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Start-up Transfer.NRW

Start-up Transfer.NRW

Innovative Forschungsergebnisse und technologisches Know-how bleiben häufig ungenutzt, weil der Transfer in marktfähige Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren zu oft nicht erfolgt.

Eine erste Hürde besteht darin, wissenschaftliche Erkenntnisse zu validieren, ein Proof of Concept durchzuführen und einen marktreifen Prototyp zu entwickeln. Hierüber hinaus fehlt in Forschungsteams nicht nur unternehmerisches Know-how, sondern schlicht die Zeit für die Erstellung eines wirtschaftlich tragfähigen Geschäftskonzeptes für die Gründung eines Unternehmens und das frühe Wachstum.

„Start-up Transfer.NRW“ fördert gründungsinteressierte Forschende und Studierende bei der marktreifen Entwicklung von Prototypen, wissensbasierter Produkte und Dienstleistungen sowie der Vorbereitung einer Unternehmensgründung. Die Unternehmensgründung soll im Laufe des Projektes erfolgen; die Gründung selbst wird nicht gefördert.

In der fünften Wettbewerbsrunde hat der Begutachtungsausschuss sieben von zehn eingereichten Gründungsvorhaben zur Förderung empfohlen. Für diese Wettbewerbsrunde stellen das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 1,8 Millionen Euro im Zeitraum von 2025 bis 2027 zur Verfügung. Jedes Vorhaben kann für einen Zeitraum von maximal 24 Monaten mit bis zu 270.000 Euro gefördert werden. 

Folgende Projekte wurden zur Förderung empfohlen

Das Forschungsteam verfolgt die Weiterentwicklung einer Laboranlage zur defektfreien und homogenen Produktion von Lithium-Folien für Lithium-Metall-Anoden. Damit wird eine bestehende Produktionslücke in Europa geschlossen.

Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen eine datenbasierte Prozessoptimierung flächendeckend zugänglich zu machen. Die Software analysiert Unternehmensprozesse schnell und kostengünstig ganz ohne tiefgehendes Fachwissen und ermöglicht damit, die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz zu steigern. Der FIR e. V. ist ein innovativ orientiertes Netzwerk mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Industrie und Verbänden.

Shellinspect entwickelt ein KI-gestütztes Kamera- und Bewertungssystem zur automatisierten Qualitätskontrolle von Formschalen in der Feingussproduktion. Durch frühzeitige Erkennung fehlerhafter Formschalen werden Material- und Energieeinsparungen realisiert.

Das Team arbeitet an einer benutzerfreundlichen, KI-gestützten Software für Handwerksbetriebe mit branchenspezifischen Funktionen und intuitiver Bedienung. Damit können auch kleinere Betriebe ihre Geschäftsprozesse effizient und nachhaltig digitalisieren.

Lilmore stellt ressourcenschonende, ökologische und nachhaltige modulare Minihäuser als Alternative zu Einfamilienhäusern her. Die Häuser lassen sich an verschiedene Lebensphasen der Bewohnerinnen und Bewohner anpassen.

AimL entwickelt einen Chip, der mit innovativen Technologien eine energieeffiziente und leistungsstarke KI-Verarbeitung im Edge-Bereich ermöglicht. Im Edge-Bereich befinden sich die Peripheriegeräte eines Netzwerks. Sie verarbeiten die Daten lokal, anstatt sie an ein zentrales Rechenzentrum zu senden. 

Bei Save the Grain geht es um eine nachhaltige Trocknungstechnologie für eine ressourcenschonende und kostengünstige Haltbarmachung von Erntegütern insbesondere für Afrika. Durch strategische Partnerschaften verbindet das Projekt ökologische Innovation mit sozialem Impact und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit.

Mit dem Programm „Start-up Transfer.NRW“ wird das kreative Potenzial der Wissenschaft für zukunftsorientierte Ideen, Produkte und Dienstleistungen erschlossen; der Weg vom Labor in den Markt beschleunigt und im Ergebnis die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes gestärkt sowie Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen gehören zu den führenden Einrichtungen Europas und leisten als Keimzellen und Quelle innovativer Gründungen einen unverzichtbaren Beitrag für eine erfolgreiche klimaneutrale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft.

EU-Hintergrund

Für das Programm „Start-up Transfer“ stellen das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bis zum Jahr 2027 insgesamt 24,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen insgesamt aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Funds (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. 

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