Perspektiven

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 3. November 2016

Perspektiven

Förderwettbewerbe mit regionalpolitischen Inhalten in Einklang bringen

Regionalpolitik folgt in Nordrhein-Westfalen einem Gegenstromprinzip, d.h. weder allein bottom-up, noch top-down, sondern im Dialog. Für Land und Regionen soll so eine Win-Win-Situation entstehen. Ausdruck einer solchen kooperativen Regionalpolitik ist nicht zuletzt ein intensiver und regelmäßiger Austausch mit den Regionen auf Ebene des Staatssekretärs.

Projektaufruf „Regio.NRW“

In kaum einem anderen Teil Deutschlands ist die regionale Vielfalt so ausgeprägt wie in Nordrhein-Westfalen – geografisch, demografisch, ökonomisch. Die Globalisierung, die Digitalisierung und der demographische Wandel haben die Bedeutung der Standortpolitik gestärkt. Standort- und Investitionsentscheidungen von Unternehmen werden im Vergleich weltweiter Alternativen getroffen. Wertschöpfungsnetzwerke sind regional verankert. Erfolgreiche regionale Strukturpolitik muss daher der regionalen Heterogenität Rechnung tragen. Die Landesregierung unterstützt die Regionen dabei, ihre spezifischen Stärken weiter auszubauen.
 
Das Wirtschaftsministerium stellt hierfür mehr als 20 Millionen Euro Landesmittel und 50 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.
 
Der Projektaufruf umfasst zwei Säulen:
 
„Regio.NRW – Innovation und Transfer“ zielt auf die Entwicklung von regional wirksamen Projekten, die einen Beitrag zur Standortentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit leisten. Die thematische Vielfalt spiegelt die Handlungsschwerpunkte: Digitalisierung, Gründung, Fachkräfte und Umweltwirtschaft. Der Projektaufruf richtet sich vor allem an kommunale und regionale Wirtschaftsförderer, Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen sowie die Kammern.
 
„Regio.NRW – Wirtschaftsflächen“ hat zum Ziel, Flächenpotentiale für die Ansiedlung von Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zu erschließen. Der Projektaufruf stellt dabei die Entwicklung von Brach- und Konversionsflächen in den Mittelpunkt. Er richtet sich an kommunale Wirtschaftsförderungen und unterstützt sie bei der Planung und der Baureifmachung der Flächen.
 
Projektideen können in beiden Säulen bis zum 28. September 2018 eingereicht werden. Bei den Bezirksregierungen werden Informationsveranstaltungen und Beratungstage angeboten. Die entsprechenden Termine und Veranstaltungsorte können hier abgerufen werden.
 
Ausführliche Informationen sowie Ansprechpartner können den Informationsbroschüren entnommen werden:
Regio.NRW – Innovation und Transfer
Regio.NRW – Wirtschaftsflächen

Projektaufruf „Umbau 21 – Smart Region“

Mit „Umbau 21“ haben die Verantwortlichen in der Emscher-Lippe-Region – der Kreis Recklinghausen mit seinen angehörigen Städten und Gemeinden, die Städte Bottrop und Gelsenkirchen -  gemeinsam einen Neustart der Wirtschaftsförderung in Gang gesetzt und sich auf den Weg hin zu einer Innovationsregion gemacht.
 
Die Landesregierung unterstützt diesen Entwicklungsprozess. Gemeinsames Ziel ist es, die Potentiale der Digitalisierung für die Emscher-Lippe-Region zu heben und mit der Profilierung als  „Smart Region“ einen zukunftsweisenden Beitrag zur Standortsicherung und Standortentwicklung zu leisten. 
 
Der Projektaufruf „Umbau 21 – Smart Region“ soll einen Beitrag leisten, die Wettbewerbs- und Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes und der hier angesiedelten Unternehmen zu festigen und zu entwickeln.
 
Die besten Projektideen werden mit Fördermitteln des Landes unterstützt, damit der digitale Transformationsprozess zum Treiber für den Strukturwandel in der „Umbau 21-Region“ werden kann. Dazu stehen für die kommenden Haushaltsjahre im Haushaltstitel für die sog. „Steinkohlerückzugsgebiete“ insgesamt 30 Mio. Euro bereit.

Eine Übersicht über die Gewinnerprojekte finden Sie hier.
www.umbau21-smartregion.de

Innovationsregion Rheinisches Revier - IRR

Das Rheinische Revier wird derzeit durch den Abbau, die Verstromung und Veredelung von Braunkohle geprägt. Für die Landesregierung ist die Leitentscheidung vom 5. Juli 2016 Grundlage für die weitere Entwicklung der Braunkohlenutzung im Revier. Dazu gehört auch, dass frühzeitig Strategien und Strukturen für die Zeit nach der Braunkohle entwickelt werden. Strukturbrüche sollen dabei vermieden  und  der Wandel gemeinsam mit den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung  frühzeitig  gestaltet werden.

Mit der Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH – kurz IRR – hat das Land gemeinsam mit den Revier-Kreisen, den Kammern, den Gewerkschaften und weiteren Partnern die notwendigen Governance-Strukturen für diesen Prozess geschaffen. Finanziert werden die IRR und ihre Projekte aus Mitteln der EU, des Landes, der Region und von RWE.

Aufgabe der Gesellschaft ist es, den Transformationsprozess bereits heute einzuleiten, damit  das Rheinische Revier auch im 21. Jahrhundert eine moderne, prosperierende und innovative Energie- und Industrieregion sein kann. Dazu entwickelt die Gesellschaft Leitbilder, Innovationsstrategien und Handlungskonzepte.

In einem ersten IRR-Ideenwettbewerb wurden bereits 75 Projektideen entwickelt, die dem Strukturwandel mit neuen Zukunftsperspektiven gestalten sollen. Ziel ist u.a., sich bereits heute mit den veränderten Ressourcenströmen infolge der Schließung der Tagebaue auseinanderzusetzen, die Chancen bei der Nutzung erneuerbarer Energien zu nutzen und weiter voran zu treiben, neue Formen des energieeffizienten Bauens zu fördern oder mit virtuellen Kraftwerken die effizientere Energienutzung zu erproben.

Schon jetzt werden an vielen Orten im Rheinischen Revier mit intensiver Begleitung der Landesregierung Planungen für Investitionen und Neuansiedlungen von Unternehmen vorangetrieben, die Beschäftigung schaffen und sichern. Darunter sind auch Industrie- und Gewerbegebiete, die interkommunal entwickelt werden.
 
www.rheinisches-revier.de

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