Braunkohle

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Gespeichert von Mareike Sassens... am 1. Februar 2016

Braunkohlenbergbau in NRW

Nordrhein-Westfalen verfügt im Rheinland über ein sehr umfangreiches Braunkohlevorkommen. Im Rheinischen Revier wird im Bereich des Städtedreiecks Köln, Aachen, Mönchengladbach an drei Standorten Braunkohle gefördert: Garzweiler II, Hambach und Inden. Für die unter Aufsicht der Bergbehörde betriebenen Tagebaue liegen längerfristige planungs- und genehmigungsrechtliche Entscheidungen vor.

Im Jahr 2017 betrug die Fördermenge im Rheinischen Revier 91,3 Millionen Tonnen. Das Rheinische Revier erbrachte damit einen Anteil von 53,27 Prozent der Braunkohleförderung in der Bundesrepublik (2017).

Weitere Informationen zum Thema Braunkohle finden Sie hier: Gewinnung und Veredelung. Die Braunkohle ist für Nordrhein-Westfalen von besonderer energiewirtschaftlicher Bedeutung. Die Bruttostromerzeugung in Deutschland betrug im Jahr 2017 circa 655 TWh, davon wurden 22,5 Prozent (entsprechend 147,5 TWh) aus heimischer Braunkohle erzeugt. Daneben werden jährlich etwa 4,6 Millionen Tonnen Veredelungsprodukte erzeugt (Briketts, Staub, Koks).

Die RWE Power AG ist als Betreiber der Tagebaue und Kraftwerke ein wichtiger Arbeitgeber; in den Tagebauen, in Kraftwerken und Fabriken sind rund 7.500 Beschäftigte tätig (davon im Tagebau etwa 4.700). Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 371 (Jahr 2017).

Die Landesregierung hat 2016 eine weitere Leitentscheidung zur Zukunft des Rheinischen Braunkohlenreviers nach 2030 erarbeitet. Der langfristig erkennbare Rückgang der Braunkohleverstromung hat eine Neubewertung der Notwendigkeit des nach 2030 geplanten Umsiedlungsverfahrens erforderlich gemacht. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter leitentscheidung-braunkohle.nrw.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ hat in ihrem Ende 2019 vorgelegten Abschlussbericht empfohlen, die Kohleverstromung in Deutschland spätestens bis zum Ende des Jahres 2038 zu beenden. So sollen bis 2022 Kraftwerkskapazitäten im Umfang von 12,5 GW abgeschaltet werden. Bis zum Jahr 2030 sollen die deutschen Kohlekraftwerkskapazitäten auf 17 GW reduziert werden.

Die beschleunigte Stilllegung von Kraftwerkskapazitäten wirkt sich aufgrund des entsprechenden Rückgangs des Kohlebedarfs unmittelbar auf den Betrieb der Tagebaue aus. Von RWE erwartet die Landesregierung, dass das Unternehmen nach Abschluss seiner Verhandlungen mit dem Bund zur schrittweisen Reduzierung von Kraftwerkskapazitäten im Rheinischen Revier eine angepasste Tagebauplanung vorlegt, die die Beschlüsse der Kommission bestmöglich umsetzt. Dies betrifft insbesondere die Empfehlungen zum Erhalt des Hambacher Forstes und zur Vermeidung wirtschaftlicher und sozialer Härten für die von Umsiedlungen Betroffenen.
 

Einhaltung von Grenz- und Richtwerten

Der Braunkohlenbergbau ist mit unvermeidlichen Eingriffen in den Lebensraum von Mensch und Natur verbunden und führt daher auch zu Auswirkungen auf die Umwelt etwa durch Staub- und Geräuschemissionen. Die Bergbehörde trägt in den Genehmigungsverfahren und mit ihrer Aufsicht über die bergbaulichen Tätigkeiten dafür Sorge, dass die dazu geregelten Grenz- und Richtwerte eingehalten werden. Nähere Informationen zum Thema Umweltschutz im Bergbau und Ergebnisse von Immissionsmessungen der Staub- und Geräuschbelastung finden Sie auf der Internetseite der Bergbehörde.

Zudem gilt es, die mit der notwendigen Grundwasserabsenkung verbundenen Umweltauswirkungen durch entsprechende vorsorgende Maßnahmen soweit wie möglich zu begrenzen oder durch Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen zu mindern. Dennoch führen die Sümpfungsmaßnahmen im Rheinischen Braunkohlenbergbau auch zu Bodenbewegungen, die in besonderen Fällen auch zu Bergschäden führen können. Nähere Informationen zum Thema Bergschäden finden Sie hier und unter: 
www.rwe.com/bergschaeden
www.schlichtungsstelle-braunkohle-nrw.de

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