Digitalstrategie NRW

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 25. April 2019

Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen 2019

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat dem Landtag im April die nach umfangreicher Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelte Digitalstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Die Landesregierung beschreibt darin die Chancen der Digitalisierung für die Menschen in Nordrhein-Westfalen und benennt über vierzig konkrete Ziele, die sie hierzu in den kommenden Jahren in zentralen Handlungsfeldern erreichen will.

Alle Ressorts der Landesregierung sind an Konzeption und Umsetzung der Digitalstrategie in ihren fünf Fokus- und vier Schnittstellenthemen beteiligt. Einige Beispiele für Themen:

  • Im Bereich Wirtschaft soll die Zahl der Ausgründungen aus den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen insbesondere durch die Exzellenz Start-up Center bis zum Jahr 2024 um mindestens 50 Prozent steigen. Die Wagniskapital-Investitionen in Start-ups sollen bis 2022 auf eine halbe Milliarde Euro anwachsen und damit gegenüber 2017 verfünffacht werden. Wir möchten mittelständische Unternehmen zu Investitionen in die Digitalisierung ermuntern. Hierzu streben wir für den neuen Digitalisierungskredit der NRW.BANK ein Volumen von einer halben Milliarde Euro bis 2022 an.
  • Die Digitalisierung der schulischen Bildung konzentriert sich auf die Vermittlung von Medienkompetenzen, die Qualifizierung von Lehrkräften und den Zugang zu digitalen Medien. Bis 2022 wird die Landesregierung in Kooperation mit den Kommunen alle Schulen an ein leistungsfähiges Gigabit-Netz anschließen. In Kürze wird das Ministerium für Schule und Bildung zudem eine Förderrichtlinie zur Umsetzung des DigitalPakt Schule mit dem Bund vorlegen.
  • Für die Digitalisierung an den Hochschulen übernimmt die „Digitale Hochschule NRW“, in der 42 Universitäten, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen mit dem Land zusammenarbeiten, eine entscheidende Rolle. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt den Prozess seit Jahresbeginn mit jährlich 50 Millionen Euro. E-Learning Projekte wie hm4mint.nrw für Mathematik und der Aufbau einer Hochschulcloud.nrw sind gestartet.
  • Die Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung begleiten Arbeits- und Wirtschaftsministerium im Dialog mit Sozialpartnern, Kammern, Arbeitsagentur und Wissenschaft in der „Initiative Wirtschaft & Arbeit 4.0“. Die Regionen entwickeln mit den Regionalagenturen im Dialogprozess „NRW 4.0“ Aktivitäten.
  • Das Thema Mobilität bewegt: 26 Prozent der Teilnehmer der Online-Beteiligung sehen darin eines der drei wichtigsten Digitalisierungsthemen. Das Verkehrsministerium plant u.a., die Anzahl dynamischer Wegweiser mit integrierter Stauinformation zu erhöhen. Bis 2021 sollen mehr als 40 neue sogenannte „dWiSta-Tafeln“ errichtet werden. Weitere Maßnahmen: stadtverträgliche LKW-Navigation, digitale Erfassung von Mobilstationen und ÖPNV-Haltestellen und das verbundübergreifende E-Ticket.
  • Im Bereich von Forschung und Innovation ist die Entwicklung zum Masterplan Künstliche Intelligenz und zur Kompetenzplattform KI.NRW beschrieben. „KI made in NRW“ soll von dem Dreiklang „Exzellenz in Forschung und Bildung“, „Erfolg in der Wirtschaft“ und „Ethik in der Umsetzung“ geleitet sein.
  • Wir bereiten die Gründung des Europäischen Blockchain-Instituts am Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund vor und entwickeln im Rheinischen Zukunftsrevier ein Reallabor für Blockchain-Anwendungen. 

Die „Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen“ wurde in gut einem Jahr ressortübergreifend entwickelt. Den im Juli 2018 vorgestellten Entwurf hat die Landesregierung mit Experten, Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürgern in einem breiten Beteiligungsprozess online und in Veranstaltungen diskutiert. Mehr als 2.000 Rückmeldungen wurden ausgewertet und flossen in die nun vorgelegte und vom Landeskabinett beschlossene Strategie ein. Teil der Digitalstrategie sind auch Vorschläge zur Verbesserung der künftigen Öffentlichkeitsbeteiligung: Bis 2021 will die Landesregierung dafür einheitliche Leitlinien entwickeln und ein Beteiligungsportal Nordrhein-Westfalen einrichten. 

Der Dialog- und Beteiligungsprozess wird 2019 fortgesetzt. Lesen Sie hier mehr.

Weitere Informationen

Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen | 2019 Teilhabe ermöglichen – Chancen eröffnen (pdf, 8.57 MB)
www.digitalstrategie.nrw

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