Fraunhofer IAIS koordiniert neues Kompetenznetzwerk für Künstliche Intelligenz in Nordrhein-Westfalen

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9. August 2018

Minister Pinkwart: Wir bündeln die Kompetenzen zur Künstlichen Intelligenz, um Forschung und Qualifizierung zu stärken und den Unternehmen dieses Wissen schneller zugänglich zu machen

Fraunhofer IAIS koordiniert neues Kompetenznetzwerk für Künstliche Intelligenz in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen wird seine führende Position in der Forschung und Qualifizierung zum Themenfeld „Künstliche Intelligenz“ (KI) deutlich ausbauen und ein neues Kompetenznetzwerk an den Start bringen.

 

Wie Innovations- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bei seinem Besuch des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS mitteilte, soll die geschäftsführende Stelle dafür in Sankt Augustin entstehen: „Daten sind der Treibstoff der Zukunft und Künstliche Intelligenz hilft uns, diese Ressource für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. In der Entwicklung und Anwendung nehmen unsere Hochschulen und Institute Spitzenplätze in Deutschland und Europa ein. Um die Forschung zu stärken und den Unternehmen dieses exzellente Wissen noch schneller zugänglich zu machen, wollen wir diese Kompetenzen bündeln und alle KI-Einrichtungen des Landes gleichberechtigt an diesem Netzwerk beteiligen.“ Das neue Projekt habe auch den Anspruch, Nordrhein-Westfalen zur Leitregion für akademische und berufliche Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet von Data Sciences, maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz zu entwickeln.

„Das Land Nordrhein-Westfalen verfügt über eine ausgezeichnete Forschungslandschaft mit Pionier-Einrichtungen für die praxisnahe Erforschung und Entwicklung von Technologien des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz“, sagte Prof. Dr. Christian Bauckhage, Professor für Informatik an der Universität Bonn und Lead Scientist für Maschinelles Lernen am Fraunhofer IAIS. Wichtige Standorte in Nordrhein-Westfalen sind neben der Region Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis vor allem Aachen, Bielefeld, Bochum, Düsseldorf, Dortmund, Jülich, Münster, Paderborn, Siegen und Wuppertal. „Indem wir diese wissenschaftlichen Akteure noch stärker untereinander und mit der Wirtschaft vernetzen, schaffen wir eine wichtige Basis, um Unternehmen im Land NRW und darüber hinaus fit für die digitale Zukunft zu machen.“

„Denn es gilt jetzt unsere Wirtschaft dabei zu unterstützen, im internationalen Wettbewerb um intelligente Produkte und Dienstleistungen sowie neue Geschäftsmodelle nicht den Anschluss zu verlieren“, ergänzte Dr. Dirk Hecker, Geschäftsführer der Fraunhofer-Allianz Big Data und stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IAIS. „Über unser geplantes Kompetenznetzwerk wollen wir einen direkten und schnellen Transfer in Unternehmen schaffen. Das Thema KI ist zu disruptiv, zu global und zu rasant – jeder Monat zählt.“

Minister Pinkwart: „Die Aufgaben, die vor uns stehen, sind überaus anspruchsvoll: Unternehmen dürfen ihre digitale Souveränität nicht verlieren, deshalb müssen Daten und Dienste möglichst in Europa bleiben. Insbesondere der Mittelstand muss die Chance erhalten, die Potenziale der Künstlichen Intelligenz für sich zu erschließen und kompetente Partner zu finden. Umgekehrt muss die KI-Forschung zunehmend praxisorientierte Themen aufgreifen – und wir alle brauchen einen gesellschaftlichen Dialog und ein verlässliches ethisch-rechtliches Fundament für dieses große Zukunftsthema.“

Neben Maßnahmen zur Stärkung von Forschung, Lehre und Transfer im Sinne eines auf mehrere Standorte verteilten „Computer and Data Science Campus.NRW“ diskutierten Bauckhage, Hecker und Pinkwart über die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für das Kompetenznetzwerk in Sankt Augustin in enger Abstimmung mit den Partnern im Land sowie den Aufbau von Lernlaboren und Co-Working-Spaces. Weitere Themen waren Unterstützungsstrukturen für Start-ups und der Transfer in den Mittelstand unter Einbindung der nordrhein-westfälischen DigitalHubs und der in Ausschreibung befindlichen Exzellenz-Start-up-Center. Darüber hinaus wurde über Wege zur Stärkung der ethisch-rechtlichen Begleitforschung und des gesellschaftlichen Diskurses über die Chancen und Risiken dieses noch jungen Forschungs- und Innovationsgebiets diskutiert. Das neue die unterschiedlichen Dimensionen umfassende Kompetenznetzwerk soll seine Arbeit in den kommenden Monaten aufnehmen.

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