​Die geteilte Zukunft der Mobilität

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Gespeichert von Kim-Anh Nguyen am 4. September 2018
6. September 2018

​Die geteilte Zukunft der Mobilität

Das Start-up MOQO aus Aachen verwandelt Fuhrparks von Unternehmen in Car-Sharing-Services.

 

Mit einer kleinen Bewegung auf dem Smartphone kann die Fahrt für Mitarbeiter beginnen: Markus Harmsen, Alexander Pauly und Michael Minis haben eine Software entwickelt, mit der Unternehmen ihren eigenen Car-Sharing-Service anbieten können. Das Aachener Start-up digitalisiert nicht nur den Fuhrpark, sondern auch das Fahrtenbuch und den Autoschlüssel. Dadurch ist die zeitraubende Schlüsselübergabe passé und alle relevanten Daten warden automatisch fürs Finanzamt dokumentiert. Mitarbeiter können das Angebot auch nach Feierabend in Anspruch nehmen und anschließend per App gegenüber dem Arbeitgeber bezahlen. Das senkt die Flottenkosten und verbessert die Mitarbeiterbindung, erläutert MOQO.

Die App als Türöffner 

Mittlerweile beschäftigt das 2016 entstandene Start-up 20 Mobilitäts-Enthusiasten. Die Gründer entwickelten zuvor private Car-Sharing-Angebote, ehe sie gemeinsam mit Autohäusern das Flottenmanagement für Unternehmen konzipiert haben. “Unsere Autohaus-Partner haben uns gefragt, ob ihre Kunden die Software auch für Fuhrparks verwendet können. Gemeinsam haben wir dann die Grundidee zu MOQO entwickelt”, berichtet Michael Minis.
Für die Kunden steht die App im Mittelpunkt. Auf ihr sind alle Services zusammengefasst – inklusive Autoschlüssel und Wagenbuchung. Nutzer der Services können neben Autos auch Fahrräder und Elektro-Roller in das System integrieren und monatlich pro Fahrzeug zahlen.

Umweltbelastung bedingt Umdenken

„Wir sind überzeugt, dass sich die Art und Weise, wie wir Mobilität erleben, stark verändern wird“, sagt Minis und wirbt für Innovationen bei der Nutzung von Autos in Großstädten. Aus diesem Grund beteiligt sich das Start-up am Projekt „Urban Move“, das die Gestaltung der Mobilität von morgen zum Ziel hat. Gemeinsam mit anderen Unternehmen, der Stadt Aachen und der RWTH sollen gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Herausforderungen im Straßenverkehr gemeistert werden. “Denn neben den umweltbelastenden Emissionen haben verstopfte Straßen auch soziale Folgen, die in immer dichteren Städten zu berücksichtigen sind.  Mit Hilfe von selbstlernenden Systemen und autonomem Fahren könnten in Zukunft weniger Autos in den Städten unterwegs sein – und so unsere Sharing-Plattform Teil der Lösung sein”, erläutert der 33-Jährige.

digitalHUB Aachen beflügelt Geschäftsmodelle

Gerade die Debatte um die schlechten Abgaswerte und Fahrverboten zeigten die Dringlichkeit von zukunftsweisenden Mobilitätskonzepten. So profitiere das MOQO-Team vom Austausch mit den zahlreichen Unternehmen in der Region, die sich mit dem Thema beschäftigen. Außerdem habe man durch die technische Universität Standortvorteile - nicht nur durch den schnellen Wissenschaftstransfer, sondern auch wegen der technologieorientierten Studenten. Als Mitinitiator des digitalHUB Aachen sind Harmsen, Pauly und Minis aktiv im Gründernetzwerk. Besonders von den zahlreichen Kontakten profitiert das Trio: „Das digitalHUB bietet uns eine großartige Möglichkeit, bestehende Geschäftsmodelle zu verbessern oder gar zu erweitern“, so Minis.
 
Wie in diesem Zusammenhang ein zukunftsfestes Business Model ausschauen muss, verrät Michael Minis: “In zehn Jahren möchten wir Mobilität so konsumieren, wie wir heute Filme und Musik kaufen – als passendes Abo.”

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