Braunkohle

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 1. Februar 2016

Braunkohlenbergbau in NRW

Nordrhein-Westfalen verfügt im Rheinland über ein sehr umfangreiches Braunkohlevorkommen. Im Rheinischen Revier wird im Bereich des Städtedreiecks Köln, Aachen, Mönchengladbach an drei Standorten Braunkohle gefördert: Garzweiler II, Hambach und Inden. Die unter Aufsicht der Bergbehörde betriebenen Tagebaue sind langfristig durch planungsrechtliche und genehmigungsrechtliche Entscheidungen gesichert.

Die Landesregierung hat eine neue Leitentscheidung zur Zukunft des Rheinischen Braunkohlenreviers nach 2030 erarbeitet. Der langfristig erkennbare Rückgang der Braunkohleverstromung hat eine Neubewertung der Notwendigkeit des nach 2030 geplanten Umsiedlungsverfahrens erforderlich gemacht. Mit der Leitentscheidung will die Landesregierung Zukunftssicherheit für die Menschen im Braunkohlerevier sowie Investitionssicherheit für Unternehmen und den Erhalt von Arbeitsplätzen schaffen. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter leitentscheidung-braunkohle.nrw.

Im Jahr 2015 betrug die Fördermenge im Rheinischen Revier 95,2 Millionen Tonnen. Das Rheinische Revier erbrachte damit einen Anteil von 53,5 Prozent der Braunkohleförderung in der Bundesrepublik (2015).

Weitere Informationen zum Thema Braunkohle finden Sie hier: Gewinnung und Veredelung. Die Braunkohle hat für Nordrhein-Westfalen eine herausragende energiewirtschaftliche Bedeutung. Die Bruttostromerzeugung in Deutschland betrug im Jahr 2015 circa 652 TWh, davon wurden 23,8 Prozent (entsprechend 155,0 TWh) aus heimischer Braunkohle erzeugt. Daneben werden jährlich etwa 4,7 Millionen Tonnen Veredelungsprodukte erzeugt (Briketts, Staub, Koks).

Die RWE Power AG ist als Betreiber der Tagebaue und Kraftwerke ein wichtiger Arbeitgeber; in den Tagebauen, in Kraftwerken und Fabriken sind rund 6.900 Beschäftigte tätig (davon im Tagebau etwa 4.700). Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 340 (Jahr 2015).

Einhaltung von Grenz- und Richtwerten

Die zur Gewinnung von Braunkohle notwendige, wenn auch befristete Inanspruchnahme der Oberfläche (Abbaufläche: 240 km²) erfordert aber auch die Umsiedlung vieler Menschen in den Ortschaften des Tagebaugebiets. Der Aspekt der Sozialverträglichkeit ist dabei wichtigstes Genehmigungskriterium für die entsprechenden Braunkohlenpläne.

Der Braunkohlenbergbau ist mit unvermeidlichen Eingriffen in den Lebensraum von Mensch und Natur verbunden und führt daher auch zu Auswirkungen auf die Umwelt etwa durch Staub- und Geräuschemissionen. Die Bergbehörde trägt in den Genehmigungsverfahren und mit ihrer Aufsicht über die bergbaulichen Tätigkeiten dafür Sorge, dass die dazu geregelten Grenz- und Richtwerte eingehalten werden. Zudem gilt es, die mit der notwendigen Grundwasserabsenkung verbundenen Umweltauswirkungen durch entsprechende vorsorgende Maßnahmen soweit wie möglich zu begrenzen oder durch Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen zu mindern. Dennoch führen die Sümpfungsmaßnahmen im Rheinischen Braunkohlenbergbau auch zu Bodenbewegungen, die in besonderen Fällen auch zu Bergschäden führen können. Nähere Informationen zum Thema Bergschäden finden Sie hier.

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