geschäftsführender Gesellschafter ABC-Logistik: „Nach­haltige Lösungen in der Lieferlogistik sind uns ein dringendes Anliegen. Aus diesem Grund wurde vor 1,5 Jahren das Unternehmen incharge, smarte Innenstadtlogistik in Düsseldorf gegründet. Mit dem Brennstoffzellen-LKW können wir nun die Düsseldorfer Innenstadt mit bis zu 20 Fahrten ohne Nachladen mit einem großen Fahrzeug emissionsfrei beliefern. Wir sind sehr froh, dass die Wasserstoffmodellregion sofort einen spürbaren Mehrwert für den Standort Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen hat.“
 
Im Rahmen des Testbetriebs gewinnen die Projektteilnehmer Erfahrungen für einen späteren Markthochlauf. Der Einsatz des 27-Tonnen Lkw der niederländischen Firma VDL wird an europaweit insgesamt sechs Standorten getestet. Während des Praxistests, der bis zum 22. Dezember läuft, wird der Lkw in Düsseldorf-Holthausen an der im vergangenen Jahr eröffneten Wasserstofftankstelle von Air Liquide betankt. Teil des Projekts ist auch die Entwicklung einer mobilen Wasserstofftankstelle durch die Firma Wystrach GmbH aus Weeze am Niederrhein. Das Projekt H2-Share wird durch das Interreg-Programm Nordwesteuropa mit 1,7 Millionen Euro an EU-Mitteln gefördert.

Minister Pinkwart hat die Region DüsselRheinWupper vor wenigen Wochen zum Sieger des Wettbewerbs Modellregion Wasserstoffmobilität NRW gekürt. Die Region will Wasserstoff zunächst durch den biogenen Anteil von Müllheizkraftwerken, später auch durch Erneuerbare Energien vor Ort erzeugen. Genutzt werden soll dieser grüne Wasserstoff dann vor allem von Nutzfahrzeugen sowie von kommunalen Fahrzeugen und Unternehmensflotten. Dabei hat sich die Region ehrgeizige Ziele gesetzt: So sollen binnen zehn Jahren bereits 140 Brennstoffzellen-Busse und 200 Brennstoffzellen-Lkw sowie mehrere Sonderfahrzeuge mit Wasserstoff unterwegs sein. Darüber hinaus will die Gewinnerregion den Wasserstoff als Speicher für regenerativ erzeugten Strom nutzen, wenn die Stromnachfrage vor Ort gering ist.

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