Fernwärme

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 16. Februar 2016

Fernwärme

Fernwärmeversorgungsunternehmen (FVU) haben eine echte Monopolstellung inne. Das Bundeskartellamt hat mit seiner im Jahr 2012 abgeschlossenen Sektoruntersuchung die Fernwärmepreise einer umfänglichen kartellrechtlichen Überprüfung unterzogen.

Im Jahr 2013 hat die nordrhein-westfälische Energiekartellbehörde (LKartB) begonnen, die Tarife der nordrhein-westfälischen FVUs zu überprüfen. Dabei wurden 42 Fernwärmeversorgungsunternehmen (FVU) mit 59 Versorgungsgebieten ermittelt, die eine Netz- oder Trassenlänge von mehr als einen Kilometer haben und mehr als fünf Millionen kWh/a abgeben.

Die Landeskartellbehörde hatte sich in einem ersten Schritt anhand eines Musterfalls, den auch der Fachverband AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V., Frankfurt/M. anwendet, einen Überblick über das Preisniveau von FVU ab der oben genannten Größe verschafft. Untersucht wurden die Preise eines Abnahmefalls mit einer Anschlussleistung von 15 kW mit 1.500 Benutzungsstunden h/a Dieser entspricht dem Wärmebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung eines mittleren Einfamilienhauses mit rund 120 m² Gesamtfläche.

Fernwärmepreise sind, anders als Strom- oder Gaspreise, die im Wesentlichen aus Arbeits- und Grundpreis bestehen, nicht ohne Weiteres vergleichbar. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, müssen bei den FVU weitere Informationen abgefragt werden:

  1. Abnahmefälle,
  2. Brennstoff,
  3. Erzeugung,
  4. Abnehmerstruktur (Verbrauch) und
  5. Nebenleistungen (Dienstleistung).

Alle FVU konnten ihre Überschreitung mit sachlichen Gründen rechtfertigen oder lagen unter Anerkennung besonderer Umstände unter der Aufgreifschwelle. Von den FVU haben zwei FVU Preissenkungen vorgenommen. Die Vorermittlungen der LKartB sind eingestellt worden. Ein weitergehendes Eingreifen der LKartB war nicht erforderlich. Die Prüfung ist somit abgeschlossen. 

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