Perspektiven

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 3. November 2016

Perspektiven

Förderwettbewerbe mit regionalpolitischen Inhalten in Einklang bringen

Ein Partner muss Mitsprachemöglichkeiten haben, sonst wird er sich seiner Aufgabe nicht mit Engagement widmen. So muss auch Regionalpolitik gesehen werden. Sie soll Regionen im Sinne eines „Regional Governance-Konzepts“ – verstanden als verstärkte Teilhabe der Regionen an staatlichen Entscheidungen – mitnehmen. Für Land und Regionen soll eine Win-Win-Situation entstehen. Die Landesregierung möchte in diesem Sinne vom regionalen Wissen profitieren und dieses in die Landespolitik implementieren. Ausdruck dieser kooperativen Regionalpolitik ist nicht zuletzt auch ein intensiverer und regelmäßiger Dialog mit den Regionen.

Regionen in NRW stärken – 44 Projekte beim Förderaufruf "Regio.NRW‘ ausgewählt

Im Rahmen des Projektaufrufs „Regio.NRW“ wurden 44 Projekte zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen in Nordrhein-Westfalen ausgewählt. Die Auswahl erfolgte durch ein vom Land eingesetztes, unabhängiges Gutachtergremium.

Wirtschaftsminister Garrelt Duin erklärte dazu:

„Die Qualität der ausgewählten Projekte ist beeindruckend. Ein Großteil befasst sich mit der Digitalisierung, das ist ein gutes Zeichen für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen.“

Bei den ausgewählten Projekten geht es überwiegend um den Aufbau und die Entwicklung von Clustern und Netzwerken, in denen vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten wollen, um Effizienz und Wachstum zu steigern. Themen neben der Digitalisierung sind Produktionswirtschaft, innovative Gewerbeflächenpolitik und Raumentwicklung, Energienetze, Gründung, Konversion, Wissenstransfer und Gesundheitswirtschaft sowie Klimaschutz, Umweltwirtschaft und Ressourceneffizienz.

Die ausgewählten Projekte werden insgesamt mit rund 29 Millionen Euro von der EU und vom Land gefördert. Der Projektaufruf „Regio.NRW“ erfolgte im Rahmen der aktuellen Förderperiode des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Bis zum Jahr 2020 stehen Nordrhein-Westfalen insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung, um Wachstum und Beschäftigung zu unterstützen.

Die Projektübersicht finden Sie hier (pdf, 86,27 KB).

Projektaufruf „Umbau 21 – Smart Region“

Mit „Umbau 21“ haben die Verantwortlichen in der Emscher-Lippe-Region – der Kreis Recklinghausen mit seinen angehörigen Städten und Gemeinden, die Städte Bottrop und Gelsenkirchen -  gemeinsam einen Neustart der Wirtschaftsförderung in Gang gesetzt und sich auf den Weg hin zu einer Innovationsregion gemacht.

Die Landesregierung unterstützt diesen Entwicklungsprozess. Gemeinsames Ziel ist es, die Potentiale der Digitalisierung für die Emscher-Lippe-Region zu heben und mit der Profilierung als  „Smart Region“ einen zukunftsweisenden Beitrag zur Standortsicherung und Standortentwicklung zu leisten. 

Der im Herbst 2016 gestartete Projektaufruf „Umbau 21 – Smart Region“ soll einen Beitrag leisten, die Wettbewerbs- und Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes und der hier angesiedelten Unternehmen zu festigen und zu entwickeln.

Die besten Projektideen sollen ab Sommer 2017 mit Fördermitteln des Landes unterstützt werden, damit der digitale Transformationsprozess ein zentraler und zukunftsweisender Treiber für den Strukturwandel in der „Umbau 21-Region“ werden kann. Dazu hat die Landesregierung für die kommenden Haushaltsjahre den Etat für die sog. „Steinkohlerückzugsgebiete“ auf insgesamt 30 Mio. Euro erhöht. www.umbau21-smartregion.de

Innovationsregion Rheinisches Revier - IRR

Das Rheinische Revier wird derzeit durch den Abbau, die Verstromung und Veredelung von Braunkohle geprägt. Mit der Leitentscheidung vom 5. Juli 2016 hat die Landesregierung eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung der Braunkohlenutzung im Revier gelegt. Dazu gehört auch, dass frühzeitig Strategien und Strukturen für die Zeit nach der Braunkohle entwickelt werden. Strukturbrüche sollen dabei vermieden und der Wandel gemeinsam mit den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung frühzeitig gestaltet werden.

Mit der Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH – kurz IRR – hat das Land gemeinsam mit den Revier-Kreisen, den Kammern, den Gewerkschaften und weiteren Partnern die notwendigen Governance-Strukturen für diesen Prozess geschaffen. Finanziert werden die IRR und ihre Projekte aus Mitteln der EU, des Landes, der Region und von RWE.

Aufgabe der Gesellschaft ist es, den Transformationsprozess bereits heute einzuleiten, damit das Rheinische Revier auch im 21. Jahrhundert eine moderne, prosperierende und innovative Energie- und Industrieregion sein kann. Dazu entwickelt die Gesellschaft Leitbilder, Innovationsstrategien und Handlungskonzepte.

In einem ersten IRR-Ideenwettbewerb wurden bereits 75 Projektideen entwickelt, die dem Strukturwandel mit neuen Zukunftsperspektiven gestalten sollen. Ziel ist u.a., sich bereits heute mit den veränderten Ressourcenströmen infolge der Schließung der Tagebaue auseinanderzusetzen, die Chancen bei der Nutzung erneuerbarer Energien zu nutzen und weiter voran zu treiben, neue Formen des energieeffizienten Bauens zu fördern oder mit virtuellen Kraftwerken die effizientere Energienutzung zu erproben.
 
Schon jetzt werden an vielen Orten im Rheinischen Revier mit intensiver Begleitung der Landesregierung Planungen für Investitionen und Neuansiedlungen von Unternehmen vorangetrieben, die Beschäftigung schaffen und sichern. Darunter sind auch Industrie- und Gewerbegebiete, die interkommunal entwickelt werden.

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