Ein Multitalent in der Demenz-Therapie

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Gespeichert von Kim-Anh Nguyen am 4. Dezember 2018

Ein Multitalent in der Demenz-Therapie

Drei Fragen an die Gründer von ichó Systems.

 

Für viele Menschen mit Demenz wird Kommunikation mit fortschreitendem Krankheitsbild immer schwieriger. Ebenso spitzt sich der Mangel an Pflegekräften weiter zu, ein Monitoring der Pflegebedürftigen wird dadurch ebenso erschwert. Das junge Unternehmen ichó Systems entwickelt eine Lösung für beide Seiten: Der interaktive Therapieball des Teams um Steffen Preuß, Eleftherios Efthimiadis und Mario Kascholke stimuliert alle Sinne, reagiert auf verschiedenste äußere Einflüsse und assistiert bei niederschwelliger Kommunikation. Gleichzeitig erfasst die eingebaute Sensorik Daten zu beispielsweise Reaktionszeiten und motorischem Umfang der Patienten, sodass mithilfe des Balls Fort- und Rückschritte dokumentiert und künftig auch Diagnosen getroffen werden können. Das junge Team hat mit seiner Idee bereits den 1. Platz des Wittener Preises für Gesundheitsvisionäre gewonnen, gehörte zu den Finalisten des EU-Wettbewerbs „Ideas from Europe“ und hat sich zuletzt erfolgreich um das Gründerstipendium NRW beworben. Nun stehen die drei Jungunternehmer mit dem ichó-Ball kurz vor der Marktreife. Im Interview erzählen sie von ihren Visionen und wie ihnen das Gründerstipendium NRW weiterhelfen kann.

Drei Fragen an ichó Systems

Wie hat sich euer Gründungsteam zusammengefunden und was sind eure gemeinsamen Visionen?

Wir alle haben Großeltern, die an Demenz erkrankt sind, daher hat uns das Krankheitsbild ganz unabhängig voneinander schon sehr beschäftigt. Kennengelernt haben wir uns dann im Forschungsprojekt „NutzerWelten“ der Hochschule Düsseldorf, in dem Studierende technikgestützte Lösungsansätze für Menschen mit Demenz entwickeln. Als wir, die beiden Kommunikationsdesigner Preuß und Efthimiadis und der Elektrotechniker und Medieninformatiker Kascholke, aufeinandertrafen, stellten wir sofort fest: Wir ergänzen uns! Gleichzeitig schweißen uns die Erfahrungen mit unseren Großeltern zusammen. Wir alle träumen jetzt davon, dass die Erstserie des ichó-Balls gut angenommen wird und dass wir künftig nicht nur dementiell erkrankte Menschen fördern, sondern den Einsatz auf verschiedenste lern- und geistig Beeinträchtigte sowie den Bereich der Trauma- und Depressionstherapie ausweiten können. Außerdem hoffen wir, dass ichó als medizinisches Gerät anerkannt wird, da wir es gerne als Diagnostikum einsetzen würden.

Wobei kann euch der Coach des Gründungsnetzwerks in der "heißen Phase" kurz vor der Marktreife unterstützen?

Der Coach ist in jeder Phase hilfreich, er oder sie stellt eine unheimlich wichtige Vertrauensperson dar. Eine solche Person zur Verfügung zu haben ist der große Vorteil einer Anbindung an das Gründernetzwerk. Es ist das Eine, über das Netzwerk andere Start-ups kennen zu lernen, von denen man auch etwas lernen und mit denen man sich austauschen kann – aber mit dem Coach hat man immer einen Ansprechpartner, der einem zur Seite steht und Fragen beantwortet. Beispielsweise dazu, ob die Roadmap zu sportlich ist oder ob Zeitpläne realistisch sind. Planung ist das A und O! Deshalb ist es gut, dass es einen Coach gibt, der uns dabei unterstützt. Denn: Wenn man Versprechungen nicht einhalten kann, puh…

Was bedeutet die Zusage zum Gründerstipendium NRW für euer Unternehmen und wofür verwendet ihr die Fördermittel?

Für uns bedeutet das Gründerstipendium vor allem ganz viel Sicherheit. Außerdem gibt es uns noch einmal eine besondere Bestätigung, dass unsere Idee förderungswürdig ist. Und es ist ein tolles Signal für Business-Angels und Investoren: Wir werden von offizieller Seite unterstützt! Zum Einsatz kommt die Förderung hauptsächlich, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, also etwa um Miete und Fahrtkosten zu decken. Die Förderung ist zwar auch schnell ausgegeben, aber mit 1000 Euro im Monat kann man schon gut planen!

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