eCommerce und digitale Transformation im Handel

Der Handel wird immer digitaler. Das gilt für den Online-Handel, den zunehmend auch stationäre Händler für sich entdecken, aber auch für die Digitalisierung im Ladengeschäft und bei internen Unternehmensprozessen.

Vor allem im Vertrieb und in der Kundenkommunikation ist die Digitalisierung spür- und erlebbar. Der stationäre Handel profitiert von Multi-Channel- und Omni-Channel-Konzepten, mit denen Waren nicht nur im Ladengeschäft angeboten, beworben und verkauft werden, sondern auch im Netz. Dazu kommen digitale Elemente im Geschäft, wie die virtuelle Anprobe, digitale Zahlungsoptionen oder auch digital gestützte Kundenbindungsprogramme. 
Von international agierenden Händlern, die ausschließlich über das Internet vertreiben, bis hin zu kleinen Start-ups, die in speziellen Nischen tätig sind: Viele Unternehmen im Handel nutzen die Digitalisierung und tragen zum Umsatz und zur Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen bei.

Digitale Transformation im Einzelhandel (B2C)

Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Einzelhandel bei der digitalen Transformation: Mit dem jährlichen eCommerce-Tag NRW und der Roadshow Handel NRW bieten wir kostenlose Dialog- und Ideenplattformen. Zudem fördern wir Projekte im Rahmen des Projektaufrufes "Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken". Studien im Auftrag des Wirtschaftsministeriums bieten darüber hinaus Informationen, Anregungen und Tipps.

Mit dem Förderprogramm „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ stärkt die Landesregierung die Zukunftsfähigkeit des stationären Handels. Die geförderten Projekte sollen die Digitalisierung im Handel vorantreiben und selbstverständlicher machen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Einzelhandelsbranche soll gefördert und die Attraktivität der Innenstädte gesichert werden.

Seit November 2021 läuft der fünfte Aufruf zu dem Förderprogramm. Wie schon der vierte Förderaufruf ist er als Sonderprogramm vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie aufgelegt worden. Unter dem Namen „NRW-Digitalzuschuss Handel“ sind kleine Handelsunternehmen angesprochen, die ihr Geschäftsmodell oder Teile davon digitalisieren wollen. Weitere Informationen zu dem aktuellen Förderaufruf gibt es unter www.digihandel.nrw. Im vierten Förderaufruf konnten rund 2.000 Händlerinnen und Händler von dem Programm profitieren.
Auf dem regelmäßig stattfindenden eCommerce-Tag NRW gibt es interessante Vorträge, zukunftsweisende Best Practices aus NRW und Antworten auf dringende Fragen: Was sind die Auswirkungen des eCommerce auf lokale Wirtschaft und Stadtentwicklung? Wie genau können Händler aus Nordrhein-Westfalen die Chancen des eCommerce für sich nutzen? Wie sehen die Zukunftskonzepte für den Einzelhändler von morgen aus?

Die Präsentationen des letzten eCommerce-Tages stehen - soweit verfügbar - rechts zum Download zur Verfügung.

Bei der Roadshow Handel informierte das Wirtschafts- und Digitalministerium des Landes Nordrhein-Westfa­len an fünf Terminen in ganz NRW gemeinsam mit dem Handelsverband NRW, der IHK NRW, der NRW.Bank, dem Kompetenzzentrum Handel, dem IFH Köln und den NRW-Digitalcoaches über das vielfältige Unterstützungsangebot zur Digitalisierung des Handels in Nordrhein-Westfalen: Welche digitalen Lösungen können dabei helfen, Kunden zu halten und neue zu gewinnen? Von welchen Fördermaßnahmen können Händler in NRW profitieren? Und wie kann man Mitarbeiter und Kunden im Handel auf diesem Weg mitnehmen und Chancen für bessere Arbeit und besseren Service nutzen? Die Präsentationen zur Roadshow stehen rechts zum Download zur Verfügung.
Derzeit stehen drei aktuelle Studien zur Verfügung, die das IFH Köln im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt hat, Sie geben Denkanstöße, stellen interessante Konzepte vor und wagen einen Blick in die Zukunft.
Der „Digitalisierungsatlas Handel NRW" ist eine Übersicht zu Best Practices und bietet somit eine Sammlung gut funktionierender Konzepte. Die Auswahl der Praxisbeispiele erstreckt sich von einfachen Lösungen bis hin zu komplexen Ansätzen. Wichtige Schlussfolgerung der Studie: Aus der Vielzahl an digitalen Lösungen und Konzepten muss das passende ausgewählt werden. Die Lösung muss zum Geschäft und - noch viel wichtiger - zur anvisierten Zielgruppe passen.
Die „Handelsszenarien NRW 2030" geben ein Gefühl dafür, wie sich der Handel in den nächsten zehn Jahren entwickeln kann. Hier werden denkbare Zukunftsperspektiven für das Jahr 2030 sowie entsprechende Handlungsempfehlungen unter der Berücksichtigung von NRW-spezifischen Einflussfaktoren aufgezeigt werden. Es werden vier Szenarien entwickelt, und für die beiden wahrscheinlichsten Szenarios werden Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Die Studie „Zukunft des Handels – Zukunft der Städte“ legt ein besonderes Augenmerk auf die besondere Verbindung zwischen dem Einzelhandel und den Zentren in NRW. Das Konsumverhalten der Verbraucher verändert sich, das Online-Geschäft wächst. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch einmal beschleunigt. Das hat einen Einfluss auf die Innenstädte und Ortskerne. Die Studie gibt Handlungsempfehlungen und sieht beim Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen ein großes Potenzial, wenn sich die Handelsstandorte in den Innenstädten zu multifunktionalen Zentren weiterentwickeln.
Alle Studien stehen rechts zum Download zur Verfügung.

Digitale Transformation im Großhandel (B2B)

Die Digitalisierung macht auch vor dem Großhandel nicht halt. Digitale Vertriebs- und Kommunikationskanäle werden beim Handel mit Geschäfts- und Firmenkunden immer wichtiger. Das geänderte Kunden- und Einkäuferverhalten verlangt von Herstellern und Großhändlern durchdachte (eCommerce-)Lösungen, um den Anforderungen der Kunden zukünftig gerecht zu werden und im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen.
Was die Digitalisierung für den Großhandel bedeutet und wie die Branche vor allem mit dieser Herausforderung umgehen kann, untersucht das vom Bund geförderte „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel“.