02.12.2021

High-Level-Dialog zur Transformation der Industrie: Düsseldorfer Erklärung mit Verbänden, Kammern, Gewerkschaften und Regionalinitiativen unterzeichnet

Minister Pinkwart: Transformation braucht breiten Konsens und gute Rahmenbedingungen für mehr Innovationen und Investitionen

Der Klimawandel stellt Industrie und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Damit der Übergang in die klimaneutrale Zukunft gelingt und der Industriestandort Nordrhein-Westfalen im internationalen Wettbewerb für grüne Technologien bestehen kann, müssen die Weichen noch schneller gestellt und kluge Lösungen umgesetzt werden.

Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat dazu in diesem Jahr einen industriepolitischen Dialog mit Wirtschaftsverbänden, Kammern, Gewerkschaften und Unternehmen gestartet.
Im Rahmen der NRW-Industriekonferenz 2021 unterzeichneten am Mittwoch (01.12.21) die anwesenden Spitzenvertreter der nordrhein-westfälischen Wirtschaft die „Düsseldorfer Erklärung“ zur Zukunft der Industrie mit dem Ziel, das Industriepolitische Leitbild der Landesregierung zu bekräftigen und seine Handlungsfelder weiterzuentwickeln. Notwendige Maßnahmen, wie den beschleunigten Innovationstransfer und schnellere Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse sollen gemeinsam vorangetrieben und die Bürgerinnen und Bürger stärker in die Transformation eingebunden werden.

Wirtschafts- und Innovationsminister Pinkwart: „Uns allen ist klar: Wir stehen vor einem Jahrzehnt umfassender digitaler und klimabezogener Transformation. Dieses braucht einen breiten Konsens und gute Rahmenbedingungen für mehr Innovationen und Investitionen, um Nordrhein-Westfalen zur modernsten und klimafreundlichsten Industrieregion Europas zu entwickeln. Mit unseren Industrieunternehmen und den verbundenen Dienstleistern und Zulieferern haben wir beste Voraussetzungen, diesen Weg erfolgreich zu gestalten. Die „Düsseldorfer Erklärung“ ist dabei Bekenntnis und Auftrag zugleich: Ein Bekenntnis für den Standort und seine Beschäftigten, aber auch Auftrag, jeden und jede einzelne in den Transformationsprozess einzubinden. Wir wollen die Menschen für unseren Wirtschaftsstandort begeistern und die Industrie als Innovationstreiber sichtbarer machen.“

Ralf Stoffels, Präsident von IHK NRW: „Der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen steht durch die digitale und die energetische Transformation vor einem tiefgreifenden Umbruch und dem Umbau wichtiger Wertschöpfungsketten. Die kommende Bundes- und auch die Landesregierung sind gefordert, die Bedingungen für eine erfolgreiche Transformation nun zu entwickeln, damit Unternehmen und Gesellschaft den Wandel erfolgreich gestalten können. Daher freue ich mich, dass wir heute mit der Düsseldorfer Erklärung und dem Wirtschaftsminister ein Ausrufezeichen für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen setzen konnten.“

Dr. Margarete Haase, Vizepräsidentin von unternehmer nrw: „Nordrhein-Westfalen ist Industrieland und muss es auch bleiben. Allen muss bewusst sein, dass die Sicherung der langfristigen Zukunftsfähigkeit unseres Landes nur mit einer wettbewerbsfähigen Industrie gelingen wird. Dies bedarf einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf allen Ebenen. Der in der Düsseldorfer Erklärung gefundene breite Konsens ist hierfür eine wichtige Basis. Es ist gut, dass darin das Ziel formuliert ist, Planungs- und Genehmigungsverfahren erheblich zu beschleunigen. Hier das Tempo zu erhöhen ist für die erforderlichen massiven Investitionen in die Transformation des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen von herausragender Bedeutung. Nun müssen auf allen politischen Ebenen den Plänen schnell Taten folgen."

Anja Weber, Landesvorsitzende Deutscher Gewerkschaftsbund NRW: „Wir brauchen jetzt entschlossenes Handeln. Die Transformation muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Das ist auch eine Frage der Prioritätensetzung. Wir laufen Gefahr, dass sich die Spaltung im Land weiter verschärft, wenn es nicht gelingt, bezahlbare und sichere Energieversorgung sicher zu stellen und neue Arbeitsplätze für alle Qualifikationsstufen zu schaffen. Dazu braucht es neue Konzepte und Instrumente von Bund und Land sowie eine starke Sozialpartnerschaft, um Ausbildung, gute Arbeit und Tarifbindung in Nordrhein-Westfalen zu stärken.“

Das Landeskabinett gestaltet mit dem Industriepolitischen Leitbild die Weiterentwicklung des Industriestandortes Nordrhein-Westfalen. Um diesen Transformationsprozess intensiv zu begleiten, wurde der industriepolitische Dialog mit Wirtschaftsverbänden, Kammern, Gewerkschaften und Unternehmen etabliert. Ziel ist es unter anderem, die entscheidenden Handlungsfelder zu identifizieren und Maßnahmen anzustoßen, um Nordrhein-Westfalen zu einem weltweit führenden Treiber in den Schwerpunkten Innovation, Digitalisierung und Klimaschutz zu entwickeln.